Diablo, Immortal

Diablo Immortal im Härtetest: Wie ein Handy?Game zur gefährlich guten Dämonenfalle wird

05.02.2026 - 20:39:57

Du willst zwischendurch kurz zocken – und wachst drei Stunden später immer noch im Dungeon auf? Diablo Immortal verspricht genau dieses „Nur noch einen Run“-Gefühl auf dem Smartphone. Doch liefert das Mobile?Diablo wirklich PC?Feeling oder nur Pay2Win-Frust? Wir sind abgetaucht.

Stell dir vor: Du sitzt in der Bahn, Kopfhörer drin, fünf Haltestellen bis zuhause. Eigentlich reicht das nur für ein, zwei sinnlose Scroll-Minuten auf Social Media. Stattdessen findest du dich plötzlich mitten in einem Kathedralenmassaker wieder, Dämonen zerplatzen in roten Fontänen, legendäre Items droppen wie Konfetti – und du verpasst fast deinen Ausstieg.

Genau dieses Gefühl jagen Millionen Spieler: ein „echtes“ Game, nicht nur Match-3-Klickerei. Etwas, das sich nach großem PC-Abenteuer anfühlt, aber jederzeit in die Hosentasche passt. Kein Setup, keine Updates, keine Gigabyte-Patches – du tippst, du spielst, du bist drin.

Doch die meisten Mobile-Games scheitern genau daran. Entweder sehen sie aus wie Werbebanner von 2012, oder sie sind so aggressiv monetarisiert, dass du nach 30 Minuten entnervt deinstallierst. Du willst Tiefe, Story, Loot-Geilheit – ohne das Gefühl, permanent zur Kasse gebeten zu werden.

Die Lösung: Diablo Immortal als Dämonen-Tor in deine Hosentasche

Hier kommt Diablo Immortal ins Spiel – Blizzards Versuch, das legendäre Action-RPG-Gefühl auf Smartphone und Tablet zu pressen. Kostenlos spielbar, voll vertont, mit bombastischer Inszenierung und Crossplay zu PC. Du startest als Barbar, Magierin oder Nekromantin – und bist in Sekunden in der typischen Diablo-Spirale aus Loot, Leveln und immer krasseren Dungeons.

Auf der offiziellen Seite von Blizzard wird klar: Das hier ist kein kleiner Mobile-Ableger, sondern ein vollwertiger Eintrag im Diablo-Universum. Story zwischen Diablo II und III, persistentes Online-ARPG, acht spielbare Klassen (inkl. Kreuzritter, Dämonenjäger, Mönch, Totenbeschwörer, Zauberer, Barbar, später Blutritter) und regelmäßige Content-Updates mit neuen Dungeons, Raids, Events und Battle Passes.

Kurz: Diablo Immortal will das sein, was viele seit Jahren suchen – dein immer verfügbares, hochglanzpoliertes Loot-Abenteuer für zwischendurch oder ganze Nächte.

Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check

Was macht Diablo Immortal im Alltag so besonders – und was nervt? Hier wird es spannend.

  • „Echtes“ Diablo-Gefühl auf dem Handy: Iso-Perspektive, knackiges Kampfsystem, Skill-Rotationen, Rifts, Legendary-Gier – du bekommst genau das, was du von der Hauptreihe kennst. Kein Auto-Battle-Clicker, sondern aktives, präzises Spielen.
  • Kurzsessions, die ausarten dürfen: Ein Elder Rift dauert nur wenige Minuten. Perfekt für Wartezimmer oder Bahnfahrten. Gleichzeitig kannst du problemlos stundenlang Dungeons farmen, Weltereignisse jagen oder im PvP die Rangliste hochklettern.
  • Crossplay & Cross-Progression (Mobile & PC): Du zockst auf dem Smartphone, loggst dich später am PC ein und machst nahtlos weiter. Ideal, wenn du unterwegs leveln und abends auf dem großen Screen raiden willst.
  • Regelmäßige Seasons & Updates: Neue Gebiete, Dungeons, Klassenanpassungen, kosmetische Sets, Events – laut Patchnotes und Community-Feedback wird das Spiel stetig erweitert. Das hält die Grind-Spirale frisch.
  • MMO-Touch statt Einzelkämpfer: In der offenen Welt triffst du permanent andere Spieler, formst spontan Gruppen, trittst einem Clan bei und stürzt dich in Raid-Content. Das soziale Gefühl ist deutlich stärker als in klassischen Singleplayer-Diablo-Teilen.
  • Free-to-Play – mit Pay2Win-Fallstricken: Du kannst die komplette Story, viele Dungeons und Builds kostenlos erleben. Der Haken: Das Endgame-Progessionssystem (v. a. legendäre Edelsteine, Resonanz, Embleme) ist stark auf In-Game-Käufe ausgelegt. Reddit und YouTube fassen es zusammen als: spielbar ohne Geld, aber wer an die absolute Spitze will, zahlt.

Auf einen Blick: Die Fakten – Diablo Immortal

Diablo Immortal bietet eine Mischung aus klassischem Diablo-Feeling und moderner Mobile-MMO-Struktur. Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:

Merkmal Dein Nutzen
Plattformen: iOS, Android & PC (Battle.net) Du spielst überall: unterwegs auf dem Smartphone, zuhause entspannt am Rechner – mit demselben Account und Fortschritt.
Free-to-Play mit optionalen In-Game-Käufen Du kannst kostenlos einsteigen, Story erleben und viele Stunden Spaß haben, bevor du über kosmetische oder Progression-Käufe nachdenken musst.
Acht spielbare Klassen (z. B. Barbar, Zauberer, Dämonenjäger, Nekromant, Kreuzritter, Mönch, Blutritter) Du findest leicht einen Spielstil, der zu dir passt: Nahkampf-Tank, Glas-Kanone, Petmaster oder Holy Knight – und kannst Klassen später wechseln.
Always-Online-ARPG mit MMO-Elementen Du triffst ständig andere Spieler, bildest Gruppen für Dungeons & Raids und fühlst dich wie in einer lebendigen, dämonenverseuchten Welt.
Seasonale Inhalte, Battle Pass & regelmäßige Events Ständiger Strom an Herausforderungen und Belohnungen sorgt dafür, dass du auch nach Wochen noch Ziele und Progression hast.
Controller-Support (mobil & PC) Wenn du keine Touch-Steuerung magst, spielst du komfortabel mit Gamepad – fast wie auf Konsole.
Koop-Dungeons, Raids & kompetitives PvP Du kannst mit Freunden oder Clanmates taktisch spielen, deine Klasse ausreizen und dich im PvP mit anderen messen.

Gerade die Kombination aus echter Diablo-DNA, MMO-Feeling und Crossplay macht das Spiel im Alltag deutlich vielseitiger als viele typische Mobile-Action-RPGs.

Diablo Immortal: Das sagen Nutzer und Experten

Diablo Immortal polarisiert massiv – und genau das macht die Analyse spannend. In Reddit-Threads, YouTube-Reviews und Foren schlagen zwei Welten aufeinander.

Die Lobeshymnen:

  • Viele Spieler feiern die Präsentation: Grafik, Effekte, Animationen und besonders die Vertonung werden immer wieder als „Konsolenqualität auf dem Handy“ beschrieben.
  • Der Einstieg wird als extrem rund wahrgenommen: Die ersten 20–30 Stunden bieten eine saubere Story-Kampagne, viele neue Fähigkeiten und ein motivierendes Loot-Gefühl – ohne krassen Zahlungsdruck.
  • Content Creator loben, dass das Gameplay-Feeling tatsächlich sehr nah an Diablo III liegt, inklusive Builds, Set-Boni und Rotationen.

Die Kritikpunkte:

  • Das größte Thema ist ganz klar die Monetarisierung: Legendäre Edelsteine, Resonanz und Embleme werden oft als Pay2Win-Mechanik bezeichnet, vor allem für kompetitives PvP und das absolute Endgame.
  • Einige berichten von repetitiven Grind-Phasen, sobald die Story durch ist und du in die Optimierungs-Hölle des Gear-Min-Maxings rutschst.
  • Manche Android-User klagen über Performanceprobleme auf älteren Geräten, hohe Akkulast und große Downloadgröße.

Spannend: Viele nüchterne Reviews kommen zu dem Fazit, dass Diablo Immortal ein fantastisches Spiel ist, wenn du es wie ein großes Singleplayer-/Coop-Erlebnis mit optionalem Langzeitgrind siehst – und kein wettbewerbsorientiertes Endgame ohne Geld erwartet.

Wichtig im Hinterkopf: Hinter dem Spiel steht Activision Blizzard (mittlerweile Teil von Microsoft, ISIN: US00507V1098) – also ein Konzern, der Free-to-Play-Monetarisierung sehr professionell (und aggressiv) kalkuliert. Das erklärt einiges, hilft dir aber auch, bewusst damit umzugehen.

Alternativen vs. Diablo Immortal

Natürlich ist Diablo Immortal nicht das einzige Mobile-ARPG da draußen. Auf dem Markt tummeln sich Spiele wie Path of Exile Mobile (in Entwicklung/Tests), Torchlight: Infinite, Genshin Impact bzw. Honkai: Star Rail (mit stärkerem Fokus auf Gacha und Anime-Ästhetik) oder klassische PC-Ableger.

  • Gegenüber Torchlight: Infinite & Co.: Diablo Immortal punktet mit der ikonischen Marke, der düsteren Gothic-Ästhetik und dem sofort vertrauten Diablo-Gefühl. Torchlight ist experimentierfreudiger, aber vielen optisch zu „comic“.
  • Gegenüber Genshin & Honkai: Die bieten gigantische Open Worlds oder JRPG-Tiefe, sind aber deutlich Story- und Charaktergacha-lastig. Diablo Immortal liefert dafür klassisches Hack-&-Slay mit schnellerem Kampfrhythmus und westlicher Dark-Fantasy.
  • Gegenüber der PC-Hauptreihe (Diablo III & IV): Der große Vorteil ist Mobilität und Free-to-Play-Einstieg. Kein Vollpreis, kein Konsolen-/PC-Zwang – du kannst einfach testen, ob dir das Grundgefühl liegt. Dafür musst du mit Always-Online, Mobile-UI und Monetarisierung leben.

Preis-Leistungs-mäßig ist Diablo Immortal nahezu unschlagbar, wenn du deine eigene Ausgabenbremse setzt. Du bekommst Dutzende Stunden AAA-ähnliches Gameplay für exakt 0 Euro. Erst das Streben nach absolutem BiS-Gear und Top-PvP-Rängen kann teuer werden – aber das ist deine Entscheidung.

Fazit: Lohnt sich der Kauf?

Die eigentliche Frage ist nicht, ob du Diablo Immortal „kaufen“ solltest – das Spiel ist schließlich Free-to-Play. Die Frage ist: Willst du ein Diablo im Alltag, in deiner Bahn, im Bett, im Urlaub – immer dann, wenn fünf Minuten Leerlauf plötzlich zu einer epischen Dämonenjagd werden könnten?

Wenn du mit der typisch düsteren Diablo-Atmosphäre, knackigem Hack-&-Slay und MMO-Sozialgefühl etwas anfangen kannst, ist Diablo Immortal eine der stärksten Optionen auf dem Markt. Das Spiel sieht fantastisch aus, spielt sich überraschend präzise auf Touch und bietet mit Crossplay zu PC einen Komfort, der viele Konkurrenten alt aussehen lässt.

Du musst dir nur eines brutal ehrlich klarmachen: Die Monetarisierung im Endgame ist kein Gerücht, sondern Teil des Designs. Wenn du damit leben kannst, dass du „nur“ stark, aber nicht maximal übermächtig wirst, ohne Geld reinzupumpen – dann bekommst du hier einen absurden Gegenwert an Spielzeit und Inszenierung.

Also: Willst du wirklich weiter sinnlos durch Feeds scrollen – oder lieber noch einen Rift laufen, der vielleicht den nächsten legendären Drop bringt?

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