Diablo, Immortal

Diablo Immortal im Härtetest: Das Mobile?Diablo, das besser ist, als sein Ruf – aber einen gefährlichen Haken hat

07.02.2026 - 02:59:58

Du kennst das: Du hast 15 Minuten Zeit, wartest auf die Bahn, liegst auf dem Sofa – und genau dann juckt es in den Fingern nach einem „echten“ Game, nicht nur Candy-Crush-Gedaddel. Kann ein Mobile-Game wie Diablo Immortal dieses PC?Gefühl wirklich in deine Handfläche holen?

Wenn dir 10 Minuten am Tag nicht mehr reichen, um wirklich abzutauchen

Du kennst dieses Gefühl: Der Tag war voll, der Kopf ist laut, aber der PC bleibt aus. Weil du keine Lust auf 30?GB?Updates, keine Zeit für eine 3?Stunden?Session und schon gar nicht die Energie für Voice-Chat-Drama hast. Und trotzdem willst du dieses Diablo?Gefühl – Dungeons wipen, Loot regnen lassen, Skills rotieren, Hirn abschalten.

Stattdessen: Handy in der Hand, Insta, TikTok, News – alles kurz, alles oberflächlich. Spiele-Apps? Nett, aber flach. Kein Build, keine Story, kein „Nur noch ein Dungeon, dann geh ich wirklich schlafen“.

Genau an dieser Stelle platzt ein Game in den Alltag, das wie ein Widerspruch klingt: echtes Diablo?Feeling als Free-to-Play auf dem Smartphone. Kann das klappen, ohne nur eine dreiste Cash-Cow zu sein?

Die Enthüllung: Diablo Immortal als Lösung für dein Core-Gamer-Dilemma

Diablo Immortal ist Blizzards Versuch, die Lücke zu schließen zwischen „Ich hab keine Zeit“ und „Ich will trotzdem ein richtiges Game“. Entwickelt von Activision Blizzard (inzwischen Teil von Microsoft, ISIN: US00507V1098) bringt es das bekannte Hack-&-Slay?Universum direkt auf dein Smartphone – und optional auf den PC mit Cross-Progression.

Das Versprechen: vollwertiges Diablo-Feeling in Bissen. 10?Minuten-Rifts, Story-Häppchen, Weltevents, Raids – alles so verpackt, dass du jederzeit ein- und aussteigen kannst, ohne dich wie ein Casual-Tourist zu fühlen.

Die Frage ist nicht mehr: „Taugt Mobile-Gaming überhaupt was?“ Sondern: Wie nah kommt Diablo Immortal an das Diablo heran, das du im Kopf hast?

Warum gerade dieses Modell? Der Realitäts-Check

Diablo Immortal ist kein klassisches Mobile-Game, das du nach zwei Tagen wieder löschst. Es versucht, eine langfristige Beziehung mit dir aufzubauen – mit allen Höhen und Tiefen. Was steckt konkret drin und was bedeutet das für deinen Alltag?

  • Free-to-Play mit vollem Kampagnenumfang: Die komplette Story-Kampagne von Diablo Immortal ist kostenlos spielbar. Du kannst die Hauptgeschichte von Wortham bis zum Endgame ohne einen Cent erleben – ideal, wenn du erst mal nur reinschnuppern willst.
  • Sechs Klassen zum Start (plus nachgereichte Klassen): Barbar, Kreuzritter, Dämonenjäger, Mönch, Totenbeschwörer und Zauberer sind von Beginn an dabei. Später kam unter anderem der Blutritter dazu. Jede Klasse spielt sich deutlich anders – perfekt für dich, wenn du gerne Builds testest und deinen Main erst finden willst.
  • Touch-Steuerung, die überraschend gut funktioniert: Du steuerst per virtuellem Joystick und Skillbuttons. In der Praxis heißt das: Controller-Gefühl ohne Controller. Auf Reddit und YouTube heben viele hervor, wie flüssig sich das Game anfühlt – besonders im Vergleich zu anderen ARPGs auf Mobile.
  • Cross-Play und Cross-Progression mit PC: Du kannst abends am PC zocken und morgens auf dem Handy exakt da weitermachen. Dein Account, deine Items, dein Fortschritt – alles synchron. Für Pendler, Business-Traveller und Couch-Gamer ein echter Gamechanger.
  • Live-Service mit ständigem Content-Nachschub: Season-Battle-Pässe, Events, neue Dungeons, Helliquary-Bosse, Gebiete und Features halten das Spiel kontinuierlich am Laufen. Du bekommst also immer wieder neue Gründe, zurückzukehren.
  • MMO-Struktur statt klassischem Solo-Diablo: Städte sind Hubs mit echten Spielern, du läufst anderen in der Oberwelt über den Weg, raidest im Clan den Immortals-Content oder machst Dungeons im 4er-Team. Das gibt dir „lebendige Welt“ statt Einzelgänger-Feeling.
  • Kurze Sessions, echtes Progression-Gefühl: Elder Rifts in 3–5 Minuten, Bounties in 10 Minuten, Dungeons in 15–20. Selbst in einer kurzen Pause kannst du spürbar vorankommen – neue Items, XP, Ressourcen, Battle-Pass-Fortschritt.

Aber: Dieses Paket hat einen Preis – nicht zwingend in Euro, aber im Design. Denn Diablo Immortal ist offen ein Free-to-Play-Spiel mit starkem Monetarisierungsfokus. Und genau das spalten Community und Kritiker.

Auf einen Blick: Die Fakten zu Diablo Immortal

Diablo Immortal bringt das Diablo-Universum auf Mobile und PC und verbindet ARPG mit MMO-Elementen. Hier sind die wichtigsten Punkte, die du vor dem Download kennen solltest:

Merkmal Dein Nutzen
Plattformen: iOS, Android, PC (Battle.net) Du spielst, wo du willst – auf dem Handy unterwegs oder entspannt am Desktop, ohne deinen Fortschritt zu verlieren.
Free-to-Play mit optionalen In-Game-Käufen Du kannst die Story und viel Endgame kostenlos erleben und später entscheiden, ob du Geld investieren möchtest.
Mehrere spielbare Klassen (u.a. Barbar, Zauberer, Totenbeschwörer) Verschiedene Playstyles, von Nahkampf-Brutalo bis Glaskanone – ideal, wenn du gerne experimentierst.
Online-Pflicht und MMO-Struktur Du triffst ständig andere Spieler, kannst Clans beitreten, gemeinsam Dungeons laufen und am Fraktionen-System teilnehmen.
Regelmäßige Updates, Events und Seasons Langfristige Motivation durch neue Inhalte, zeitbegrenzte Events und saisonale Belohnungen.
Cross-Progression zwischen Mobile und PC Nahtloser Wechsel zwischen Geräten – perfekt für Pendler und alle, die nicht nur am Schreibtisch zocken wollen.
Koop-Dungeons, Raids und PvP-Modi Abwechslung zwischen entspanntem Looten und kompetitiven Fights, je nach deiner Laune.

Das sagen Nutzer und Experten: Diablo Immortal im Social-Stresstest

Diablo Immortal ist vermutlich eines der meistdiskutierten Mobile-Games der letzten Jahre – und das spiegelt sich in Reddit-Threads, YouTube-Reviews und App-Store-Bewertungen deutlich wider.

Was Spieler lieben:

  • Gameplay überraschend „echtes Diablo“: Viele Reddit-User und YouTuber betonen, wie nah sich das Kampfgefühl an Diablo III anfühlt – schnelle Kämpfe, wuchtige Skills, vertraute Sounds, ikonische Gegner.
  • Präsentation und Atmosphäre: Für ein Mobile-Game wird Grafik und Sounddesign häufig gelobt. Dunkle Kathedralen, verfluchte Wälder, ikonische Musik – du hast sofort dieses „Ich bin wieder in Sanktuario“-Gefühl.
  • Story und Lore: Besonders Fans des Universums schätzen, dass Diablo Immortal die Lücke zwischen Diablo II und III schließt und bekannte Figuren wie Deckard Cain aufgreift.
  • Flexibles Spielen: Viele loben, dass sich in kurzen Sessions etwas erreichen lässt – ideal für Eltern, Berufstätige oder Studenten.

Was Kritik auslöst:

  • Monetarisierung und Pay-to-Win-Vorwürfe: Sowohl in Reviews als auch in Hardcore-Communitys wird die Endgame-Monetarisierung (v.a. über Legendary Crests, Gems & Co.) scharf kritisiert. Wer im kompetitiven Bereich (insbesondere PvP und Top-Ranks) mitmischen will, spürt den Druck stärker.
  • Grind im späteren Verlauf: Viele Spieler empfinden den Progress im späten Endgame ohne Echtgeld als sehr grindlastig. Für manche meditativ, für andere frustrierend.
  • Online-Pflicht: Kein Offline-Modus bedeutet: Ohne stabile Verbindung geht nichts – das ist unterwegs oder in der Bahn nicht immer ideal.

Unterm Strich ist die Social-Media-Stimmung: Gameplay top, Monetarisierung kontrovers. Wenn du das Game wie ein klassisches, kompetitives „No-Compromise“-Diablo betrachtest, stören dich die Pay-Mechaniken. Wenn du es eher als „hochwertiges, kostenloses ARPG zum Nebenbei-Zocken“ siehst, überwiegt bei vielen der Spaß.

Alternativen vs. Diablo Immortal: Wo sticht es die Konkurrenz aus?

Der Mobile- und PC-ARPG-Markt ist inzwischen voll: Path of Exile, Diablo III und IV, diverse Auto-Battler, Gacha-RPGs. Warum solltest du ausgerechnet Diablo Immortal eine Chance geben?

  • Gegenüber klassischen PC-Diablos: Diablo III und IV sind Vollpreis- bzw. Premiumtitel, die Zeit und Fokus verlangen. Immortal ist sofort kostenlos verfügbar und deutlich snackbarer. Kein Installationsmonster, kein Kauf – nur Download und los.
  • Gegenüber anderen Mobile-ARPGs: Viele Genrekollegen wirken technisch schwächer, haben schlechtere Steuerung oder kaum Endgame. Diablo Immortal punktet mit starker Marke, solider Technik und umfangreichem Content.
  • Gegenüber Gacha- und Idle-Games: Wenn du statt Auto-Play und Zahlen-Aufploppen aktives Gameplay willst, ist Immortal näher an „echtem Zocken“ als viele F2P-Kollegen.
  • Gegenüber Path of Exile & Co.: Diese sind komplex, build-tief und überwältigend. Diablo Immortal geht den anderen Weg: leicht zugänglich, schnell belohnend, dafür weniger Build-Tiefe – ideal, wenn du abends nicht noch Mathe studieren möchtest.

Preis-Leistungs-technisch ist die Wahrheit simpel: Für 0 Euro Einstieg bekommst du mehr Diablo-Feeling, als man einem Mobile-Titel zugetraut hätte. Der Haken kommt erst, wenn du in den kompetitiven Highend-Bereich willst – dort wirst du entweder sehr viel Zeit oder eben Geld investieren müssen.

Fazit: Lohnt sich der Kauf?

Genauer: Lohnt sich dein Download? Wenn du ein Hardcore-Diablo-Veteran bist, der eine 1:1?Portierung der PC-Erfahrung mit fairer, puristischer Monetarisierung erwartet, wirst du an Diablo Immortal immer etwas auszusetzen haben. Die Free-to-Play-Mechaniken sind nicht subtil, und das Endgame kann ohne Echtgeld zur Geduldsprobe werden.

Aber: Wenn du ein hochwertiges, kostenloses Hack-&-Slay für zwischendurch suchst, das sich überraschend nah an ein „echtes“ Diablo anfühlt, dann ist Diablo Immortal im D-A-CH-Raum aktuell eines der spannendsten Angebote. Du bekommst Story, Atmosphäre, Lootspirale, Koop, Clans und regelmäßige Updates – ohne finanzielles Risiko beim Einstieg.

Die clevere Haltung ist daher: Lad es dir runter, spiel es wie ein Premium-Game, aber behandle den Shop wie ein optionales Add-on. Wenn du nach einigen Wochen immer noch Spaß hast, kannst du bewusst entscheiden, ob du Entwickler und Live-Service unterstützen willst – oder ob du es als großzügig ausgestattetes Freebie genießt.

Am Ende bleibt die wichtigste Frage: Willst du wirklich weiter Social-Feeds durchscrollen, wenn du auch in 10 Minuten einen Dungeon clearn, einen Boss legen und ein kleines Stück Sanktuario in der Hosentasche haben könntest?

@ ad-hoc-news.de