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DHL: Tobias Meyer sieht Kerosin-Versorgung beherrschbar

22.04.2026 - 04:46:04 | boerse-global.de

Der Logistikkonzern DHL sieht die Treibstoffversorgung für seine Flugzeuge als beherrschbar an, meldet aber potenzielle Engpässe in Asien. Die Lage in Europa wird als stabil bewertet.

DHL: Tobias Meyer sieht Kerosin-Versorgung beherrschbar - Foto: über boerse-global.de
DHL: Tobias Meyer sieht Kerosin-Versorgung beherrschbar - Foto: über boerse-global.de

Zwischen Krisenherden und globalen Lieferketten fliegt die DHL Group derzeit auf Sicht. Während geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Energiepreise unter Druck setzen, gibt die Konzernspitze vorerst Entwarnung für den eigenen Flugbetrieb.

Versorgungslage in Europa stabil

Vorstandschef Tobias Meyer stuft die Versorgung der weltweiten Flotte aktuell als beherrschbar ein. Der Logistikriese meldet trotz der Unruhen an der Straße von Hormus keine unmittelbaren Beeinträchtigungen im Betrieb. Große Ölkonzerne haben die nötigen Treibstoffmengen für die nächsten Monate bereits zugesichert.

Besonders für das europäische Geschäft sieht sich DHL bis in das frühe Sommerquartal abgesichert. An einzelnen Standorten fielen die Vorräte zuletzt zwar geringer aus als im üblichen Tagesgeschäft, die operative Planungssicherheit bleibe jedoch gewahrt.

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Engpässe in Asien befürchtet

In den asiatischen Märkten gestaltet sich die Lage deutlich komplexer. Das Management verweist auf eine geringere Sichtbarkeit und rechnet mit potenziellen Engpässen. Da westliche Airlines den russischen Luftraum weiterhin meiden und arabische Anbieter ihre Kapazitäten teils reduzieren, steigen die Anforderungen an die Logistikketten.

Steigende Energiekosten will das Unternehmen bei Bedarf über Zuschläge an die Kunden weitergeben. Ob diese Mechanismen die Margen im volatilen Umfeld vollständig schützen können, ist offen. Parallel dazu bereitet die Europäische Kommission bereits Notfallpläne für den Zugriff auf strategische Kerosinreserven vor.

Systemische Risiken im Blick

Der Flughafenverband ACI Europe warnt indes vor einer systemischen Kerosinknappheit innerhalb weniger Wochen, sollten die Störungen an den Handelsrouten anhalten. Für DHL mit einer Flotte von fast 300 Flugzeugen steht dabei die Stabilität der globalen Energieversorgung im Zentrum. Die Sicherstellung sensibler Warenströme, insbesondere im Pharmasektor, hat für den Konzern in der aktuellen Phase höchste Priorität.

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