DGUV-Regelwerk: Neue Vorschriften für mehr Arbeitssicherheit
14.02.2026 - 18:00:12 | boerse-global.deDie Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat ihr Regelwerk aktualisiert. Zwei neue Publikationen sollen Unternehmen bei der Umsetzung des Arbeitsschutzes unterstützen. Die Veröffentlichungen unterstreichen, wie wichtig es für Betriebe ist, die Hierarchie der DGUV-Texte zu kennen.
Im Februar 2026 veröffentlichte die DGUV die DGUV Regel 109-609 für Kaltwalzwerke und die DGUV Information 213-739 zur Verwendung von Tetrachlorethen. Diese neuen Leitfäden folgen kurz nach der umfassenden Neufassung der DGUV Vorschrift 2, die seit Januar 2026 gilt. Die schnellen Aktualisierungen zeigen: Das deutsche Arbeitsschutzrecht ist dynamisch. Unternehmen müssen am Ball bleiben, um rechtssicher zu agieren und ihre Mitarbeiter effektiv zu schützen.
Die Hierarchie der DGUV-Publikationen
Das Regelwerk der Unfallversicherungsträger gliedert sich in drei Ebenen mit unterschiedlicher Verbindlichkeit. Die korrekte Einordnung ist für jedes Unternehmen entscheidend.
An der Spitze stehen die DGUV Vorschriften. Sie sind als autonomes Satzungsrecht für alle Mitgliedsunternehmen rechtlich bindend. Ein prominentes Beispiel ist die überarbeitete DGUV Vorschrift 2 zur betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung. Wer gegen eine Vorschrift verstößt, riskiert Bußgelder und haftungsrechtliche Konsequenzen.
Die DGUV Regeln konkretisieren die allgemeineren Schutzziele aus Gesetzen und Vorschriften. Sie sind nicht direkt Gesetz, bilden aber den anerkannten Stand von Technik und Wissenschaft ab. Wer die Maßnahmen einer Regel umsetzt, kann von der sogenannten Vermutungswirkung profitieren. Das bedeutet: Das Unternehmen geht rechtssicher davon aus, die gesetzlichen Pflichten erfüllt zu haben. Die neue Regel für Kaltwalzwerke ist ein aktuelles Beispiel für diese praxisnahen Lösungswege.
Den flexibelsten Rahmen bieten die DGUV Informationen. Sie sind rechtlich nicht bindend und haben den Charakter von Empfehlungen. Diese Schriften liefern bewährte Verfahren und Hilfestellungen für die Praxis. Die neue Information zur Bitumen-Extraktion aus Asphalt ist ein solcher freiwilliger Leitfaden für einen spezifischen Arbeitsprozess.
Was die Neufassung der Vorschrift 2 bedeutet
Die seit Jahresbeginn gültige Überarbeitung der DGUV Vorschrift 2 bringt tiefgreifende Änderungen für die betriebliche Praxis. Fast alle Unternehmen müssen ihre Betreuungsmodelle überprüfen.
Zu den wichtigsten Neuerungen zählt die Anhebung der Betreuungsgrenzen für Kleinbetriebe. Mehr Unternehmen können nun von vereinfachten Modellen profitieren. Zudem ist die digitale Beratung durch Betriebsärzte und Sicherheitsfachkräfte nun formal zugelassen – ein wichtiger Schritt in Richtung Modernisierung. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wurde außerdem der Kreis der qualifizierbaren Berufe für die Fachkraft für Arbeitssicherheit erweitert.
Strategische Bedeutung für Unternehmen
Die korrekte Einordnung der DGUV-Texte ist von strategischer Wichtigkeit. Während die Einhaltung von Vorschriften eine unumgängliche Pflicht ist, bieten Regeln einen verlässlichen Weg zur Rechtssicherheit. Sie schützen im Falle eines Unfalls vor dem Vorwurf der Fahrlässigkeit.
Die Nutzung der freiwilligen Informationen ist oft ein Zeichen einer proaktiven Sicherheitskultur. Sie helfen, komplexe Sachverhalte zu verstehen und Prävention effizienter zu gestalten. Das kann Ausfallzeiten reduzieren und die Attraktivität als Arbeitgeber steigern.
Unternehmen, die die neuen DGUV-Regeln jetzt umsetzen müssen, sollten ihre Gefährdungsbeurteilungen aktualisieren. Ein kostenloses Download-Paket bietet praxiserprobte Vorlagen, Checklisten und einen Leitfaden, mit denen Sie rechtskonforme Gefährdungsbeurteilungen erstellen, die Aufsichtsbehörden bestehen. So sparen Sie Zeit bei der Umsetzung und reduzieren Bußgeld- sowie Haftungsrisiken. Jetzt GBU-Vorlagen gratis herunterladen
Ein dynamisches Feld im stetigen Wandel
Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Digitalisierung, neue Technologien und ein stärkerer Fokus auf psychische Belastungen prägen die Entwicklung. Das DGUV-Regelwerk wird sich diesen Herausforderungen weiter anpassen.
Die Unfallversicherungsträger haben für 2026 bereits Schwerpunkte wie die Sicherheit an Elektrofahrzeugen oder die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz benannt. Das deutet auf künftige neue Publikationen und Regelungen hin. Für Unternehmen bleibt die Arbeitssicherheit ein kontinuierlicher Prozess. Die regelmäßige Prüfung auf neue oder geänderte DGUV-Schriften ist ein wesentlicher Baustein eines rechtskonformen Arbeitsschutzmanagements.
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