DGUV aktualisiert Sicherheitsregeln für Rettungseinsätze an E-Autos
08.02.2026 - 04:40:11Angesichts von 2,5 Millionen Elektro- und Hybridfahrzeugen auf deutschen Straßen hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) ihre Richtlinien für Rettungskräfte dringend modernisiert. Die neue DGUV Information 205-022 soll Feuerwehren und Sanitäter vor den spezifischen Gefahren von Hochvoltbatterien schützen.
Neue Gefahren durch Lithium-Ionen-Batterien
Die überarbeitete Richtlinie ersetzt eine Version aus dem Jahr 2012 und reagiert auf die veränderte Risikolandschaft. Lithium-Ionen-Batterien in beschädigten oder brennenden Fahrzeugen stellen Rettungskräfte vor bisher unbekannte Herausforderungen. Thermische Durchzündungen oder giftige Brandgase erfordern völlig neue Lösch- und Bergungstaktiken.
Die Publikation beschreibt detailliert den Aufbau von Hochvoltsystemen in verschiedenen Fahrzeugklassen. Sie gibt klare Handlungsanweisungen für den Ernstfall – von der Gefahrenerkennung bis zu notwendigen Sicherheitsabständen. Auch die dazugehörige Ladeinfrastruktur wird behandelt.
Unternehmen mit Elektro- oder Hybridfahrzeugen müssen ihre Gefährdungsbeurteilungen jetzt dringend anpassen — viele unterschätzen die Risiken beschädigter Hochvoltbatterien. Ein kostenloses Download‑Paket bietet rechtssichere Gefährdungsbeurteilungs‑Vorlagen, Checklisten und eine praktische Risikomatrix, mit der Sicherheitsfachkräfte und Brandschutzverantwortliche Handlungsbedarf schnell dokumentieren. Sofort einsetzbare Word‑ und Excel‑Templates sparen Stunden bei der Umsetzung und helfen, Aufsichtsbehörden zu überzeugen. Jetzt GBU‑Vorlagen & Checklisten herunterladen
Praxistauglichkeit steht im Vordergrund
Für den Einsatzalltag entwickelt die DGUV eine ergänzende Taschenkarte mit den wichtigsten Punkten. Diese soll Feuerwehren und Rettungsdiensten helfen, schnell und sicher zu agieren. Die digitale Version der Richtlinie ist bereits verfügbar, eine gedruckte Ausgabe folgt voraussichtlich ab März 2026.
Die Inhalte entstanden in einer bundesweiten Arbeitsgruppe mit Feuerwehrschulen und Forschungsinstituten. Ziel war ein einheitlicher, praxisnaher Standard für ganz Deutschland.
Unternehmen müssen nachziehen
Die neuen Vorschriften betreffen nicht nur professionelle Rettungskräfte. Auch betriebliche Ersthelfer und Brandschutzbeauftragte in Unternehmen benötigen jetzt spezifisches Wissen. Firmen mit Elektro-Fuhrparks oder eigenen Ladesäulen müssen ihre Gefährdungsbeurteilungen anpassen.
Brandschutzhelfer, die für fünf Prozent der Belegschaft vorgeschrieben sind, sollten entsprechend geschult werden. Die regelmäßige Auffrischung für Ersthelfer bietet eine gute Gelegenheit, auf die neuen Risiken einzugehen. Wie sollen betriebliche Helfer reagieren, bis die Profis eintreffen?
Teil einer umfassenden Modernisierung
Die Aktualisierung ist Teil einer breiteren Reform des Arbeitsschutzes. Bereits zum Jahreswechsel trat eine Neufassung der DGUV Vorschrift 2 in Kraft, die die betriebsärztliche Betreuung neu regelt und digitalisiert.
Die Entwicklungen zeigen: Der Gesundheitsschutz muss mit der Technologie Schritt halten. Die Elektromobilität verändert nicht nur unseren Verkehr, sondern auch die Anforderungen an die Sicherheit aller Beteiligten.
PS: Schulen Sie Brandschutzhelfer, betriebliche Ersthelfer oder Sicherheitsbeauftragte? Das Gratis‑Paket enthält zusätzlich fertige Unterweisungsvorlagen, eine 15‑Punkte‑Checkliste zur Dokumentation und Praxisbeispiele zum richtigen Verhalten bei Batteriebränden. So bereiten Sie betriebliche Helfer effizient vor und reduzieren Haftungsrisiken im Ernstfall. Praxiserprobte Muster unterstützen schnelle Schulungen und rechtssichere Nachweise gegenüber Behörden. Kostenlose GBU‑Vorlagen & Musterunterweisungen sichern


