DGAUM-Kongress stellt Krankenstand-Debatte auf den Prüfstand
17.03.2026 - 00:00:23 | boerse-global.deDie Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) will die hitzige Debatte um Krankenstände und Arbeitszeiten versachlichen. Ihr Wissenschaftskongress startet diese Woche in München mit einem Fokus auf Fakten statt Gefühlen.
Unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas treffen sich vom 18. bis 21. März tausende Experten am LMU Klinikum. Im Zentrum steht die Frage: Arbeiten wir wirklich zu wenig und sind zu oft krank?
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Symposium sucht Antworten auf brennende Fragen
Ein Höhepunkt ist das Symposium „Gesund arbeiten – wie und wie lange?“ am Freitag. Es reagiert direkt auf die aktuelle politische Debatte. Vertreter der DGAUM kritisieren, dass diese oft wenig differenziert und selten faktenbasiert geführt werde.
Experten wie Dr. Andreas Tautz von der DHL Group und Prof. Dr. Anne Marit Wöhrmann von der BAuA werden konkrete Lösungsansätze präsentieren. Ihr Ziel: Arbeitszeiten gesundheitsfördernd gestalten, um die Beschäftigungsfähigkeit bis zur Rente zu erhalten. Beobachter werten dies als wichtiges Signal, die emotionale Standortdebatte auf ein wissenschaftliches Fundament zu stellen.
Digitalisierung, Gewalt, Mutterschutz: Drei große Themen
Neben der Arbeitszeitdebatte setzt der Kongress drei weitere Schwerpunkte. Ein Fokus liegt auf der Digitalisierung der Arbeitsmedizin. In Kooperation mit der Berufsgenossenschaft BGW wird erörtert, welche Chancen digitale Tools für kleine und mittlere Unternehmen bieten.
Ein weiteres drängendes Thema ist die zunehmende Gewalt am Arbeitsplatz. Mediziner warnen eindringlich davor, dass Übergriffe auf Beschäftigte nicht zur Normalität werden dürfen. Neue Präventionsstrategien sollen Unternehmen helfen.
Den dritten Pfeiler bildet der Mutterschutz. Es geht um die Anpassung bestehender Richtlinien an moderne Arbeitsrealitäten, um Schwangere optimal zu schützen, ohne sie beruflich zu benachteiligen.
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Kampf gegen den Fachkräftemangel
Angesichts des demografischen Wandels will der Kongress auch Nachwuchs gewinnen. Das „Nachwuchssymposium Arbeitsmedizin“ am 19. März richtet sich speziell an Studierende und ist kostenfrei.
Zudem wird der Preis des Wettbewerbs „NextLevel Arbeitsmedizin“ verliehen. Er richtet sich gezielt an Ärzte in der Weiterbildung. Am Samstag finden zertifizierte Online-Seminare statt, die unter anderem auf die Facharztprüfung vorbereiten.
Wirtschaftlicher Faktor Arbeitsmedizin
Die Themen des Kongresses zeigen: Arbeitsmedizin ist längst kein Nischenthema mehr. Sie spielt eine zentrale Rolle für die Stabilität des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Die Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit in einer alternden Gesellschaft wird zu einem Schlüsselfaktor.
Analysten betonen, dass digitale Präventionsmaßnahmen nicht nur Krankheitsausfälle reduzieren. Sie steigern auch die Attraktivität von Arbeitgebern in Zeiten des Fachkräftemangels. Dass viele Symposien kostenfrei per Livestream übertragen werden, unterstreicht den Anspruch, Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
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