Deutschlandticket, CO2-Preis

Deutschlandticket und CO2-Preis: Mobilität wird deutlich teurer

17.01.2026 - 22:04:12

Das Deutschlandticket steigt auf 63 Euro, regionale Tarife und Spritpreise folgen. Die parallele Preisexplosion stellt die Verkehrswende vor eine harte Bewährungsprobe.

Die Kosten für Bus, Bahn und Auto sind zu Jahresbeginn 2026 spürbar gestiegen. Pendler und Haushalte müssen für die tägliche Fortbewegung deutlich tiefer in die Tasche greifen. Diese parallele Preisexplosion stellt die Verkehrswende vor eine harte Bewährungsprobe.

Deutschlandticket springt auf 63 Euro

Das Deutschlandticket kostet seit dem 1. Januar 63 Euro monatlich. Das ist eine Erhöhung um fünf Euro gegenüber dem Vorjahr. Bereits 2025 war der Preis von 49 auf 58 Euro angehoben worden.

Hintergrund ist eine wachsende Finanzierungslücke. Die staatlichen Zuschüsse von drei Milliarden Euro pro Jahr reichen laut Verkehrsunternehmen nicht mehr aus, um die gestiegenen Kosten für Personal, Energie und Instandhaltung zu decken. Auch vergünstigte Varianten wie das Jobticket wurden teurer. Trotzdem nutzen weiterhin rund 14 Millionen Menschen das Angebot.

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Für die Zukunft ist ein automatischer Preisanpassungsmechanismus geplant. Dieser soll sich an einem Index für Lohn- und Energiekosten orientieren, um jährliche politische Verhandlungen überflüssig zu machen.

Regionale Tarife ziehen kräftig nach

Die Preiserhöhungswelle erfasst auch die regionalen Verkehrsverbünde. Sie haben ihre Tarife zum Jahreswechsel deutlich angepasst:
* Im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) stiegen die Preise im Schnitt um sechs Prozent. Eine Einzelfahrt in Berlin kostet jetzt vier Euro.
* In München wurden die Tickets um knapp vier Prozent teurer.
* Der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) erhöhte seine Preise um durchschnittlich fast drei Prozent.

Die Verbünde begründen die Schritte einheitlich mit explodierenden Betriebskosten. Der finanzielle Druck auf die kommunalen Betriebe wächst stetig.

Autofahren: CO2-Preis treibt Spritkosten

Gleichzeitig wird auch das Autofahren teurer. Ein zentraler Kostentreiber ist die CO2-Bepreisung für Benzin und Diesel. Für 2026 gilt ein Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2. Der genaue Preis bildet sich erstmals über eine Versteigerung von Emissionszertifikaten.

Für Autofahrer bedeutet das: Der Liter Sprit kann um bis zu drei Cent teurer werden. Die Abgabe ist Teil des Klimaschutzgesetzes und soll den Umstieg auf klimafreundliche Alternativen fördern. Doch für viele Pendler auf dem Land, die auf das Auto angewiesen sind, summieren sich die Belastungen. Hinzu kommen steigende Kosten für Versicherungen, Reparaturen und Parken.

Verkehrswende am finanziellen Scheideweg

Die doppelte Kostenexplosion stellt die Verkehrspolitik vor ein Dilemma. Einerseits soll das Deutschlandticket den Umstieg vom Auto attraktiv machen. Andererseits könnten hohe Ticketpreise genau diesen Effekt zunichtemachen. Experten warnen vor einer sinkenden Akzeptanz.

Gleichzeitig trifft die CO2-Bepreisung besonders jene, die keine bezahlbare Alternative haben. Die Debatte um die soziale Gerechtigkeit der Verkehrswende gewinnt damit weiter an Schärfe. Verbraucherschützer fordern nun bundesweit einheitliche Sozialtickets, um einkommensschwache Haushalte zu entlasten.

Die Weichen für die kommenden Jahre sind gestellt. Ob die geplante indexbasierte Preisanpassung des Deutschlandtickets und die Integration in den europäischen Emissionshandel ab 2027 die Lösung bringen, bleibt offen. Die Politik muss einen Spagat schaffen: Die Finanzierung der Verkehrsbetriebe sichern, ohne die Bürger zu überfordern.

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