Produktion/Absatz, Zusammenfassung

Deutschlands größter Verein ist weiter gewachsen.

04.05.2024 - 11:35:03

Mehr Mitglieder, mehr Pannen, weniger Geld übrig

Wie ADAC-Präsident Christian Reinicke vor der Hauptversammlung am Samstag in Bremen sagte, stieg die Mitgliederzahl im vergangenen Jahr um 380 000 auf nun 21,8 Millionen. "Die meisten Mitglieder sind bei uns wegen der Pannenhilfe", sagte Reinicke. Aber drei Viertel der Neumitglieder hätten die teurere Premium-Mitgliedschaft mit Zusatzleistungen abgeschlossen.

Das Jahresergebnis liegt trotzdem "ein gutes Stück unter Vorjahr, weil wir mehr Pannen hatten", sagte Vorstandsmitglied Oliver Weissenberger. Die Autofahrer hielten ihre Fahrzeuge länger, die Flotte werde älter. Die Zahl der Straßenwacht-Einsätze stieg von 3,4 Millionen auf über 3,5 Millionen. Die Finanzzahlen will der Verein auf der Hauptversammlung bekanntgeben.

Im Fokus der Hauptversammlung, zu der rund 230 Delegierten der 18 Regionalclubs zusammenkommen, stehen dieses Jahr "Chancen und Risiken der Elektromobilität". Die Vereinsführung erwartete eine lebhafte Debatte, auch weil "viele Mitglieder die E-Mobilität skeptisch sehen", wie Reinicke sagte.

Das Präsidium halte "E-Mobilität derzeit für die einzige Möglichkeit, den Pkw klimaneutral zu betreiben und die Klimaziele zu erreichen", und versuche positive Akzente zu setzen. Der ADAC berate und habe schon über 150 E-Modelle getestet. Das Verbrenner-Aus beim Neuwagenverkauf ab 2035 in der EU sei für den Verein gesetzt. "Aber es muss technologieoffen bleiben", sagte Reinicke. Wasserstoff, Brennstoffzelle oder E-Fuels dürften nicht ausgeschlossen werden. Es gebe eine Bestandsflotte von über 40 Millionen Benzin- und Dieselautos in Deutschland.

Bei der ADAC-Pannenhilfe "können wir auf absehbare Zeit keine E-Autos einflotten", sagte Weissenberger. Die Fahrzeuge seien mit 600 Kilogramm Zuladung an Werkzeug und Ausrüstung zu schwer dafür, "da geht uns die Reichweite in die Knie". Außerdem müssten die Pannenhelfer zur Not auch ein anderes Fahrzeug abschleppen können. Um trotzdem klimafreundlicher unterwegs zu sein, sollen die Pannenhilfeautos zunehmend mit Biodiesel HVO100 betankt werden.

Eine neue Lösung hat der Verein bei seinem Ladeangebot ADAC e-Charge. Nach dem Ende der Kooperation mit EnBW DE0005220008 soll dort ab dem 1. August Aral pulse neuer Partner werden. Man habe sich auf Grundzüge der Zusammenarbeit geeinigt, gab Reinicke am Samstag bekannt. Details sollen rechtzeitig vor dem Start folgen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Boeing-Mitarbeiter melden viel mehr Sicherheitsmängel Die Beschäftigten des Flugzeugbauer Boeing US0970231058 haben nach dem Beinahe-Unglück eines Jets im Januar viel mehr Sicherheitsbedenken gemeldet als ein Jahr zuvor. (Boerse, 24.05.2024 - 16:52) weiterlesen...

WDH/ROUNDUP/Thyssenkrupp-Protest: López sagt 'gelebte Sozialpartnerschaft' zu (Wort in Überschrift ergänzt)ESSEN - Trillerpfeifen, Plakate und viele Fahnen: Mehrere Tausend Beschäftigte des Industriekonzerns Thyssenkrupp DE0007500001 haben am Donnerstag in Essen für mehr Mitsprache und Transparenz bei wichtigen Unternehmensentscheidungen demonstriert. (Boerse, 23.05.2024 - 16:42) weiterlesen...

Protest bei Thyssenkrupp - López sagt 'gelebte Sozialpartnerschaft' Trillerpfeifen, Plakate und viele Fahnen: Mehrere Tausend Beschäftigte des Industriekonzerns Thyssenkrupp DE0007500001 haben am Donnerstag in Essen für mehr Mitsprache und Transparenz bei wichtigen Unternehmensentscheidungen demonstriert. (Boerse, 23.05.2024 - 16:12) weiterlesen...

Nvidias Rekordlauf geht dank KI-Boom weiter Das Geschäft des Chipkonzerns Nvidia US67066G1040 wächst durch den KI-Boom weiterhin explosiv. (Boerse, 23.05.2024 - 06:12) weiterlesen...

Bayerisches Start-up soll Frachtgefährt fürs All entwickeln Die europäische Raumfahrtagentur Esa hat ein deutsches und ein italienisches Unternehmen mit der Entwicklung eines neuartigen Frachters für den Weltraum beauftragt. (Boerse, 22.05.2024 - 18:25) weiterlesen...

Thyssenkrupp-Beschäftigte protestieren gegen Konzernvorstand Vor der Zentrale des Industriekonzerns Thyssenkrupp DE0007500001 in Essen will die IG Metall am Donnerstag gegen die Vorgehensweise des Thyssenkrupp-Vorstands beim geplanten Konzernumbau demonstrieren. (Boerse, 22.05.2024 - 17:32) weiterlesen...