Deutschland empfiehlt sechs Monate volles Stillen
20.02.2026 - 15:30:12 | boerse-global.deFachgesellschaften und Behörden bekräftigen diese Woche die Empfehlung für sechs Monate ausschließliches Stillen. Die Nationale Stillkommission und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung haben ihre Kommunikation klar an die Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation angeglichen. Muttermilch gilt demnach als optimale Ernährung im ersten Lebenshalbjahr.
Große Lücke zwischen Empfehlung und Realität
Doch die Praxis sieht anders aus: Während über 80 Prozent der Mütter nach der Geburt mit dem Stillen beginnen, sinkt die Quote schnell. Nach vier Monaten erhält nur noch gut die Hälfte der Säuglinge ausschließlich Muttermilch. Bis zum sechsten Monat bricht der Wert weiter ein.
Experten des Robert Koch-Instituts sehen den Grund dafür selten in medizinischen Problemen. Stattdessen fehlt es vielen Frauen an Unterstützung im Alltag, in der Öffentlichkeit oder bei der Rückkehr in den Job. Sie stillen früher ab als geplant.
Politik will Deutschland stillfreundlicher machen
Dem will die „Nationale Strategie zur Stillförderung“ des Bundesernährungsministeriums entgegenwirken. Die Initiative setzt auf mehrere Hebel: Mehr Kliniken sollen als „Babyfreundlich“ zertifiziert werden. Kommunen werden ermutigt, das Stillen im öffentlichen Raum zur Selbstverständlichkeit zu machen.
Ein kritischer Punkt bleibt der Arbeitsplatz. Verbände fordern von Unternehmen nicht nur die Einhaltung gesetzlicher Stillpausen, sondern eine proaktive Kultur mit Rückzugsräumen und mehr Akzeptanz.
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Langfristiger Schutz für Mutter und Kind
Warum ist die sechsmonatige Empfehlung so wichtig? Studien belegen langfristige Schutzeffekte. Gestillte Kinder haben ein geringeres Risiko, später Übergewicht oder Diabetes Typ 2 zu entwickeln. Auch die kognitive Entwicklung und die Mutter-Kind-Bindung profitieren.
Für die Mütter selbst kann eine längere Stillzeit das Risiko für Brustkrebs, Eierstockkrebs und ebenfalls für Diabetes Typ 2 senken. Aus Sicht von Gesundheitsexperten ist die Stillförderung damit eine Investition, die das gesamte System entlasten kann.
Die Botschaft an das Umfeld lautet: Stillen ist keine reine Privatsache. Ob die neuen Maßnahmen die Quoten tatsächlich steigern, werden die nächsten Erhebungen zeigen. Eltern wird geraten, sich bei Stillproblemen frühzeitig an Hebammen oder Stillberaterinnen zu wenden.
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