Telekom, Glasfaser

Deutsche Telekom setzt mit 5G, Glasfaser und Starlink auf Vollversorgung

03.03.2026 - 04:00:40 | boerse-global.de

Die Deutsche Telekom treibt den Netzausbau mit ambitionierten Zielen und einer Satelliten-Partnerschaft voran, während mangelnde Nutzung und lange Wartezeiten die Gigabit-Strategie bremsen.

Deutsche Telekom setzt mit 5G, Glasfaser und Starlink auf Vollversorgung - Foto: über boerse-global.de
Deutsche Telekom setzt mit 5G, Glasfaser und Starlink auf Vollversorgung - Foto: über boerse-global.de

Deutsche Telekom treibt den Netzausbau mit ehrgeizigen Zielen und einer Satelliten-Allianz voran. Doch neue Daten zeigen: Selbst wo Glasfaser liegt, nutzen es viele Haushalte nicht.

Die Strategie, vorgestellt am 2. März 2026, markiert einen entscheidenden Schub für Deutschlands Digitalisierung. Sie kombiniert den massiven Ausbau terrestrischer Netze mit einer innovativen Lösung für letzte weiße Flecken. Damit reagiert der Konzern auf den Druck, das Ziel einer flächendeckenden Gigabit-Versorgung bis 2030 doch noch zu erreichen. Deutschland hinkt im EU-Vergleich beim Glasfaserausbau weiterhin hinterher.

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Ambitionierte Ziele: 95% 5G und Millionen neuer Glasfaseranschlüsse

Der Telekom-Riese hat sich für 2026 klare Vorgaben gesetzt. Die 5G-Abdeckung im europäischen Fußabdruck soll von 92 auf 95 Prozent steigen. Parallel wird der Glasfaserausbau forciert. Im vergangenen Jahr kamen in Deutschland 2,5 Millionen Haushalte neu hinzu. Das Unternehmen bekräftigte, sein Ziel von 17,5 Millionen erreichten Haushalten bis 2027 zu verfolgen.

Dieser private Ausbau ist der Haupttreiber für die Gigabit-Strategie der Bundesregierung. Deren erstes Etappenziel, 50 Prozent der Haushalte und Unternehmen bis Ende 2025 anzuschließen, rückt damit in greifbare Nähe. Die Vision bleibt die Vollversorgung bis 2030.

Satelliten-Allianz: Starlink soll Funklöcher stopfen

Eine kleine Sensation ist die angekündigte Partnerschaft mit Starlink. Ab 2028 soll die Satellitentechnologie Mobilfunk in Gebieten ermöglichen, wo der herkömmliche Ausbau kaum machbar ist – etwa aufgrund von Topografie oder Naturschutzauflagen.

Das „Everywhere Network“ wird terrestrische und satellitengestützte Kommunikation verschmelzen. Verliert ein Smartphone das Mobilfunknetz, schaltet es automatisch auf Starlink um. Diese Lösung könnte endgültig Schluss machen mit Funklöchern in entlegenen Regionen und ist ein zentraler Baustein für wahrhaft flächendeckende Versorgung.

Die Crux: Glasfaser liegt, aber keiner nutzt es

Während der Ausbau Fahrt aufnimmt, offenbart ein neuer Report ein fundamentales Problem: die mangelnde Nutzung. Der „Glasfaser-Monitor“ von Verivox zeigt, dass 22 Prozent der Haushalte mit verfügbarem Anschluss weiterhin auf altes DSL oder Kabel setzen. Zwar ist das eine Verbesserung gegenüber 32 Prozent im Oktober 2024, doch die Lücke zwischen Verfügbarkeit und Aktivierung bleibt riesig.

Experten fordern klare Standards für den Wechsel von Kupfer zu Glasfaser und einen offenen Zugang für mehr Anbieter. Mehr Wettbewerb, so die Hoffnung, könnte die Nachfrage ankurbeln.

Große Städte, lange Wartezeiten

Ein weiteres Hindernis offenbart der Report in den Ballungszentren. Die Wartezeiten für einen Glasfaseranschluss haben sich mehr als verdoppelt. Inzwischen warten 19 Prozent der Stadtkunden über ein Jahr auf die Aktivierung – 2024 waren es nur 8 Prozent.

Das ist ein alarmierendes Signal: Selbst dort, wo die Infrastruktur vorhanden ist, sorgen bürokratische und logistische Hürden bei der „letzten Meile“ zum Kunden für massive Verzögerungen. Der physische Ausbau ist also nur die halbe Miete.

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Ausblick: Die nächste Phase der Digitalisierung

Die Ankündigungen der Telekom zeigen einen zweigleisigen Ansatz: aggressiver terrestrischer Ausbau, gepaart mit innovativer Satellitentechnik für die Vollabdeckung. Die Herausforderung der kommenden Jahre liegt jedoch nicht mehr nur im Verlegen der Kabel.

Die nächste Phase wird davon abhängen, ob es gelingt, die Anschluss-Prozesse zu beschleunigen, Anreize für den Wechsel zu schaffen und das gigantische Investitionsvolumen in tatsächliche Nutzung zu übersetzen. Die Uhr tickt bis 2030.

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