Rohstoff, Aktie

Deutsche Rohstoff Aktie: 20.000 Barrel ab Juli 2026

28.06.2026 - 02:59:35 | boerse-global.de

Deutsche Rohstoff meldet starke Förderergebnisse aus vier neuen Bohrungen im Powder River Basin. Die Produktion soll ab Juli 2026 deutlich steigen.

Deutsche Rohstoff: Bohrungen im US-Geschäft übertreffen Prognosen
Rohstoff - Abstrakte, atmosphärische Szene der Rohstoffindustrie mit stilisierten Industrieanlagen unter dramatischem Himmel, die Robustheit und Wachstum signalisiert. 28.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Deutsche Rohstoff AG legt im US-Geschäft überraschend starke Förderzahlen vor. Die ersten vier neuen Bohrungen im Powder River Basin liefern deutlich mehr Öl als erwartet. Das dürfte die Produktion im zweiten Halbjahr 2026 kräftig anschieben.

Die Aktie reagierte am Freitag mit einem Plus von 2,55 Prozent auf 80,40 Euro. Das ändert jedoch nichts am einmonatigen Abwärtstrend von 17,45 Prozent. Seit Jahresanfang steht das Papier noch 61,45 Prozent im Plus. Die jüngste Talfahrt vom Rekordhoch bei 117,80 Euro hat deutliche Spuren hinterlassen.

Starkes erstes Bohrpaket

Der Erfolg beruht auf einem optimierten technischen Design. Das Dillon/Billings Pad in der Niobrara-Formation fördert nach drei Wochen kombinierte 6.000 Barrel Öl pro Tag. Jede der vier Bohrungen steuert rund 1.500 Barrel bei. Das liegt klar über dem Durchschnitt vergleichbarer Felder in Wyoming.

Zwei weitere Bohrungen am Lost Springs Pad sind Ende Mai an den Start gegangen. Der Flowback, also die Reinigungsphase nach dem Fracking, läuft bereits.

Bis Ende Juni 2026 will das Unternehmen elf eigene und neun partnergeführte Bohrungen in Betrieb nehmen. Erstmals sind drei eigene Drei-Meilen-Bohrungen dabei. Die längeren horizontalen Abschnitte sollen die Effizienz weiter steigern.

Rekordinvestitionen von 230 Millionen

Die Zahl der aktiven Bohranlagen ist von einer auf drei gestiegen. Das ist ein sprunghafter Ausbau. Ab Juli 2026 rechnet der Vorstand mit einer Gesamtförderung von über 20.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Der Ölanteil soll bei 70 Prozent liegen.

Das größte Investitionsprogramm der Unternehmensgeschichte läuft: rund 230 Millionen Euro. Ein Großteil fließt in Bohrungen, den Ausbau der Wasserinfrastruktur und neue Flächenzukäufe.

Gegen fallende Ölpreise hat sich der Konzern abgesichert: über eine Million Barrel zu Preisen zwischen 70 und 75 US-Dollar. Der Ausblick für 2026 steht damit auf solidem Fundament.

Das Management erwartet ein EBITDA von 290 bis 310 Millionen Euro bei einem Umsatz von 260 bis 280 Millionen Euro. Die Kalkulation basiert auf 75 US-Dollar je Barrel Öl und 3,50 Dollar pro MMBtu Gas.

Derweil vergleicht der Markt den kräftigen Kursrückgang mit den robusten Produktionszahlen. Die laufende Expansion fällt mit 65,88 Prozent annualisierter Volatilität in eine Phase hoher Schwankungen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die operative Dynamik ausreicht, um den Abwärtstrend zu stoppen.

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