EQS-Adhoc: Deutsche Rohstoff AG: Erhöhung der Prognose 2026 und 2027 und Ausweitung des Bohrprogramms, EBITDA 2026 steigt auf bis zu 400 Mio. EUR (deutsch)
Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 16:34 Uhr | dpa.deEUR
EQS-Ad-hoc: Deutsche Rohstoff AG / Schlagwort(e): Prognose / Gesamtjahr
Deutsche Rohstoff AG: Erhöhung der Prognose 2026 und 2027 und Ausweitung des
Bohrprogramms, EBITDA 2026 steigt auf bis zu 400 Mio. EUR
05.08.2026 / 16:34 CET/CEST
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Erhöhung der Prognose 2026 und 2027 und Ausweitung des Bohrprogramms, EBITDA
2026 steigt auf bis zu 400 Mio. EUR
* Ölproduktion der in 2026 bisher in Betrieb genommenen Bohrungen deutlich
über den Erwartungen
* 1876 Resources erweitert das Bohrprogramm 2026 um sechs auf insgesamt 32
Bruttobohrungen
* Jahresproduktion von 18.500 bis 20.000 BOEPD erwartet (bisher 17.000 bis
18.000 BOEPD)
* Produktion im zweiten Halbjahr und zum Jahresende 2026 bei rund 24.000
bis 26.000 BOEPD (70 % Öl)
* Neue Prognose Basisszenario
* Umsatz 2026 von 300 bis 320 Mio. EUR (bislang 260 bis 280 Mio. EUR)
* EBITDA 2026 von 380 bis 400 Mio. EUR (bislang 355 bis 375 Mio. EUR)
* Umsatz 2027 von 320 bis 340 Mio. EUR (bislang 280 bis 300 Mio. EUR)
* EBITDA 2027 von 240 bis 260 Mio. EUR (bislang 210 bis 230 Mio. EUR)
* Preisannahme Basisszenario 75 USD WTI; 3,50 USD Gas; EUR/USD 1,15
* Investitionsvolumen des Konzerns für 2026 erhöht sich auf 320 Mio. EUR,
Ursache sind sechs neue Bohrungen, höhere Anteile an bisherigen
Bohrungen, längere Bohrungen und höhere Kosten des optimierten
Completion-Designs
* Außerplanmäßige Abschreibung auf Bohrungen in Colorado belasten
Halbjahresergebnis mit rund 15 Mio. EUR
Ende der Insiderinformation
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Erläuterung zum unmittelbaren Emittentenbezug:
Erläuterungsteil
Die Deutsche Rohstoff AG hebt ihre Prognose für Umsatz und EBITDA für die
Geschäftsjahre 2026 und 2027 an. Grund hierfür sind die über den Erwartungen
liegende Produktion der bisher in Betrieb genommenen Bohrungen sowie die
Erweiterung des Bohrprogramms 2026 um sechs Bohrungen.
Der Umsatz 2026 von 300 bis 320 Mio. EUR im Basisszenario wird zu 100% aus
dem Öl & Gas Geschäft erwirtschaftet. Das EBITDA von bis zu 400 Mio. EUR
setzt sich aus rund 240 Mio. EUR aus dem Öl & Gas Bereich, sowie rund 160
Mio. EUR an sonstigen betrieblichen Erträgen aus der Teilveräußerung der
Almonty Industries Beteiligung zusammen.
Neben dem Basisszenario veröffentlicht die Deutsche Rohstoff AG auch ein
erhöhtes Szenario mit der Preisannahme 85 USD WTI; 4,00 USD Gas; EUR/USD
1,15 und erwartet:
* Umsatz 2026 von 320 bis 340 Mio. EUR (bislang 290 bis 310 Mio. EUR)
* EBITDA 2026 von 400 bis 420 Mio. EUR (bislang 385 bis 405 Mio. EUR)
* Umsatz 2027 von 370 bis 390 Mio. EUR (bislang 310 bis 330 Mio. EUR)
* EBITDA 2027 von 280 bis 300 Mio. EUR (bislang 230 bis 250 Mio. EUR)
Produktion deutlich über den Erwartungen
Die ersten vier Bohrungen des Jahres 2026 auf dem Dillon/Billings Pad, die
in die Niobrara-Formation abgeteuft wurden, erreichten rund drei Monate nach
Produktionsbeginn bereits ein kumuliertes Fördervolumen von mehr als 90.000
Barrel pro Bohrung. Damit liegt die bisherige Förderung rund 35 % über den
für diesen Zeitraum geplanten Mengen.
Von Ende Mai bis Ende Juli wurden vier weitere Bohrplätze in Produktion
gebracht und können den positiven Trend bestätigen. Teilweise konnten die
Zwei-Meilen Bohrungen in den ersten Wochen über 1.500 Barrel Öl pro Tag
produzieren und lagen damit in der frühen Produktionsphase deutlich über der
Planung und den Bohrungen der vergangenen Jahre.
Auf dem Malta Pad hat die Deutsche Rohstoff AG erstmals drei
Drei-Meilen-Bohrungen mit einer horizontalen Länge von jeweils rund 4,8
Kilometern in Betrieb genommen. Die drei Bohrungen erreichten im
Durchschnitt Spitzenfördervolumen je Bohrung von rund 2.000 Barrel Öl pro
Tag und liegen nach einem Monat bei der kumulierten Förderung um 50% über
dem Erwartungswert.
Erweiterung des Bohrprogramms
Aufgrund dieser positiven Entwicklung hat die Deutsche Rohstoff AG
entschieden, das Bohrprogramm ihrer US-Tochtergesellschaft 1876 Resources
für 2026 um sechs Bruttobohrungen auf insgesamt 32 Bruttobohrungen zu
erweitern. Der Beteiligungsanteil der zusätzlichen Bohrungen liegt bei rund
84%. Insgesamt entsprechen die 32 eigenen Bohrungen mit unterschiedlichen
Längen dem Äquivalent von 28 Nettobohrungen mit rund zwei Meilen
horizontaler Länge.
Die Prognose berücksichtigt die erwarteten Produktionsbeiträge der
zusätzlichen Bohrungen entsprechend ihrem derzeit geplanten Zeitpunkt der
Inbetriebnahme. Die sechs zusätzlichen Bohrungen sollen im vierten Quartal
2026 in Produktion gehen und werden daher im Geschäftsjahr 2026 nur anteilig
zu Umsatz und EBITDA beitragen. Der überwiegende Beitrag der zusätzlichen
Bohrungen wird für 2027 erwartet.
Jan-Philipp Weitz, CEO der Deutsche Rohstoff AG, erläutert: "Wir haben das
technische Design unserer Bohrungen deutlich weiterentwickelt. Diese
Maßnahmen haben zu Mehrkosten von rund 1 Mio. USD pro Bohrung geführt. Die
bisherigen Fördermengen zeigen jedoch, dass sich die zusätzlichen
Investitionen auszahlen werden. Auf Grundlage dieser überzeugenden
Ergebnisse haben wir uns entschieden, das Bohrprogramm auszuweiten und
zusätzliche Bohrungen umzusetzen."
Produktive Bohrstrecke und Beteiligungsanteile steigen
Neben der erfreulichen Entwicklung der Fördervolumina konnten einige
Bohrungen auch mit einer längeren horizontalen Strecke realisiert werden.
Einige geplante Bohrungen werden auf 3-Meilen horizontaler Länge erweitert
oder konnten etwas länger als Zwei-Meilen abgeteuft werden. Damit steigt die
Länge der bisherigen 26 Bohrungen insgesamt um 5 bis 10%.
Vor wenigen Tagen wurde auch die erste Drei-Meilen "Horse-shoe"-Bohrung
erfolgreich abgeteuft, die nach zwei Meilen horizontaler Strecke eine 180
Drehung macht und die letzte Meile in die entgegengesetzte Richtung bohrt.
Auch der durchschnittliche Anteil der Deutsche Rohstoff AG an den bislang
geplanten Bohrungen erhöht sich um von 70% auf rund 73%.
Investitionsvolumen steigt
Aufgrund der sechs weiteren Bohrungen, der größeren Bohrlängen, der
gestiegenen Beteiligungsanteile und des verbesserten Completions-Designs
erhöhen sich die erwarteten Investitionen. Das Investitionsbudget für die
eigenen 32 Bohrungen und Infrastrukturinvestitionen, sowie neun Bohrungen
mit Partnern in Wyoming liegt im Jahr 2026 voraussichtlich bei 310 bis 330
Mio. EUR.
Die hohe Flexibilität der US-Tochtergesellschaften ermöglicht es weiterhin,
das Entwicklungsprogramm kurzfristig an die Marktbedingungen und die
Entwicklung der Rohstoffpreise anzupassen. Die Umsetzung der zusätzlichen
Bohrungen steht insbesondere unter dem Vorbehalt unveränderter operativer
Rahmenbedingungen, der Verfügbarkeit von Dienstleistern und Materialien
sowie einer weiterhin wirtschaftlichen Rohstoffpreisentwicklung.
Außerplanmäßige Abschreibung auf Bohrungen in Colorado
Auf die Buchwerte der Bohrungen im Denver-Julesburg Basin (DJ Basin) in
Colorado wird zum Halbjahr eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von
rund 18 Mio. EUR vorgenommen. In dieser Region lag von 2016 bis 2021 der
Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten. Nach Berücksichtigung latenter
Steuern und nicht beherrschender Anteile wird sich daraus eine Belastung des
Konzernhalbjahresergebnisses von rund 15 Mio. EUR ergeben. Die Abschreibung
ist nicht zahlungswirksam und hat daher keine Auswirkungen auf die
Liquidität des Konzerns.
Ausschlaggebend waren gestiegene Kosten für Workover-Maßnahmen und teilweise
geringerer als erwartete Produktionsmengen an den bestehenden Altbohrungen.
Im Rahmen der regelmäßigen Reservenbewertung und Werthaltigkeitsprüfung wird
die Kostenstruktur der jeweils vorangegangenen Monate für die weitere
Laufzeit der Bohrungen fortgeschrieben. Die zuletzt höheren Workover-Kosten
führten dadurch zu einer entsprechenden Anpassung der Buchwerte.
Zur Definition des Begriffs EBITDA verweisen wir auf die Homepage der
Deutsche Rohstoff AG unter http://rohstoff.de/apm/.
Mannheim, 5. August 2026
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