Deutsche Pfandbriefbank Aktie: EZB hebt auf 2,25 Prozent
17.06.2026 - 11:12:46 | boerse-global.de
Die Europäische Zentralbank beendet die Phase niedriger Zinsen. Für die Deutsche Pfandbriefbank markiert dieser Schritt eine harte Zäsur. Ihr gesamtes Geschäftsmodell steht nun unter Druck.
Teurere Kredite belasten das Geschäft
Die EZB hob den Leitzins am 16. Juni auf 2,25 Prozent an. Damit reagiert die Notenbank auf die Inflation von zuletzt 3,2 Prozent. Höhere Zinsen verteuern die Refinanzierung für Immobilienbanken massiv.
Experten erwarten deshalb weiter steigende Bauzinsen. Laut dem Interhyp-Bankenpanel halten bereits 46 Prozent der Institute Immobilien für kaum noch leistbar. Parallel dazu stiegen die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen auf über 3 Prozent.
Aktie kämpft mit dem Abwärtstrend
Das Papier notiert aktuell bei 3,55 Euro. Damit verzeichnete der Wert zuletzt ein leichtes Plus von 0,45 Prozent. Seit dem Jahrestief im März erholte sich der Kurs zwar um rund 31 Prozent.
Allerdings liegt die Aktie weiterhin deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 3,96 Euro. Die Stimmung in der Branche bleibt nervös. Das verdeutlicht auch die hohe Volatilität von 52 Prozent.
Die Bank muss nun beweisen, dass sie die höheren Finanzierungskosten operativ auffangen kann. Marktteilnehmer blicken in den kommenden Monaten vor allem auf die Entwicklung der Kreditausfälle. Ein schnelles Ende der Flaute am Immobilienmarkt ist derzeit nicht absehbar.
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