Aktie, Krisenprofiteur

Deutsche Börse Aktie: Krisenprofiteur

03.03.2026 - 11:42:20 | boerse-global.de

Die Deutsche Börse profitiert als Marktinfrastruktur von der aktuellen Volatilität durch den Iran-Konflikt und verzeichnet Rekordumsätze an Energie- und Derivatemärkten.

Deutsche Börse Aktie: Krisenprofiteur - Foto: über boerse-global.de
Deutsche Börse Aktie: Krisenprofiteur - Foto: über boerse-global.de

Während der DAX unter den Iran-Spannungen ächzt und binnen zwei Tagen 5,7 Prozent verliert, läuft die Deutsche Börse zur Höchstform auf. Plus 2,5 Prozent am Dienstag, knapp 3 Prozent seit Wochenbeginn – der Börsendienstleister hat sich um fast 9 Prozentpunkte besser entwickelt als der Leitindex. Was steckt hinter dieser Sonderstellung?

Die Antwort liegt in der simplen Logik des Geschäftsmodells: Je turbulenter die Märkte, desto mehr Geld verdient die Deutsche Börse. Und turbulent sind die Märkte derzeit allemal. Der Iran-Konflikt hat den Gaspreis förmlich explodieren lassen – am Montag um 40 Prozent nach oben, am Dienstag weitere 20 Prozent. Als Betreiber der Energiebörse EEX sitzt das Unternehmen direkt an der Quelle dieser Volatilität.

Rekordvolumina an allen Fronten

Doch nicht nur der Gasmarkt dreht durch. Auch bei Aktien und Anleihen herrscht hektischer Handlungsbedarf. Am Montag wurden im März-Kontrakt auf den DAX gut 48.000 Kontrakte umgesetzt – der zweithöchste Tagesumsatz seit Kontraktbeginn. Noch spektakulärer: Der Bund-Future verbuchte mit rund 2,8 Millionen gehandelten Futures einen absoluten Umsatzrekord.

Davon profitiert die Deutsche Börse gleich doppelt: Über die Derivatebörse Eurex, die 20 Prozent zum Konzernumsatz beisteuert, und über das klassische Xetra-Geschäft. Die EEX trägt weitere 10 Prozent bei – und genau hier entfaltet sich momentan die größte Dynamik.

Jefferies sieht noch Luft nach oben

Passend zur Entwicklung hob Analyst Tom Mills von Jefferies am Dienstag die Einstufung von "Hold" auf "Buy" an. Das Kursziel kletterte von 240 auf 270 Euro. Seine Begründung: Die Deutsche Börse sei "eine der besseren Absicherungen gegen Volatilitäten unter den EU-Finanzwerten". Das kalte Wetter bei gleichzeitig niedrigen Gasspeicherständen habe die Schwankungen befeuert – die geopolitischen Spannungen verstärkten diesen Effekt zusätzlich.

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Mills erwartet zudem, dass die Übernahme der Fondsplattform Allfunds durchgewunken wird und sieht darin weiteres Potenzial. Ein Aspekt, der in der aktuellen Markthektik fast untergeht, langfristig aber die Diversifikation des Geschäftsmodells vorantreibt.

Hinzu kommt ein saisonaler Effekt: Die durchschnittlichen Tagesumsätze an der Eurex liegen im März typischerweise um 30 Prozent über dem Durchschnitt des ersten Quartals. In Kombination mit den aktuellen Verwerfungen dürfte sich dieser Effekt noch verstärken. Während andere Finanzwerte unter Unsicherheit leiden, spielt die Deutsche Börse ihre Stärke als Marktinfrastruktur voll aus.

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