Deutsche Börse, Iran-Krieg

Deutsche Börse AG: UBS hebt Kursziel an – Starke Volumina durch Iran-Krieg treiben Handelsaktivität

24.03.2026 - 10:00:33 | ad-hoc-news.de

Trotz geopolitischer Spannungen im Nahen Osten meldet die Deutsche Börse AG hohe Handelsvolumina. UBS hat das Kursziel auf 260 Euro angehoben und die Einstufung auf 'Neutral' belassen. Analysten sehen Chancen, warnen aber vor anhaltender Unsicherheit.

Deutsche Börse,  Iran-Krieg,  DAX - Foto: THN
Deutsche Börse, Iran-Krieg, DAX - Foto: THN

Die Deutsche Börse AG profitiert von der erhöhten Volatilität an den Märkten infolge des Iran-Kriegs. Die Schweizer UBS hat ihr Kursziel für die Aktie von 250 auf 260 Euro angehoben, während die Einstufung auf 'Neutral' belassen wurde. Grund ist die starke Handelsaktivität im ersten Quartal 2026, die durch den Konflikt im Nahen Osten befeuert wird.

Stand: Dienstag, 24. März 2026, 10:00 Uhr (Europe/Berlin)

Erhöhte Volumina durch Geopolitik

Analyst Michael Werner von der UBS hebt in einer Studie vom 23. März 2026 hervor, dass die Handelsvolumina der Deutschen Börse mit Beginn des Nahostkonflikts deutlich zugenommen haben. Dies wirkt sich positiv auf die Ergebnisprognosen aus, sodass die Schätzungen für das Ergebnis je Aktie bis 2028 angepasst wurden. Für Anleger im DACH-Raum bedeutet dies, dass der Börsenbetreiber trotz breiter Marktrückgänge stabil bleibt und sogar von Unsicherheit profitiert.

Der DAX hat kürzlich Unterstützungszonen unterschritten, wie Charttechniker Christoph Geyer betont. Eine nachhaltige Erholung hängt vom Ende der Kampfhandlungen ab. Dennoch zeigt die Deutsche Börse AG Robustheit: Im Rahmen ihres Aktienrückkaufprogramms wurden im März 2026 bereits 65.000 Aktien erworben.

Aktuelle Markt- und Indexänderungen

Ab dem 23. März 2026 traten wesentliche Änderungen in der Zusammensetzung der DAX-Indizes in Kraft. In den MDAX steigen Deutz, Salzgitter und Jenoptik auf, während TeamViewer, Fielmann und Carl Zeiss Meditec in den SDAX wechseln. Init innovation in traffic systems kommt ebenfalls hinzu. Diese Anpassungen, die am 5. März bekannt gegeben wurden, spiegeln die dynamische Entwicklung des deutschen Marktes wider.

Die Deutsche Börse als Indexbetreiber profitiert direkt von solchen Umstrukturierungen, da sie Handelsaktivitäten anregen. In Zeiten erhöhter Volatilität durch den Iran-Konflikt – einschließlich Blockaden in der Straße von Hormus und Angriffen auf Energieinfrastruktur – steigen die Transaktionsvolumina, was die Einnahmen des Unternehmens stützt.

Ausblick auf Konjunkturdaten

Heute, am 24. März 2026 um 10:00 Uhr, werden die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für die Eurozone veröffentlicht. Experten der DekaBank erwarten breitbasierte Rückgänge aufgrund des Kriegs im Nahen Osten. Morgen folgt der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland, für den die Commerzbank einen deutlichen Einbruch prognostiziert, bedingt durch gestiegene Energiepreise.

Am Donnerstag steht der GfK-Konsumklima-Index an. Die DekaBank rechnet mit einem Rückgang durch Ängste vor Kaufkraftverlusten. Solche Daten könnten weitere Volatilität erzeugen, was wiederum der Deutschen Börse zugutekommt. Berichte von Unternehmen wie Salzgitter, Drägerwerk und Jenoptik aus der zweiten und dritten Reihe runden die Woche ab.

Einfluss des Iran-Kriegs auf Energie und Märkte

Der Konflikt hat die Energiepreise in die Höhe getrieben: Brent-Öl korrigierte von über 120 auf rund 100 US-Dollar pro Barrel. Dennoch bleibt die Straße von Hormus blockiert, und Anlagen für LNG und Öl sind betroffen. Experten wie Berndt Fernow von der LBBW sehen begrenzte Auswirkungen auf Lieferketten bisher, da der Global Supply Chain Pressure Index stabil ist.

Für europäische Anleger birgt dies Risiken, aber auch Chancen. Versorger und Erneuerbare könnten profitieren, während Tech- und Luxusaktien leiden, wie am SMI zu sehen: Richemont und Swatch verloren stark. Der DAX schloss am 23. März mit Rückgängen, erholte sich aber teilweise.

Analysteneinschätzungen und Bewertung

Die UBS-Anpassung unterstreicht die Attraktivität der Deutschen Börse. Trotz 'Neutral'-Rating signalisiert das höhere Kursziel Potenzial. Andere Stimmen, wie Reinwand, sehen noch keine attraktiven Einstiege nach den Korrekturen. Die Aktie der Deutschen Börse (ISIN: DE0005810055) hat sich in unruhigen Zeiten als defensiv erwiesen.

Langfristig hängt die Performance von der Konjunktur ab. Der Iran-Krieg dominiert die Stimmung, doch die Börse als Infrastrukturspieler ist weniger zyklisch. Rückkäufe signalisieren Vertrauen des Managements.

Risiken und Chancen für Anleger

Private und professionelle Anleger im deutschsprachigen Raum sollten die Volatilität nutzen. Die Deutsche Börse bietet Stabilität in turbulenten Märkten. Risiken umfassen anhaltende Energiepreissteigerungen und Konjunkturrückgänge. Chancen ergeben sich aus höheren Gebühren durch Volumenzuwachs.

In der DACH-Region, wo der DAX zentral ist, wirkt sich jede Indexänderung direkt aus. Die jüngsten Auf- und Abstiege fördern Liquidität. Kombiniert mit dem Rückkaufprogramm stärkt dies das Vertrauen.

Weiterführende Quellen

UBS-Analyse zur Deutschen Börse
Deutsche Börse-Wochenausblick
Aktienrückkauf-Bekanntmachung
Börsen-Ticker SMI und DAX

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Finanzinstrumente und Märkte sind volatil.

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