Deutsch-türkischer, Handel

Deutsch-türkischer Handel bricht 2025 alle Rekorde

18.01.2026 - 22:39:12

Das bilaterale Handelsvolumen zwischen Deutschland und der Türkei hat 2025 einen neuen Höchststand erreicht, angetrieben von der Automobilbranche und deutschen Technologieexporten.

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Türkei haben 2025 ein historisches Hoch erreicht. Das bilaterale Handelsvolumen übertrifft alle bisherigen Werte und unterstreicht die strategische Verflechtung beider Volkswirtschaften in unsicheren Zeiten.

Gestützt auf starke türkische Exporte und eine ungebrochene Nachfrage nach deutschen Investitionsgütern festigt die Partnerschaft ihre Bedeutung. Die Entwicklung spiegelt den globalen Trend zum Nearshoring, bei dem europäische Unternehmen auf zuverlässige und nahe gelegene Produktionsstandorte setzen.

Automobilbranche bleibt Zugpferd

Ein zentraler Motor des Wachstums war erneut die Automobil- und Zulieferindustrie. Deutschland baute seine Position als wichtigster Abnehmer für türkische Fahrzeuge und Komponenten weiter aus. Die Lieferungen in diesem Sektor beliefen sich in den ersten elf Monaten 2025 auf mehrere Milliarden US-Dollar.

Doch auch andere Branchen trugen zum Erfolg bei. Die türkische Textilindustrie, der Maschinenbau und Agrarprodukte fanden reißenden Absatz in Deutschland. Deutsche Unternehmen schätzen dabei nicht nur die Qualität, sondern auch die logistischen Vorteile und die Flexibilität ihrer Partner.

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Deutsche Technologie als Wachstumsbasis

Auf der anderen Seite bleibt die Türkei ein stabiler Abnehmer für deutsche Spitzentechnologie. Von Januar bis November 2025 exportierte Deutschland Waren im Wert von über 27 Milliarden Euro in die Türkei. Besonders gefragt waren Maschinen, chemische Erzeugnisse und Autoteile.

Diese Importe sind für die Modernisierung der türkischen Industrie unverzichtbar. Deutsche Ingenieurskunst ermöglicht es türkischen Unternehmen, effizienter und wettbewerbsfähiger zu produzieren. Eine klassische Win-Win-Situation: Sie sichert deutschen Herstellern Aufträge und stärkt die industrielle Basis der Türkei.

Investoren zeigen Vertrauen

Trotz anhaltender Inflation zeigt die türkische Wirtschaft bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Das Vertrauen der Investoren spiegelt sich in einer lebhaften Übernahmelandschaft wider. Das M&A-Volumen stieg 2025 auf über 8 Milliarden US-Dollar.

Mehr als 8.000 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung sind in der Türkei aktiv. Sie sind in fast allen Branchen tätig und bilden das Rückgrat der tiefen wirtschaftlichen Verflechtung. Die Deutsch-Türkische Industrie- und Handelskammer (AHK) vernetzt dabei kontinuierlich neue Partner.

Fundament für die Zukunft gelegt

Der Rekord ist das Ergebnis mehrerer Faktoren. Die Neuordnung globaler Lieferketten hat die Türkei als Produktionsstandort für Europa aufgewertet. Gleichzeitig baut die Partnerschaft auf jahrzehntelang gewachsenen Strukturen auf.

Für 2026 bleiben die Aussichten positiv. Wirtschaftsprognosen gehen von einem moderaten, aber stetigen Wachstum aus. Die Fortsetzung wirtschaftspolitischer Reformen in der Türkei wird als Schlüssel gesehen. Schwerpunkte der Zusammenarbeit bleiben Automotive und Maschinenbau, während neue Felder wie grüne Technologien zusätzliches Potenzial bieten. Das Rekordjahr 2025 hat ein starkes Fundament für das nächste Kapitel gelegt.

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