Aktien, Frankfurt

Aktien Frankfurt: Ölpreis über 100 Dollar belastet - Warten auf Zinsentscheid

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 14:29 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Der weiter steigende Ölpreis hat zur Wochenmitte die Kurse im deutschen Aktienhandel belastet.

Der Leitindex Dax DE0008469008 fiel zuletzt bei hohen Handelsumsätzen um 1,7 Prozent auf 25.560 Punkte. Das war der tiefste Stand seit Ende Juli. Sollte das deutsche Börsenbarometer die Verluste am Nachmittag noch ausweiten, droht der verlustreichste Handelstag seit März.

Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent ließ am Mittwoch die Marke von 100 US-Dollar hinter sich. Er stieg in diesem Jahr um 64 Prozent. Raffinierte Produkte wie Diesel legten noch stärker zu, da sich der Konflikt im Nahen Osten bis ins Rote Meer nahe Saudi-Arabien ausgeweitet hat. Die europäischen Erdgaspreise stiegen den vierten Handelstag in Folge.

Die Investoren fürchteten weitere Störungen der Ölproduktion und -transporte und preisten folglich höhere Energiepreise für längere Zeit ein, schrieb Stratege Jim Reid von der Deutschen Bank. "Die Skepsis nimmt zu, dass die Ölpreise in den kommenden Monaten deutlich zurückgehen".

Die Marktteilnehmer dürften sich aber auch mit Blick auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag mit Aktienkäufen zurückhalten. Erwartet wird die zweite Zinserhöhung in diesem Jahr.

Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Börsentitel fiel am Mittwoch um 1,4 Prozent auf 32.090 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor mit gut zwei Prozent noch deutlicher.

Mit Blick auf Einzelwerte ist die Nachrichtenlage dünn. Die Deutsche Börse DE0005810055 will eine Wandelanleihe über 600 Millionen Euro ausgeben. Damit sollen allgemeine Unternehmenszwecke und Verbindlichkeiten finanziert werden. Die Aktien des Börsenbetreibers verloren 2,5 Prozent.

Eine Abstufung der Beiersdorf DE0005200000-Aktien von "Halten" auf "Verkaufen" durch die Deutsche Bank ließ diese um 1,9 Prozent nachgeben.

Die Papiere von SAP DE0007164600 gewannen gegen den schwachen Börsentrend 2,2 Prozent. Sie waren am Vortag unter Druck geraten. Auslöser waren neu aufgekommene Sorgen an der Wall Street über die Konkurrenz von Künstlicher Intelligenz für die Software-Branche.

Nicht gefragt waren am Mittwoch andere Aktien aus dem Technologiesektor. So büßten Infineon DE0006231004, Aixtron DE000A0WMPJ6, Jenoptik DE000A2NB601 und PVA Tepla DE0007461006 zwischen 2,7 und 4,3 Prozent ein./bek/jha/

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

Disclaimer...

de | boerse | 70075489 |