Frankfurt Eröffnung: Ölpreis belastet - Zinserhöhung erwartet
Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 09:35 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer Leitindex Dax DE0008469008 fiel in den ersten Handelsminuten um ein halbes Prozent auf 25.879 Punkte. Die Marktteilnehmer dürften sich aber auch mit Blick auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag zurückhalten. Erwartet wird die zweite Zinserhöhung in diesem Jahr.
Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Börsentitel gab ebenfalls um ein halbes Prozent auf 32.388 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor 0,6 Prozent.
Der erneute Anstieg der Ölpreise dürfte den Anlegern nicht schmecken. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent erreichte die Marke von 100 US-Dollar. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben fünf iranische Rohöltanker angegriffen und "zerstört". Sie seien Teil eines "Schattennetzwerks" zur Finanzierung der iranischen Revolutionsgarden.
Mit Blick auf Einzelwerte ist die Nachrichtenlage dünn. Die Deutsche Börse DE0005810055 will eine Wandelanleihe über 600 Millionen Euro ausgeben. Damit sollen allgemeine Unternehmenszwecke und Verbindlichkeiten finanziert werden. Die Aktien des Börsenbetreibers verloren 2,1 Prozent.
Eine Abstufung der Beiersdorf DE0005200000-Aktien von "Halten" auf "Verkaufen" durch die Deutsche Bank ließ diese um 1,7 Prozent nachgeben.
Die Papiere von SAP DE0007164600 gewannen 1,5 Prozent. Sie waren am Vortag unter Druck geraten. Auslöser waren neu aufgekommene Sorgen an der Wall Street über die Konkurrenz von Künstlicher Intelligenz für die Software-Branche.
Nicht gefragt waren Aktien der Rüstungsbranche. Die Anteilscheine von Rheinmetall DE0007030009, Renk DE000RENK730, Hensoldt DE000HAG0005 und OHB DE0005936124 verloren zwischen 1,5 und 3 Prozent.
