'WSJ': Nvidia verhandelt über 250-Milliarden-Dollar-Bürgschaft für OpenAI
Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 08:29 Uhr | dpa.deDiese soll dem ChatGPT-Entwickler ermöglichen, ein neues, gewaltiges Rechenzentrum in den USA zu leasen, wie das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen berichtet. Das von der Softbank JP3436100006-Gruppe realisierte Zehn-Gigawatt-Projekt soll im US-Bundesstaat Ohio entstehen. Die Gesamtkosten für das für 2028 geplante Rechenzentrum sollen 500 Milliarden Dollar betragen. Die Verhandlungen befänden sich dabei noch in einer frühen Phase.
Nvidia verhandelt dem "WSJ" zufolge zudem über die Finanzierung von Chipkäufen für OpenAI, die sich auf insgesamt 350 Milliarden US-Dollar belaufen könnten. Vertreter von Nvidia, OpenAI und SoftBank waren für eine Stellungnahme nicht umgehend zu erreichen.
Der geplante Rechenzentrumskomplex in Ohio würde zu den größten der Welt zählen. Zudem ist es ein Prestigeprojekt für Softbank-Gründer Masayoshi Son und die US-Regierung von Präsident Donald Trump, die die Investition bereits als großen Erfolg feierte.
Eine solche finanzielle Garantie seitens Nvidia würde die zunehmend kreisförmige Finanzierungsstruktur hinter dem KI-Boom weiter auf die Spitze treiben, da Technologiegiganten immer umfangreichere Projekte finanzieren, die dann letztlich Geschäfte für sie selbst generieren. In den vergangenen Wochen ist die Begeisterung von Investoren für die hohen Bewertungen von Technologieaktien abgekühlt. Sie befürchten, dass mehr Kapazitäten aufgebaut werden, als für künftige KI-Dienste tatsächlich erforderlich sein werden.
Große US-Unternehmen - von Meta US30303M1027 bis Alphabet US02079K3059 - haben in den letzten Monaten ihre Kreditaufnahme verstärkt, um diesen Ausbau zu finanzieren. Dies schürt Befürchtungen hinsichtlich übermäßig ehrgeiziger Ausgaben für eine Technologie, die bislang noch keine beständigen Erträge liefert.
