Künstliche Intelligenz beflügelt Softwarefirma GFT - Aktie hebt ab
07.05.2026 - 12:27:51 | dpa.de"Unternehmen gehen zunehmend über die reine Erprobung hinaus und integrieren KI systematisch in groß angelegte Modernisierungsprogramme", sagte GFT-Chef Marco Santos bei der Vorlage der Geschäftszahlen zum ersten Quartal am Donnerstag in Stuttgart. Der Manager sieht das Unternehmen auf gutem Weg zu seinen Zielen für 2026 und darüber hinaus. An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an.
Die GFT-Aktie gewann bis zur Mittagszeit 9,2 Prozent auf 20,75 Euro und war damit einer der Spitzenreiter im Kleinwerte-Index SDax DE0009653386. Damit kletterte das Papier auch mit Blick auf den bisherigen Jahresverlauf weiter ins Plus und wurde knapp zehn Prozent teurer gehandelt als noch zum Jahreswechsel.
Im Zentrum von GFTs Wachstumsstrategie steht die Plattform "Wynxx Agentic AI", die das Unternehmen bei immer mehr Firmenkunden zum Laufen bringt. Von Ende Dezember bis Ende März 2026 wuchs die Zahl von 92 auf 105 Kunden. Inzwischen ist die Software in elf Ländern im Einsatz. Der gesamte von Wynxx beeinflusste Vertragswert überstieg im ersten Quartal 2026 den Angaben zufolge die Marke von 104 Millionen Euro.
Unterdessen sieht GFT-Chef Santos das Unternehmen in diesem Jahr auf Kurs zu einem Umsatzanstieg auf 930 Millionen Euro. Der bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) soll 71 Millionen Euro erreichen, der Vorsteuergewinn soll auf 56 Millionen Euro klettern.
Im ersten Quartal steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um drei Prozent auf 229,5 Millionen Euro. Der bereinigte operative Gewinn wuchs um sieben Prozent auf gut 16 Millionen Euro. Unter dem Strich legte der Überschuss um gut ein Fünftel auf 8,6 Millionen Euro zu.
Dabei profitierte GFT nach eigenen Angaben weiter von der starken Nachfrage nach einer Modernisierung der Software von Unternehmen und der Verlagerung von Daten und Prozessen in die Cloud. Im Bereich Industrie und Sonstige stieg der Umsatz um 15 Prozent im Geschäft mit Versicherungen um 6 Prozent und im Bankbereich lediglich um 1 Prozent.
Während der Erlös in der Geschäftsregion Amerika und Asien-Pazifik dank starker Geschäfte in Brasilien und Kolumbien um zwölf Prozent wuchs, ging er in Europa um 4 Prozent zurück. In Deutschland betrug der Rückgang sogar 10 Prozent.
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