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Europa Schluss: EuroStoxx schwächer - China-Abkommen stützt SMI

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 18:31 Uhr | dpa.de

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 hat seinen jüngsten Abwärtstrend am Donnerstag fortgesetzt.

Angesichts erneut steigender Anleiherenditen und höherer Ölpreise blieben Anleger zurückhaltend. Aus dem Handel ging der Eurozonen-Leitindex mit minus 0,35 Prozent auf 6.422,06 Punkte.

Außerhalb des Euroraums sah es etwas besser aus. Der britische FTSE 100 GB0001383545 schloss mit plus 0,04 Prozent auf 10.748,16 Punkte nur wenige Zähler unter seinem Tageshoch.

Der schweizerische Leitindex SMI CH0009980894 grenzte seine Verluste zum Handelsschluss auf 0,13 Prozent auf 14.368,16 Punkte ein. Grund für den Auftrieb gegen Handelsende war die Meldung über ein Freihandelsabkommen der Schweiz mit China. Das half verschiedenen Exportwerten. Am augenfälligsten reagierten Swatch CH0012255151, die im späten Handel deutlich hochzogen und den Tag 1,3 Prozent höher beendeten. Der Konzern produziert den überwiegenden Teil seiner Uhren und Komponenten in der Schweiz.

Die Ankündigung des US-Finanzministeriums am Vortag, verstärkt langlaufende Staatsanleihen zurückzukaufen, hatte nur vorübergehend den Aufwärtsdruck von den Renditen genommen. Diese zogen am Donnerstag wieder an. Bond-Buybacks verbesserten die Marktmechanik, nicht aber die Schuldentragfähigkeit, kommentierte dies der Kapitalmarktexperte Serge Nussbaumer vom schweizerischen Wertpapierhaus Maverix. Die Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten legte zum ersten Mal auf mehr als 40 Billionen US-Dollar zu.

Vor dem Hintergrund der verfahrenen Lage zwischen den USA und dem Iran legten die Ölpreise zu. Die Aktien von Eni IT0003132476 und BP GB0007980591 profitierten davon mit Aufschlägen von 2,6 beziehungsweise 2,4 Prozent. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran mit einem Wirtschaftskrieg.

Schwach waren Aktien von Einzelhändlern. Eine gesenkte Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2026/27 schickte die Aktien von JD Sports GB00BM8Q5M07 um mehr als 14 Prozent nach unten. Der britische Sportmodehändler hatte - wie vor rund anderthalb Wochen bereits der Schweizer Konkurrent On Holding CH1134540470 - mit schwachen Umsätzen im zweiten Geschäftsquartal enttäuscht. Am Ende im EuroStoxx belastete dies auch die Anteile von Adidas DE000A1EWWW0 mit minus 3,1 Prozent.

In den USA enttäuschte zudem Walmart US9311421039 im abgelaufenen Quartal mit dem wichtigen US-Geschäft, womit die Branche zusätzlich unter Druck geriet. Ahold Delhaize NL0011794037 büßten 1,9 Prozent ein.

Michelin FR0000121261 gewannen 1,1 Prozent. Die US-Bank JPMorgan hatte die Anteile von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft. Analyst Jose Asumendi begründete seine Zuversicht mit einer höheren Nachfrage nach Ersatzreifen für Lkw sowie strukturellem Wachstum bei High-Tech-Verbundwerkstoffen.

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