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Europa Schluss: Inflationssorgen belasten den EuroStoxx deutlich

15.05.2026 - 18:53:49 | dpa.de

Der erneute Ölpreisanstieg hat am Freitag an vielen Börsen Europas Inflationssorgen ausgelöst.

An den Anleihemärkten zogen die Renditen entsprechend an, sodass die wichtigsten Aktienindizes deutlich unter Druck gerieten. Anleger nahmen die Ergebnisse des Gipfeltreffens zwischen den USA und China mit Blick auf den Iran-Krieg mit Enttäuschung auf. Es bleibt nun dabei, dass die für den Welthandel wichtige Straße von Hormus weiter faktisch geschlossen ist.

Der EuroStoxx 50 EU0009658145 sank um 1,81 Prozent auf 5.827,76 Punkte. Auf Wochensicht ergibt sich ein Minus von 1,42 Prozent.

Außerhalb der Eurozone fiel der britische FTSE 100 GB0001383545 am Freitag um 1,71 Prozent auf 10.195,37 Zähler. Der SMI CH0009980894 legte geringfügig auf 13.220,17 Punkte zu. Allerdings war die Börse in Zürich am Donnerstag wegen eines Feiertages geschlossen geblieben und konnte damit nicht wie andere geöffnete Börsen deutlich zulegen.

Kommende Woche stehen eine Reihe wichtiger konjunktureller Frühindikatoren an. "Solange die Straße von Hormus nicht wirklich nachhaltig geöffnet wird, dürften die Frühindikatoren weiter südwärts tendieren", warnte Chefstratege Robert Greil von der Privatbank Merck Finck.

Unter Druck standen insbesondere die von der Konjunktur und der Zinsentwicklung abhängigen Sektoren. Die energieintensiven Stahlwerte schwächelten dabei auffallend stark. So verloren ArcelorMittal LU1598757687 fünf Prozent.

Die stark von den Energiepreisen bestimmten Baustoffwerte gaben ebenfalls deutlich nach. Holcim CH0012214059 etwa sackten um 5,1 Prozent ab.

Auch Technologiewerte EU0009658921 wurde gemieden. Sie folgten damit Verkäufen in Fernost und in New York, wo die Nachhaltigkeit des Booms im Bereich der Künstlichen Intelligenz hinterfragt worden war. Auch die soliden Zahlen des Halbleiterausrüsters Applied Materials US0382221051 boten dem Sektor keine Unterstützung. ASML NL0010273215 sanken um 4,4 Prozent. Allerdings befinden sich die Aktien nach Rekorden im laufenden Monat noch immer auf hohem Niveau.

Gegen den Trend zogen in Amsterdam die Papiere von Magnum Ice Cream NL0015002MS2 um 8,7 Prozent an. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte berichtet, dass Private-Equity-Firmen wie Blackstone und Clayton Dubilier & Rice mögliche Übernahmeangebote für den von Unilever GB00BVZK7T90 abgespaltene Speiseeis-Hersteller prüfen.

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