EnBW investiert Rekordsumme in grüne Energie und Netzausbau
25.03.2026 - 09:09:06 | dpa.deTrotz eines gesunkenen Gewinns sprach Vorstandschef Georg Stamatelopoulos von einem erfolgreichen Geschäftsjahr, in dem der Karlsruher Konzern wichtige Meilensteine erreicht habe. Er forderte zugleich Reformen etwa bei den Netzentgelten. "Am wichtigsten ist, dass ein gezielter und klar priorisierter Netzausbau einhergeht mit dem Ausbau der Erneuerbaren", sagte Stamatelopoulos laut Mitteilung.
Erneuerbare machen 66 Prozent der eigenen Erzeugungsleistung aus
Investitionen von 7,6 Milliarden Euro - 22 Prozent mehr als im Vorjahr - flossen demzufolge etwa in den Ausbau der Transport- und Verteilnetze, in Windparks an Land und auf See, in Solaranlagen und flexibel einsetzbare, wasserstofffähige Gaskraftwerke sowie die Elektromobilität. "Wir haben so viel wie noch nie in die Transformation des Energiesystems und damit in die Versorgungssicherheit investiert", sagte Stamatelopoulos.
Bei Wind und Solar habe der drittgrößte deutsche Energieversorger einen Rekord-Zubau verzeichnet, erklärte er. Insgesamt 800 Megawatt installierte Leistung aus erneuerbaren Energien kamen hinzu, die nunmehr zwei Drittel der eigenen Erzeugung ausmachen. Bis 2030 soll der Anteil der Erneuerbaren an installierter Erzeugungsleistung auf bis zu 80 Prozent steigen.
Leicht rückläufiges Ergebnis für 2026 erwartet
Das bereinigte Konzernergebnis (bereinigtes EBITDA) lag im vergangenen Jahr den Angaben nach bei 5,1 Milliarden Euro (plus 3,4 Prozent). Der bereinigte Konzernüberschuss sei um gut 5 Prozent auf etwa 1,4 Milliarden Euro gesunken. Hauptgrund hierfür sei ein gesunkenes Finanzergebnis gewesen, das im Wesentlichen auf eine niedrigere Marktbewertung von Wertpapieren gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen sei. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stieg binnen eines Jahres um mehr als 1.000 auf etwa 31.500.
EnBW versorgt rund 5,5 Millionen Kundinnen und Kunden. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit einem Ergebnis von 4,6 bis 5,1 Milliarden Euro. Unter anderem würden weiterhin rückläufige Erlöse aus der Kraftwerksvermarktung erwartet. "Grund hierfür sind geringere Margen bei Steinkohle und der Verkauf des letzten Braunkohlekraftwerks in Lippendorf."
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