Aktien New York: Dow etwas tiefer - IBM mit Kurseinbruch
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 20:19 Uhr, dpa.deDagegen erholten sich die Technologiewerte an der Nasdaq von ihren klaren Vortagesverlusten. Positiv auf die Börsenstimmung wirkten die Verbraucherpreise, die weniger deutlich als erwartet gestiegen waren.
Der Dow notierte zuletzt 0,1 Prozent tiefer bei 52.437 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 US78378X1072 ging es hingegen um 0,5 Prozent auf 7.550 Zähler nach oben. Der Nasdaq 100 US6311011026 gewann 1,4 Prozent auf 29.661 Punkte.
Der Nahost-Konflikt samt weiter steigenden Ölpreisen bleibt im Anlegerfokus. Während das US-Militär im eskalierenden Konflikt um die Straße von Hormus weiter Ziele im Iran bombardiert, hat dieser in der Meerenge zwei Tanker mit Marschflugkörpern attackiert. Zudem ist die US-Seeblockade gegen Schiffe, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren, erneut in Kraft.
Unterdessen ist US-Präsident Donald Trump nur einen Tag nach der Ankündigung einer Gebühr für die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus wieder von seiner Idee abgerückt. Nach "äußerst produktiven Gesprächen" mit namentlich nicht genannten Vertretern von Staaten im Nahen Osten habe er beschlossen, die Gebühr "durch Handels- und Investitionsabkommen zu ersetzen, die die verschiedenen Golfstaaten mit den Vereinigten Staaten abschließen werden", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
Enttäuschende Geschäftszahlen von IBM US4592001014 und zurückhaltende Aussagen des Chefs Arvind Krishna belasteten nicht nur massiv den Aktienkurs des IT-Urgesteins, sondern auch die gesamte Branche. Die IBM-Papiere brachen um mehr als 25 Prozent ein, was dem höchsten Tagesverlust aller Zeiten für die Aktien entsprach. Das Kursminus seit Jahresbeginn beträgt knapp 27 Prozent.
Verluste verbuchten zudem Salesforce US79466L3024 (minus 1,0 Prozent), Adobe US00724F1012 (minus 4,0 Prozent), Accenture IE00B4BNMY34 (minus 1,9 Prozent) und Microsoft US5949181045 (minus 0,9 Prozent).
Der Bankensektor profitierte von überwiegend positiv aufgenommenen Zahlen. Überraschend hohe Einnahmen aus Zinsen und Wertpapierhandel brachten den großen Geldhäusern der USA im zweiten Quartal unerwartet viel Gewinn. Das größte Institut JPMorgan Chase US46625H1005 erzielte dank seiner Beteiligung am Kreditkartenanbieter Visa US92826C8394 sogar den höchsten Quartalsgewinn der Geschichte. Auch bei Goldman Sachs US38141G1040, Wells Fargo US9497461015 und Bank of America US0605051046 ging es überraschend stark aufwärts.
Die JPMorgan-Aktie gewann zuletzt 1,0 Prozent, nachdem sie erst vor Kurzem ein Rekordhoch erklommen hatte. Für das Papier von Goldman Sachs ging es an der Spitze des Dow sogar um 7,7 Prozent nach oben. Die Papiere von Bank of America gewannen 0,9 Prozent. Die Anteilscheine von Wells Fargo drehten dagegen ins Minus und verloren zuletzt 3,2 Prozent. Auch die Kennziffern der Citigroup US1729674242 fielen deutlich stärker aus als von Experten gedacht. Allerdings sackte die Aktie im Zuge der folgenden Analystenkonferenz deutlich ab und notierte zuletzt 5,8 Prozent im Minus. Experten zufolge hatte die Unternehmensführung Stellenstreichungen und zusätzliche Investitionen angekündigt. Dies könnte im Jahresverlauf die Kosten steigen lassen.
Der US-Fahrdienstvermittler und Lieferdienst Uber US90353T1007 befindet sich mittlerweile in fortgeschrittenen Übernahmegesprächen mit dem deutschen Essenslieferanten Delivery Hero DE000A2E4K43, wie Delivery Hero am Dienstagabend nach Börsenschluss mitteilte. Die Amerikaner wollten das Unternehmen dabei spürbar höher bewerten als es zuletzt an der Börse wert war, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Uber wolle noch diese Woche eine Einigung mit Delivery Hero erzielen. Die Uber-Aktien verloren 3,5 Prozent.
