Dax, Halbleiteraktien

Dax startet bei 25.320 Punkten trotz Druck auf Tech-Aktien

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 09:32 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Der deutsche Leitindex legt zum Handelsstart leicht zu, während Anleger den Druck auf Halbleiterwerte und die ersten Signale der neuen Berichtssaison verarbeiten. Schwache LVMH-Zahlen und Sorgen über die chinesische Nachfrage erhöhen die Vorsicht.

Dax startet leicht im Plus - Druck auf Tech-Branche nimmt zu
Frankfurter Börse - Bild: via dts Nachrichtenagentur

US-Banken prägen den Handelsauftakt

  • Der Dax wurde gegen 9:30 Uhr mit rund 25.320 Punkten berechnet.
  • Symrise, Adidas und Vonovia führten die Kursliste an, während Infineon, Siemens Energy und Hochtief am Ende lagen.
  • Am Nachmittag veröffentlichen JPMorgan, Citigroup und Goldman Sachs ihre Quartalszahlen.

Der Dax ist am Dienstag mit leichten Kursgewinnen in den Handel gestartet. Gegen 9:30 Uhr lag der Leitindex rund 0,2 Prozent über dem Schlussniveau des Vortags.

Halbleiterwerte geraten unter Druck

Marktanalyst Andreas Lipkow von CMC Markets verwies auf Berichte über die Entwicklung leistungsfähiger KI-Chips durch ein chinesisches Unternehmen. Diese hätten massive Gewinnmitnahmen bei Halbleiteraktien in Südkorea und anderen asiatischen Märkten ausgelöst.

Die technologische Konkurrenz aus China nähre die Sorge, dass sich die hohen Bewertungen und Gewinnmargen etablierter Chipkonzerne künftig schwerer rechtfertigen ließen. An der Frankfurter Börse gehörte Infineon zu den schwächsten Werten.

LVMH verfehlt Erwartungen

Auch die beginnende Berichtssaison lieferte einen Dämpfer. Der französische Luxuskonzern LVMH blieb mit seinen Quartalszahlen hinter den Erwartungen zurück; insbesondere die anhaltende Konsumschwäche in China belastet das Geschäft.

Nach Einschätzung Lipkows könnte dies auch andere europäische Luxus- und Konsumwerte unter Druck setzen. Am Nachmittag stehen mit JPMorgan, Citigroup und Goldman Sachs die ersten großen US-Banken im Mittelpunkt.

Euro stärker, Ölpreis niedriger

Die europäische Gemeinschaftswährung notierte am Dienstagmorgen bei 1,1181 US-Dollar. Ein Dollar kostete damit 0,8944 Euro.

Der Ölpreis gab unterdessen nach. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 105,30 US-Dollar und damit 1,37 Dollar beziehungsweise 1,3 Prozent weniger als am vorherigen Handelstag.

Der Dax startet in eine Woche, in der mehrere voneinander unabhängige Belastungsfaktoren zusammenkommen. Nach den Gewinnen zu Wochenbeginn richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf die US-Berichtssaison, die traditionell mit den großen Banken beginnt. Deren Zahlen liefern Hinweise darauf, wie robust die Unternehmensgewinne trotz hoher Bewertungen und anhaltender Unsicherheit sind.

Technologie und China im Fokus

Für die Halbleiterbranche verschärft die chinesische Konkurrenz die Bewertungsfrage. Der Markt muss nicht nur die Nachfrage nach KI-Chips, sondern auch die technologische Entwicklung und mögliche Verschiebungen bei Marktanteilen einpreisen. Das erhöht den Druck auf Unternehmen, deren Kurse stark von hohen Wachstumserwartungen getragen werden.

Zusätzlich bleibt China für europäische Konsum- und Luxuskonzerne ein zentraler Absatzmarkt. Schwächere Nachfrage dort kann sich unmittelbar auf Umsatz- und Gewinnprognosen auswirken. Die Entwicklung bei LVMH steht damit stellvertretend für die Frage, wie belastbar der globale Konsumaufschwung tatsächlich ist.

Ölpreis als weiterer Börsenfaktor

Der Rückgang des Brent-Preises auf 105,30 Dollar nimmt kurzfristig etwas Druck von den Inflationssorgen, ändert aber nichts an der hohen Ausgangslage. Steigende Energiepreise könnten die Kaufkraft der Verbraucher und die Margen energieintensiver Unternehmen belasten. Für Anleger werden deshalb neben den Quartalszahlen auch die Aussagen der Unternehmen zu Kosten, Nachfrage und Ausblick entscheidend sein.

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