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Der Dax hat am Dienstag seinen leichten Erholungskurs fortgesetzt.

18.06.2024 - 15:08:40

Aktien Frankfurt: Erholung im Dax setzt sich mit kleinen Schritten fort

Unterstützung kommt vor allem aus den USA, wo die Rekordlaune für Technologieaktien andauert. Von den ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland gingen dagegen trotz des elften Anstiegs in Folge kaum Impulse aus. Die gleichfalls geringer als erwartet ausgefallenen Einzelhandelsumsätze aus den USA bewegten letztlich auch kaum. Nun stehen noch die Daten zur US-Industrieproduktion im Mai an, die Impulse setzen könnten.

Am frühen Nachmittag gewann der Dax DE0008469008 0,31 Prozent auf 18 123,78 Punkte und baute damit sein Vortagesplus leicht aus. Er setzte sich außerdem somit noch ein wenig weiter nach oben hin von der 100-Tage-Linie ab, die als mittelfristiger Trendindikator gilt. Der jüngsten Korrektur wurde damit erst einmal Einhalt geboten. Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen Werten kletterte um 0,54 Prozent auf 25 622,28 Zähler hoch und auch europaweit wurden moderate Gewinne verbucht.

Dem deutschen Markt hilft vor allem, dass am Vortag an den US-Börsen neue Rekordhöhen erreicht wurden. An der technologielastigen Nasdaq-Börse stieg der Auswahlindex Nasdaq 100 US6311011026 im bisherigen Jahresverlauf inzwischen um gut 18 Prozent und dürfte sich zum Handelsstart der Marke von 20 000 Punkten weiter nähern. Die Anleger setzen neben dem Boomthema Künstliche Intelligenz (KI) auch weiter auf die Zinswende in den USA, auch wenn die Notenbank Fed in der vergangenen Woche zunächst an ihrer Politik festgehalten hatte.

Um von einem vorläufigen Ende der Korrektur im Dax zu sprechen, sollte die begonnene Erholung den Leitindex bald allerdings über das Niveau von 18 350/18 400 Punkten zurückführen, erklärte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners.

Unter den Einzelwerten fiel vor allem die Erholung der Rüstungswerte auf. Rheinmetall DE0007030009 gewannen im Dax 1,2 Prozent und Renk DE000RENK730 im SDax DE0009653386 2,3 Prozent. Hensoldt DE000HAG0005 verringerten zuletzt im MDax ihr Plus auf 0,5 Prozent. Deutschland meldete der Nato für 2024 geschätzte Verteidigungsausgaben von 90,6 Milliarden Euro und würde damit derzeit klar das Zwei-Prozent-Ziel des Bündnisses erreichen.

Beiersdorf DE0005200000 gingen dagegen während des Kapitalmarkttages des Konsumgüterherstellers auf Talfahrt und gaben zuletzt am Dax-Ende 2,6 Prozent ab. Anleger reagierten wohl enttäuscht darauf, dass keine neuen mittelfristigen finanziellen Ziele genannt worden seien, erklärte Bernstein-Analyst Bruno Monteyne.

Hugo Boss DE000A1PHFF7 profitierten mit plus 1,4 Prozent davon, dass Michael Ashley, der Gründer und Hauptaktionär des britischen Handelskonzerns Frasers Group, seinen Stimmrechtsanteil aufgestockt hat.

Ansonsten bewegten Analystenurteile. Zu Qiagen NL0015001WM6, die unter den Dax-Spitzenwerten um 1,5 Prozent zulegten, äußerten sich etwa die Experten von den Deutschen Bank, von Berenberg oder auch der UBS nach dem Kapitalmarkttag am Montag positiv. Da hatte das Diagnostikunternehmen seine Ziele für 2028 vorgestellt.

Die Citigroup verlieh der Aktie des Spezialchemiekonzerns Evonik DE000EVNK013 den Status "positive Catalyst Watch" und rechnet entsprechend in Kürze mit kurstreibenden Nachrichten. Angesichts der starken Geschäftsdynamik des Spezialchemiekonzerns sei die Aktie "zu billig", schrieb Analyst Sebastian Satz und erwartet zur Vorlage der Halbjahreszahlen, dass der Jahresausblick angehoben wird. Die Aktie setzte ihre Kurserholung fort und stieg um 1,9 Prozent.

Der Euro EU0009652759 stieg und kostete 1,0729 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt am Montag geringfügig tiefer auf 1,0712 (Freitag: 1,0686) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9335 (0,9358) Euro.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 2,44 Prozent am Vortag auf 2,47 Prozent. Der Rentenindex Rex DE0008469107 sank um 0,20 Prozent auf 124,92 Punkte. Der Bund-Future DE0009652644 drehte zuletzt ins Plus und legte um 0,09 Prozent auf 132,61 Punkte zu./ck/jha/

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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