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Frankfurt Eröffnung: Rückschlag geht weiter - Anziehende Ölpreise

18.05.2026 - 09:54:09 | dpa.de

Der Dax DE0008469008 knüpft zu Wochenbeginn wegen der angespannten Nahost-Lage an seine Freitagsschwäche an.

Der deutsche Leitindex verlor gegen Ende der ersten Handelsstunde ein halbes Prozent auf 23.829 Punkte. Damit nähert er sich einer Unterstützungszone, die der Charttechniker Martin Utschneider vom Broker Robomarkets bei 23.675 Punkten sieht. Indikationen hatten in der Nacht zeitweise sogar darunter gelegen.

Wieder einmal belasten anziehende Ölpreise das Stimmungsbild. Als Grund gelten wieder schärfere Töne zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. "Für den Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser SCHNELL bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrig bleiben", schrieb US-Präsident Donald Trump auf der Plattform Truth Social. Der US-Verbündete Israel stellt sich bereits auf einen möglichen Neubeginn der gemeinsamen Angriffe im Iran ein.

Belastend sind auch die Vorgaben, denn die Nahost-Sorgen prägten in Asien das Geschehen negativ. In den USA hatte die jüngste KI-Rally am Freitag eine Auszeit genommen, die Indizes hatten dort unterhalb ihres Standes zum europäischen Handelsschluss geschlossen.

Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Werte sank am Montag noch etwas stärker als der Dax um 1,17 Prozent auf 30.997 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx EU0009658145 bewegte sich 0,9 Prozent tiefer bei 5.773 Zählern.

Mit einem Erholungsversuch um mehr als ein Prozent machte Rheinmetall DE0007030009 verhalten auf sich aufmerksam. Den Anstoss dazu gab eine Kaufempfehlung der Citigroup, die den Rücksetzer bei dem Rüstungskonzern für übertrieben hält. Ein Friedensabkommen im Krieg zwischen der Ukraine und Russland bleibt mit gegenseitigen Angriffen außer Sichtweite. Bedenken an der Finanzierung steigender Verteidigungsausgaben hat der Experte Charles Armitage zumindest nicht in Deutschland.

Im MDax setzte sich Sartorius DE0007165631 mit 2,1 Prozent Plus an die Spitze. Für Gesprächsstoff sorgte hier ein Bericht im "Wall Street Journal" über den Einstieg des Investors Elliott beim Sartorius-Großaktionär Bio-Rad. Bei diesem will Elliott dem Bericht zufolge auf eine bessere Kursentwicklung hinwirken. Auch bei Sartorius verläuft das Börsenjahr mit einem Abschlag von aktuell immer noch 15 Prozent bislang unbefriedigend. Elliott selbst ist ebenfalls bei Sartorius im Boot.

Kursverluste gab es auch bei der Lufthansa DE0008232125, die neben den anziehenden Ölpreisen auch von Ryanair IE00BYTBXV33 bedingt waren. Der Billigflieger traut sich in Zeiten des Iran-Kriegs wegen der hohen Unsicherheiten keine Gewinnprognose für das laufende Jahr zu. Ein Medienbericht, wonach die Holding des Logistik-Milliardärs Klaus-Michael Kühne eine weitere Aufstockung der Lufthansa-Anteile erwägt, konnte dem Kurs nicht helfen. Ein Händler sah darin keine Überraschung.

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