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Frankfurt Schluss: Dax auf Rekordjagd - Starker Juli-Auftakt

03.07.2026 - 18:11:10 | dpa.de

Der Dax DE0008469008 hat am Freitag seine Rekordjagd fortgesetzt.

Erst am Vortag hatte er nach einer sechsmonatigen Durststrecke eine Bestmarke erklommen. Nun erreichte er bei knapp 25.827 Punkten erneut ein Rekordhoch. Am Ende gewann der Dax 0,78 Prozent auf 25.779,31 Zähler. Er geht damit verheißungsvoll in die zweite Jahreshälfte: Binnen drei Tagen hat er im Juli schon mehr Prozente gewonnen als in der gesamten ersten Jahreshälfte. Seine Wochenbilanz ist mit plus 4,5 Prozent die stärkste seit April 2025.

Während die globale Technologierally zuletzt auf Schranken stieß, verwies die DZ Bank als Treiber der Dax-Rekorde auf die Aussicht auf eine weniger restriktive US-Geldpolitik und das am Vortag in Berlin verabschiedete Reformpaket. Die Genossenschaftsbank hält an ihrem Jahresendziel von 27.500 Punkten fest, das noch fast sieben Prozent Potenzial verspricht. Marktbeobachter sehen aber zunächst eine Hürde bei 26.000 Zählern. Laut CMC-Markets-Experte Andreas Lipkow ist der jüngste Ausbruch für diese Marke noch kein Freifahrtschein.

In der zweiten deutschen Börsenreihe hat der MDax DE0008467416 zu seinem fünf Jahre alten Rekord noch ein paar Schritte vor sich. Auf dem Weg dahin legte der Index mit den mittelgroßen Börsenwerten am Freitag aber noch etwas deutlicher als der Dax um 1,38 Prozent auf 32.994,37 Zähler zu.

Die Energieversorger-Branche nahm weiter Fahrt auf, wobei der europäische Branchenindex Stoxx Europe 600 Utlities EU0009658962 das höchste Niveau seit April erreichte. Die Aktien von Eon DE000ENAG999 führten den Dax mit einem Kurssprung um 4,4 Prozent an. Dem kapitalintensiven und zinssensiblen Sektor gab vor allem die nachlassende Angst vor US-Zinserhöhungen Rückendeckung.

Eine deutliche Erholung bei KI-lastigen Technologiewerten, die am Freitag in Asien einsetzte, kam hierzulande bei Infineon DE0006231004 mit einem Anstieg um 1,4 Prozent an. Wieder einmal entwickelte sich der auch zum Technologiebereich zählende Softwaresektor aber konträr wegen der Sorgen, dass aus dem Megatrend KI eine Bedrohung wird. Die im Dax gewichtigen Papiere von SAP DE0007164600 verloren 1,5 Prozent.

Die Titel von Rheinmetall DE0007030009 kamen mit einem fast zwei Prozent hohen Abschlag von ihrer zuletzt deutlichen Kurserholung zurück. Seine Nachwehen hat der Verlust eines Großauftrags der deutschen Marine, dessen Auswirkungen der Rüstungskonzern derzeit überprüft. Sollte eine kurzfristige Kompensation nicht möglich sein, könnte dies den Erlös laut Rheinmetall im laufenden Jahr um bis zu 300 Millionen Euro drücken.

Zum Favoritenkreis im Dax zählten auch die Anteilscheine von Gea DE0006602006 mit 2,3 Prozent Plus. Die kanadische Bank RBC hat die Titel des Maschinenbauers auf "Outperform" hochgestuft. "Ein wenig Wachstum und jede Menge Marge - und das alles ohne Geschäft mit KI-Rechenzentren", lautete das Argument von Analyst Sebastian Kuenne.

Etwas dahinter schlossen die Continental DE0005439004-Aktien im Dax 1,6 Prozent höher. Der näher rückende Verkauf der Kautschuk- und Kunststofftochter Contitech bescherte dem künftig reinen Autozulieferer den höchsten Stand seit November 2021. Den Anstoß dazu gab am Nachmittag die Mitteilung, dass eine Vertragsunterzeichnung mit dem Finanzinvestor Lone Funds vor dem Abschluss steht.

Auf europäischer Bühne verbuchte der EuroStoxx EU0009658145 mit einem Anstieg um 0,8 Prozent ebenfalls erneut einen Rekord. Einen solchen erreichte auch der schweizerische Leitindex SMI CH0009980894, während dem Londoner FTSE 100 GB0001383545 ein Anstieg um 0,25 Prozent dazu nicht genügte. In New York pausierte am Freitag die Börse wegen der anstehenden Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA.

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