ROUNDUP, Chipzulieferer

Chipzulieferer Siltronic streicht Dividende - Aktie unter Druck

12.03.2026 - 10:25:24 | dpa.de

Der Chipzulieferer Siltronic DE000WAF3001 streicht wegen eines Verlusts im vergangenen Jahr die Dividende.

Das teilte das Münchner Unternehmen bei der Vorlage von detaillierten Geschäftszahlen mit. Für 2024 hatte das Unternehmen, an dem Wacker Chemie DE000WCH888 etwas mehr als 30 Prozent hält, noch 20 Cent je Aktie als Gewinnbeteiligung ausgeschüttet.

An der Börse führte die Nachricht über die gestrichene Dividende allerdings nicht zu einer großen Verunsicherung der Anleger. Zuletzt büßte das Papier in einem schwachen SDax DE0009653386-Umfeld rund ein Prozent ein. Das Plus im laufenden Jahr liegt damit bei rund vier Prozent. Zum Vergleich: Der Kleinwerteindex SDax gab im bisherigen Jahresverlauf leicht nach. Ganz anders sieht es mittelfristig aus. In den vergangenen fünf Jahren sank der Börsenwert von Siltronic um rund 60 Prozent, während der SDax rund zehn Prozent zulegte.

Wie bereits seit Anfang Februar bekannt, sank der Umsatz 2025 um knapp fünf Prozent auf rund 1,35 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag mit rund 317 Millionen Euro rund 13 Prozent unter dem Vorjahr. Unter dem Strich rutschte das Unternehmen, wie es am Donnerstag mitteilte, in die roten Zahlen.

Unter anderem hätten sich anhaltender Preisdruck und ungünstige Wechselkurse des US-Dollar belastend ausgewirkt. Das Investitionsvolumen im laufenden Jahr sinke auf maximal 220 Millionen Euro, hieß es weiter. 2025 investierte Siltronic noch rund 370 Millionen.

Die Mitte Februar veröffentlichte Prognose bestätigte das Unternehmen. Der Chipzuliferer rechnet wegen der anhaltenden Dollar-Schwäche, einer rückläufigen 200 mm-Wafernachfrage und des fortgesetzten Preisdrucks sowie der Anpassung der Fertigung mit einem schwachen Jahr.

Der Umsatz dürfte 2026 im mittleren einstelligen Prozentbereich unter dem Vorjahr liegen. Bei der Marge gemessen am Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wird ein Wert zwischen 20 und 24 Prozent erwartet. 2025 betrug die Marge 23,5 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern dürfte zum Vorjahr "deutlich" zurückgehen.

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