Aixtron plant neues Werk in Malaysia - Aktie verliert
26.03.2026 - 13:11:17 | dpa.deMit dem neuen Standort in Penang will das Unternehmen das schnell wachsende Ökosystem für Halbleiterausrüstung in Südostasien erschließen, wie es am Mittwochabend in Herzogenrath mitteilte. Für 2026 und 2027 plant Aixtron dafür Investitionen von rund 40 Millionen Euro. Ein Personalabbau in Europa sei nicht geplant, betonte Vorstandschef Felix Grawert. An der Börse kamen die Neuigkeiten am Donnerstag schlecht an.
Die Aixtron-Aktie verlor bis zur Mittagszeit mehr als drei Prozent auf 35,415 Euro und gehörte damit zu den stärkeren Verlierern im ohnehin schwachen MDax DE0008467416, dem Index der mittelgroßen Werte. Allerdings wurde das Papier immer noch mehr als doppelt so teuer gehandelt wie noch zum Jahreswechsel. In den vergangenen 12 Monaten hat sich sein Wert sogar verdreifacht.
Branchenexperte Om Bakhda vom Analysehaus Jefferies wertete den Bau des neuen Werks positiv. Der Kapazitätsausbau spiegele deutlich das Vertrauen wider, dass die Nachfrage in den kommenden Jahren stark steige. Dies gelte besonders für die asiatischen Kunden.
Das Unternehmen will in Penang Einrichtungen für Montage, Tests, Unterstützung bei der Entwicklung sowie Einkaufskapazitäten aufbauen und näher an andere Firmen der Branche heranrücken. Das Werk ermögliche die Montage einiger Aixtron-Produkte und die Beschaffung vieler Teile von Modul- und Komponentenherstellern in der Region, hieß es weiter. "Insgesamt bedeutet das einen klaren Wachstumsschritt für uns und stärkt unsere Position im asiatischen Markt", sagte Vorstandschef Grawert.
Die Werke des Unternehmens in Europa sollen darunter nicht leiden. Grawert bekannte sich ausdrücklich zu den Standorten in Herzogenrath (Deutschland) und Cambridge (Großbritannien). "Beide Standorte sind zentrale Säulen für Forschung, Entwicklung und auch Produktion, insbesondere aufgrund der vielen starken und spezialisierten Zulieferer." Das Werk in Malaysia solle es ermöglichen, "das Beste aus beiden Welten zu nutzen", indem es den Zugang zur Lieferkette in Südostasien eröffne. "In Europa ist infolgedessen kein Personalabbau geplant."
Die Produktion in Malaysia soll im Frühjahr 2027 anlaufen. Die ersten Auslieferungen sind für die zweite Hälfte desselben Jahres geplant. Die für 2026 erwarteten Anlaufkosten sollen die Geschäftsprognosen für das laufende Jahr nicht beeinflussen.
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