Der 1260 Infinity II LC von Agilent Technologies - Labor-Chromatograph mit Fokus auf Produktivität
Veröffentlicht am: 11.07.2026 um 11:02 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSDer 1260 Infinity II LC steht auf der Laborbank, die Pumpenköpfe blinken dezent, während eine gläserne Flasche mit Eluent leise klirrt, wenn Lisa, Laborleiterin eines Pharma-Unternehmens, sie nachfüllt. Das Chromatographie-System von Agilent Technologies Inc. ist auf schnelle Routineanalysen ausgelegt und nimmt im Alltag tausende Proben pro Woche auf.
Routinestarkes LC-System für das Labor
Der 1260 Infinity II LC gehört zur Infinity-II-Reihe von Agilent und ist ein modularer Hochleistungs-Flüssigkeitschromatograph, der explizit für Routine- und Qualitätskontrolllabore konzipiert ist. Agilent beschreibt das System als Allround-Lösung für Standard-HPLC- und UHPLC-Workflows mit typischen Drücken bis zu 600 bar, in bestimmten Konfigurationen bis 800 bar. Agilent Produktseite 1260 Infinity II LC
Das System besteht aus einer Pumpe, einem Autosampler, einem Thermostat für die Säule und verschiedenen Detektoren, typischerweise UV- oder DAD-Detektoren. Die Module lassen sich je nach Laboranforderung kombinieren und später erweitern, etwa durch zusätzliche Pumpen oder Online-Entgasungs-Einheiten. Übersicht Agilent HPLC-Systeme
Agilent Technologies im Laboralltag
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Technische Kennzahlen und Module
Agilent bietet den 1260 Infinity II LC mit unterschiedlichen Pumpentypen an, darunter isokratische und binäre Gradientenpumpen. Die Standard-HPLC-Konfiguration liegt im Druckbereich bis 600 bar, was für die meisten klassischen Analysenreihen ausreichend ist. Agilent LC-Pumpen
Der typischerweise eingesetzte Autosampler 1260 Infinity II Multisampler kann je nach Rack-Konfiguration mehrere hundert Proben aufnehmen. Eine Standard-Rack-Version fasst etwa 100–300 Vials, während High-Density-Racks bis zu rund 600 oder mehr Proben ermöglichen, was sich besonders für pharmazeutische Stabilitätsstudien oder Lebensmittelanalytik anbietet. Agilent LC Autosampler
Bedienung, Software und Datenanbindung
Für die Steuerung des 1260 Infinity II LC setzt Agilent auf seine CDS-Plattform OpenLab. Die Software deckt die komplette Kette vom Methodensetup über Probensequenzen bis zur Auswertung und Berichterstellung ab. Im Alltag sieht man häufig, wie Labortechniker wie Lisa mit wenigen Klicks ganze Sequenzen mit mehreren hundert Proben programmieren.
OpenLab bietet Audit-Trails, Benutzerrollen und elektronische Signaturen, um regulatorische Vorgaben wie 21 CFR Part 11 oder GxP zu unterstützen. In vielen Pharma- und Lebensmittelbetrieben ist das ein Standardanforderungsprofil, das Agilent mit seiner Software direkt adressiert. Agilent OpenLab Suite
Anwendungsfelder von Pharma bis Umweltanalytik
Der 1260 Infinity II LC wird laut Hersteller vor allem in Pharma-QC, generischer Wirkstoffprüfung, Lebensmittelanalytik und Umweltanalytik eingesetzt. Typische Tasks sind Assay-Bestimmungen, Reinheitsprüfungen, Gehaltsanalysen und die Überwachung von Spurenverunreinigungen.
Ein klassischer Alltag im QC-Labor: Die Säule läuft bei 30 Grad, das System pumpt mobile Phase mit festgelegtem Fluss, während im Probenraum die Reihe von Vials klackend in den Autosampler einrasten. Jede Injektion dauert nur wenige Sekunden, aber über den Tag summiert sich das zu mehreren hunderten Injektionen.
Konfiguration und Skalierung im Labor
Agilent positioniert den 1260 Infinity II LC als Mittelklasse-Arbeitspferd zwischen einfacheren 1100/1200-Systemen im Bestand und den höher auflösenden 1290 Infinity II-Systemen. Für Labore, die sowohl klassische HPLC als auch einfache UHPLC fahren wollen, ist die modulare Architektur ein Vorteil.
Laborleiter können das System sukzessive erweitern. Erst eine Pumpe und ein UV-Detektor, später ein DAD, ein Fluoreszenzdetektor oder ein RID-Modul für Kohlenhydrate. Das senkt den Investitionsdruck, weil nicht alle Module sofort gekauft werden müssen.
Service, Wartung und Betriebskosten
Agilent bietet globale Serviceverträge sowie Präventivwartung für den 1260 Infinity II LC an. Verschleißteile wie Dichtungen, Kapillaren und Lampen im UV-Detektor werden im Rahmen von Wartungsintervallen getauscht, um ungeplante Ausfälle zu vermeiden.
Die Betriebskosten hängen vor allem vom Verbrauch von Lösungsmittel, Säulen und Lampen ab. Für viele Labore ist die Balance aus Anschaffungspreis, Laufzeitstabilität und Serviceverfügbarkeit entscheidend, wenn sie zwischen Anbietern wie Agilent, Waters oder Thermo Fisher Scientific wählen. Agilent Servicepläne
Preisrahmen und Verfügbarkeit
Agilent nennt auf seiner globalen Website in der Regel keine öffentlichen Listenpreise für komplette HPLC-Systeme wie den 1260 Infinity II LC. Der Preis hängt von Konfiguration, Region, Servicepaketen und Rabatten ab. Branchenüblich liegen modulare Systeme dieser Klasse je nach Ausstattung im hohen fünfstelligen Dollar- oder Eurobereich.
Bestellt wird meist direkt über den Agilent-Vertrieb oder autorisierte Händler. Auf Messen wie der analytica oder Pittcon berichten Anwender, dass sie im Rahmen größerer Projektausstattungen Rabatte erhalten, wenn mehrere Systeme samt Zubehör und Servicepaket geordert werden.
Wettbewerbsumfeld und Alternativen
Im Wettbewerb steht der 1260 Infinity II LC unter anderem mit Systemen wie Waters Alliance HPLC, Thermo Fisher Vanquish Core oder Shimadzu Nexera-Serien. Die Unterschiede liegen in Details wie Pumpenarchitektur, Bedienoberfläche, Service-Netz und Softwareintegration.
Agilent profitiert dabei von seiner langen Historie als Hewlett-Packard-Messtechnik-Ableger und der breiten installierten Basis in QC-Laboren. Wer einmal OpenLab-Workflows etabliert hat, wechselt ungern den kompletten Stack aus Hardware und Software.
Bedeutung für Agilent und die Aktie
Für Agilent Technologies ist Chromatographie zusammen mit Massenspektrometrie und Diagnostik eine zentrale Umsatzsäule. CEO Michael R. McMullen betont in Interviews regelmäßig, wie wichtig stabile, wiederkehrende Einnahmen aus Service und Verbrauchsmaterialien rund um Systeme wie den 1260 Infinity II LC sind, um die Profitabilität zu stützen.
Die Agilent Technologies Inc. Aktie ist an der New York Stock Exchange in US-Dollar gelistet; robuste Nachfrage nach Chromatographie-Systemen wie dem 1260 Infinity II LC trägt dazu bei, die Bewertung des Unternehmens zu unterstützen.
Fakten zum 1260 Infinity II LC
- Produkt: 1260 Infinity II LC System
- Hersteller: Agilent Technologies Inc.
- Kategorie: Chromatograph (Labor)
- Markteinführung: schrittweise ab Mitte der 2010er Jahre als Teil der Infinity-II-Plattform
- UVP / Preis: abhängig von Konfiguration, typischerweise hoher fünfstelliger USD/EUR-Bereich
- Verfügbarkeit: weltweit über Agilent-Vertrieb und Fachhändler
- Zielgruppe: QC- und Routinelabore in Pharma, Lebensmittel- und Umweltanalytik
- Besonderheit / USP: modulare HPLC-Plattform mit Fokus auf Routine, breiter Autosampler-Kapazität und OpenLab-Anbindung
