Demografie, Deutschlands

Demografie spaltet Deutschlands Immobilienmarkt

21.02.2026 - 15:42:12 | boerse-global.de

Der demografische Wandel führt zu einer deutlichen Spaltung des Immobilienmarktes. Städte erwarten moderate Preissteigerungen, während ländliche Regionen mit Wertverlusten kämpfen.

Deutschlands Bevölkerung schrumpft – und reißt den Immobilienmarkt in zwei Teile. Während Metropolen auch 2026 auf moderate Preissteigerungen hoffen, droht ländlichen Regionen ein signifikanter Wertverlust. Aktuelle Daten belegen: Der demografische Wandel trifft früher und härter als gedacht.

Städte trotzen dem Trend

Die Immobilienmärkte in Metropolen und „Schwarmstädten“ bleiben robust. Experten rechnen hier mit Preissteigerungen von zwei bis vier Prozent. Die Gründe: eine anhaltende Zuwanderung von Arbeitskräften, der Trend zu kleineren Haushalten und ein chronischer Mangel an Neubauwohnungen.

Allein der Anteil der Single-Haushalte hat sich auf rund 41 Prozent verdoppelt. Das hält die Nachfrage hoch, selbst wenn die Einwohnerzahl stagniert. Gleichzeitig bremst der Einbruch der Bautätigkeit das Angebot weiter aus. Gestiegene Bau- und Finanzierungskosten sorgen dafür, dass auch 2026 zu wenige neue Wohnungen entstehen.

Ländlicher Raum verliert an Wert

Ganz anders sieht es in vielen ländlichen und strukturschwachen Gebieten aus. Besonders Teile Ostdeutschlands – mit Ausnahme von Wachstumszentren wie Leipzig oder Dresden – leiden unter dem Bevölkerungsschwund. Sinkende Einwohnerzahlen drücken die Nachfrage und erhöhen das Leerstandsrisiko.

Hier werden die Preise stagnieren oder sogar fallen. Ältere Bestandsimmobilien mit schlechter Energieeffizienz trifft es besonders hart. Potenzielle Käufer scheuen die hohen Sanierungskosten. Experten raten Investoren in diesen Regionen zu äußerster Vorsicht.

Ein Markt, zwei Geschwindigkeiten

Der Gesamtmarkt hat sich nach den Preiskorrekturen von 2022 und 2023 stabilisiert. 2025 war Wohnimmobilien mit einem Transaktionsvolumen von rund 8,4 bis 8,9 Milliarden Euro die umsatzstärkste Assetklasse. Für 2026 wird eine weitere Erholung erwartet.

Doch diese Erholung verläuft höchst ungleich. Die Schere zwischen begehrten Lagen und dem ländlichen Raum öffnet sich weiter. Ein entscheidender Faktor wird dabei immer wichtiger: die Energieeffizienz. Sie beeinflusst den Wert einer Immobilie heute erheblich.

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Anpassung wird zum Schlüsselfaktor

Wie geht es weiter? In den wachsenden Städten liegt der Fokus auf dem Bau kleinerer, energieeffizienter Wohnungen. Sie müssen der Nachfrage durch Singles und eine alternde Bevölkerung gerecht werden. Die Politik steht in der Pflicht, den stockenden Neubau durch schnellere Genehmigungen anzukurbeln.

In schrumpfenden Regionen gewinnen hingegen Konzepte für Umnutzung oder sogar Rückbau an Bedeutung. Für Eigentümer wird die Investition in Modernisierung – vor allem in energetische Sanierung – über den Werterhalt entscheiden. Der demografische Wandel zeichnet die Landkarte des Immobilienmarktes neu.

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