Demenz-Selbsttests: Experten warnen vor trügerischen Schnelltests
17.01.2026 - 22:43:12Demenz-Schnelltests für zuhause können zu gefährlichen Fehleinschätzungen führen. Mediziner warnen eindringlich vor den frei verkäuflichen Produkten aus Drogerie und Online-Shop. Sie ersetzen keine ärztliche Diagnose und bergen große Risiken.
Die Tests versprechen eine einfache Einschätzung des eigenen Demenzrisikos. Doch Fachgesellschaften betonen: Eine verlässliche Diagnose ist ein komplexer Prozess. Er benötigt ärztliche Gespräche, körperliche Untersuchungen und professionell durchgeführte Testverfahren.
Warum die Selbsttests so problematisch sind
Die frei erhältlichen Tests basieren oft auf stark vereinfachten Versionen klinischer Verfahren wie dem Mini-Mental-Status-Test. Im professionellen Umfeld können solche Instrumente Hinweise liefern. Ohne fachkundige Durchführung und Einordnung ist ihre Aussagekraft jedoch fragwürdig.
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Das Hauptproblem: Die Ursachen für kognitive Probleme sind vielfältig.
* Symptome wie Vergesslichkeit können auch auf Depressionen, Vitaminmangel oder Medikamentennebenwirkungen hindeuten.
* Ein Laientest kann diese Ursachen nicht unterscheiden.
* Selbst anerkannte Tests wie der Montreal-Cognitive-Assessment-Test sind explizit für Fachpersonal gedacht.
Die wissenschaftliche Validität vieler frei verkäuflicher Tests ist zudem unklar. Experten stellen ihre Zuverlässigkeit grundsätzlich infrage.
Die gefährlichen Folgen falscher Ergebnisse
Die psychologischen Risiken sind erheblich. Ein auffälliges – möglicherweise falsches – Ergebnis kann massive Ängste auslösen. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft und Neurologen lehnen Tests bei beschwerdefreien Personen deshalb ab.
Mindestens ebenso gefährlich ist das Gegenteil: Ein unauffälliges, aber falsches Ergebnis vermittelt trügerische Sicherheit. Betroffene suchen vielleicht keinen Arzt auf und verlieren wertvolle Zeit für Diagnose und Therapie. Der IGeL-Monitor bewertet solche Früherkennungstests ohne Symptome als “tendenziell negativ”. Ein Nutzen ist nicht belegt, doch der Schaden durch unnötige Beunruhigung ist real.
So läuft eine seriöse Diagnose ab
Der Weg zur verlässlichen Diagnose führt immer zum Facharzt. Hausärzte sind die erste Anlaufstelle und überweisen bei Verdacht an Neurologen, Psychiater oder spezialisierte Gedächtnisambulanzen.
Dort erfolgt ein mehrstufiger Prozess:
1. Umfassende Anamnese, oft mit Einbeziehung von Angehörigen
2. Körperliche und neurologische Untersuchungen zum Ausschluss anderer Ursachen
3. Standardisierte, professionell durchgeführte Tests zu Gedächtnis, Sprache und Orientierung
4. Bei Bedarf bildgebende Verfahren wie MRT oder Laboruntersuchungen
Gibt es sinnvolle Alternativen?
Der Wunsch nach früher Klarheit ist verständlich. Die Kritik richtet sich nicht gegen Früherkennung an sich, sondern gegen ungeeignete, unkontrollierte Mittel.
Vielversprechend sind integrierte Ansätze:
* Apps wie “neotiv” werden in Studien des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen erprobt. Sie werden aber ärztlich verschrieben und begleiten die Fachdiagnostik.
* Modellprojekte wie “Demenzfreundliche Apotheken” in Bayern ermöglichen Tests unter Aufsicht von Apothekenpersonal. Bei Auffälligkeiten folgt direkt die Empfehlung zum Arztbesuch.
Digitale Gesundheitsanwendungen werden wichtiger. Für den sensiblen Bereich der Demenzdiagnostik braucht es jedoch klare Qualitätsstandards und ärztliche Begleitung. Bis dahin gilt die klare Experten-Empfehlung: Finger weg von frei verkäuflichen Schnelltests. Bei Verdacht auf Gedächtnisprobleme führt der einzige sichere Weg in die Arztpraxis.
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