Demenz-Prävention, Fälle

Demenz-Prävention: 45 Prozent der Fälle könnten vermieden werden

22.01.2026 - 01:56:12

Experten betonen die Bedeutung von 14 beeinflussbaren Faktoren für die Demenzvorbeugung. Digitale Tools und Früherkennungstests gewinnen an Bedeutung, während die Forschung neue Therapien entwickelt.

Experten diskutierten heute auf einem bundesweiten Online-Fachtag neue Wege, um Demenzerkrankungen vorzubeugen. Die zentrale Botschaft: Ein gesunder Lebensstil kann das Risiko signifikant senken. Aktuelle Studien zeigen, dass bis zu 45 Prozent aller Demenzfälle durch beeinflussbare Faktoren vermieden oder verzögert werden könnten.

Organisiert wurde die Veranstaltung von den Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz NRW und dem Kompetenzzentrum Demenz Schleswig-Holstein. Ziel war es, Fachkräfte aus Gesundheits- und Pflegeberaten auf den neuesten Stand zu bringen und Beratungskompetenz zu stärken.

14 Hebel, um das Risiko zu senken

Im Fokus der Diskussion standen 14 modifizierbare Risikofaktoren. Eine internationale Expertengruppe im Auftrag des Fachjournals „The Lancet“ hat diese identifiziert. Die Liste reicht von Bluthochdruck und Rauchen über soziale Isolation bis hin zu Luftverschmutzung.

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Prävention ist ein lebenslanger Prozess. Auswertungen der Framingham Heart Study belegen: Bereits regelmäßige, moderate Bewegung ab der Lebensmitte kann das Demenzrisiko deutlich reduzieren. Es muss kein Hochleistungssport sein – die positive Wirkung auf Gehirnstruktur und Denkfähigkeit ist klar belegt.

Apps auf Rezept für die Gehirngesundheit

Die digitale Ausrichtung des Fachtags spiegelte einen Trend wider: den Einsatz von Technologie in der Prävention. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), umgangssprachlich „Apps auf Rezept“, gewinnen an Bedeutung.

Diese vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geprüften Anwendungen können Ärzte verordnen. Sie unterstützen Nutzer dabei, einen gesünderen Lebensstil zu führen oder kognitive Übungen durchzuführen. Projekte wie das Digitale Demenzregister Bayern (digiDEM Bayern) bieten bereits Online-Präventionscoaches an.

Forschung sucht nach Therapien und Früherkennung

Parallel zur Prävention läuft die Therapieforschung auf Hochtouren. Die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) fördert ab 2026 18 neue Projekte mit rund 2,45 Millionen Euro. Der Fokus liegt auf Grundlagenforschung und neuen Diagnoseverfahren.

Ein Schwerpunkt ist die Früherkennung. Forscher arbeiten an revolutionären Methoden:
* Bluttests, die Alzheimer-Biomarker lange vor Symptomen nachweisen.
* Smartphone-basierte Tests für eine einfachere Diagnostik.

Solche Ansätze könnten Therapien den Weg ebnen, die im allerfrühesten Stadium ansetzen.

Paradigmenwechsel: Von der Behandlung zur Vorbeugung

Die Diskussionen markieren einen Wandel: weg von reiner Behandlung, hin zu proaktiver Prävention. Initiativen wie die Nationale Demenzstrategie sollen Versorgungsstrukturen verbessern und die Öffentlichkeit sensibilisieren.

Digitale Angebote können eine Brücke schlagen, indem sie wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich aufbereiten. Die Kostenerstattung von DiGA durch die Krankenkassen ist ein wichtiger Schritt. Die Herausforderung bleibt, alle Bevölkerungsgruppen – auch Ältere oder Bildungsferne – zu erreichen.

Die Zukunft ist personalisiert und digital

Die Prävention der Zukunft wird individueller. Forschung zielt darauf ab, persönliche Risikoprofile genauer zu bestimmen, um maßgeschneiderte Empfehlungen geben zu können. Die Kombination aus Lebensstil-Beratung und digitalen Tools wie Wearables könnte helfen, Veränderungen im Alltag nachhaltig zu verankern.

Die Fortschritte in der Früherkennung erhöhen zugleich die Chance, dass neue, ursachenorientierte Medikamente wirksam werden können. Veranstaltungen wie der heutige Fachtag sind entscheidend, um dieses Wissen in die Praxis zu übertragen.

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