Demenz: Früherkennung kann bis zu 45 Prozent der Fälle verhindern
22.01.2026 - 01:42:12Ein Informationsabend klärt über erste Anzeichen von Vergesslichkeit auf. In Deutschland leben derzeit rund 1,84 Millionen Menschen mit einer Demenz. Bis 2050 könnten es ohne Therapiedurchbruch 2,7 Millionen sein. Jährlich kommen etwa 440.000 Neuerkrankungen hinzu.
Die häufigste Form ist die Alzheimer-Krankheit. Auffällig: Über 100.000 Betroffene sind jünger als 65 Jahre. Experten führen den Anstieg in dieser Gruppe auf verbesserte Diagnostik zurück. Sie erlaubt es, Demenz früher von Krankheiten wie Depressionen abzugrenzen.
Doch wo hört normale Altersvergesslichkeit auf und wo fängt Demenz an?
Diese Warnsignale sollten Sie ernst nehmen
Gelegentliches Vergessen ist normal. Echte Warnsignale gehen darüber hinaus und sollten ärztlich abgeklärt werden. Dazu zählen:
* Probleme mit dem Kurzzeitgedächtnis: Immer wieder werden kurz zurückliegende Ereignisse vergessen.
* Orientierungslosigkeit: Selbst in vertrauter Umgebung fällt die Orientierung schwer.
* Sprachschwierigkeiten: Die Wortfindung bereitet zunehmend Probleme.
* Stimmung und Verhalten: Plötzliche, unerklärliche Stimmungsschwankungen oder Verhaltensänderungen treten auf.
* Sinnesverlust: Der Geruchs- oder Geschmackssinn lässt nach.
Häufen sich solche Symptome, ist der Gang zum Arzt ratsam.
Der Schlüssel liegt in der Prävention
Die Forschung macht Fortschritte. Ein aktueller Bericht der “Lancet Commission” identifizierte 14 beeinflussbare Risikofaktoren. Neu auf der Liste: unbehandelter Sehverlust im Alter und hohe LDL-Cholesterinwerte im mittleren Lebensalter.
Passend zum Thema Vorbeugung: Viele Menschen bemerken erste Gedächtnislücken und wissen nicht, wie sie aktiv dagegen vorgehen sollen. Der kostenlose Report „Gehirntraining leicht gemacht“ bietet 7 praktische Geheimnisse, 11 alltagstaugliche Übungen und einen Selbsttest, mit denen Sie Konzentration und Gedächtnis stärken können – ideal, um das Demenz‑Risiko zu verringern. Er enthält außerdem einfache Ernährungs‑ und Alltagstipps für mehr mentale Fitness. Gratis-Report „Gehirntraining leicht gemacht“ sichern
Das Fazit der Experten ist eindeutig: Durch die Beeinflussung dieser Faktoren ließen sich bis zu 45 Prozent aller Demenzerkrankungen verzögern oder verhindern. Zu den bekannten Risiken zählen:
* Bluthochdruck und Diabetes
* Hörverlust und soziale Isolation
* Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und körperliche Inaktivität
* Depressionen und Luftverschmutzung
Ein gesunder Lebensstil ab der Lebensmitte gewinnt damit enorm an Bedeutung.
Frühe Diagnose ermöglicht selbstbestimmtes Leben
Bei Verdacht ist der Hausarzt der erste Ansprechpartner. Er kann andere Ursachen wie eine Schilddrüsenunterfunktion ausschließen. Für eine umfassende Diagnose stehen Gedächtnissprechstunden oder Spezialkliniken zur Verfügung.
Eine frühe Diagnose ist heute wichtiger denn je. Sie hilft Betroffenen, länger selbstbestimmt zu leben. Neue Medikamente wie Antikörper-Therapien entfalten ihre Wirkung vor allem in frühen Stadien. Die Forschung arbeitet zudem an Bluttests für eine noch einfachere Früherkennung.
Wo Betroffene und Angehörige Hilfe finden
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft bietet umfassende Beratung, etwa über das Alzheimer-Telefon. Informationsabende von Krankenkassen oder Volkshochschulen klären auf und geben praktische Tipps. Für viele Angehörige werden Selbsthilfegruppen zur wichtigen emotionalen Stütze.
Die wachsende Zahl der Betroffenen zeigt: Gesellschaftliche Aufklärung und niedrigschwellige Hilfsangebote sind entscheidend für die Lebensqualität aller Beteiligten.


