Aktien, Frankfurt

Aktien Frankfurt: Keine Kraft für 25.000 Punkte - Inflationsdaten kein Treiber

06.01.2026 - 14:39:19 | dpa.de

Dem Dax fehlt am Dienstag die Kraft für einen Anstieg über die Marke von 25.000 Punkte.

Auch eine hierzulande im Dezember stärker gesunkene Inflation als erwartet gab dem Leitindex am Nachmittag keinen Schub mehr. Zuletzt stand für den Dax ein Plus von 0,34 Prozent auf 24.954 Punkte zu Buche. Das Rekordhoch schraubte er derweil bis auf 24.969 Zähler hinauf.

Die 25.000er-Marke bleibt somit im Blick. Die Aussicht auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft im neuen Jahr dank der Infrastruktur- und Rüstungsmilliarden der Bundesregierung gilt als Kurstreiber.

Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Werte legte am Dienstag um 0,22 Prozent auf 31.525 Punkte zu. Der EuroStoxx 50 EU0009658145 als Leitindex der Eurozone bewegte sich um seinen Vortagesschluss.

Der Angriff der USA auf Venezuela verunsicherte die Weltbörsen nicht. Am US-Aktienmarkt übertraf der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 am Vortag sogar sein bisheriges Rekordhoch aus dem Dezember. Dabei hatten die Anleger vor allem auf Ölwerte gesetzt, die von einem möglichen Wiederaufbau der venezolanischen Ölindustrie profitieren könnten. Zudem ist damit die Hoffnung auf sinkende Ölpreise verbunden, was wiederum gut wäre für die Weltwirtschaft, den Inflationsdruck mindert und weitere Zinssenkungen bedeuten könnte.

Am Aktienmarkt stehen Chipwerte in der Gunst der Anleger nach wie vor oben. Händler verwiesen auf einen verbesserten Ausblick des US-Konzerns Microchip Technology als weiteren Treiber für Titel aus dem Halbleitersektor. Infineon DE0006231004 verteuerten sich hierzulande am Dienstag um 4 Prozent.

Daimler Truck DE000DTR0CK8 und Traton DE000TRAT0N7 gewannen angesichts positiver Branchensignale von US-Marktdaten ebenfalls teils mehr als 4 Prozent. Gefragt waren außerdem Aktien aus dem Pharma- und Medizintechnikbereich.

Adidas DE000A1EWWW0 rutschen nach einer pessimistischeren Einschätzung der Bank of America um fast 6 Prozent ab. Die Titel wurden gleich um zwei Schritte von "Buy" auf "Underperform" abgestuft. Für die Anteile des Chemikalienhändlers Brenntag DE000A1DAHH0 um 3,3 Prozent nach unten.

Hingegen verhalf eine positivere Sicht von Bernstein für TKMS DE000TKMS001 den Aktien des Marineschiffbauers um 4 Prozent nach oben. Auch die Rheinmetall-Aktien DE0007030009 setzten ihren guten Lauf mit plus 1,1 Prozent fort und profitierten weiter von hoher geopolitischer Unsicherheit.

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