Frankfurt Eröffnung: Dax schwächelt nach Nvidia-Zahlen
26.02.2026 - 10:26:30 | dpa.deDie mit Spannung erwarteten NvidiaUS67066G1040-Geschäftszahlen vom Vorabend gaben ihm keinen Auftrieb.
Eine Stunde nach Handelsbeginn sank der deutsche Leitindex um 0,14 Prozent auf 25.141 Punkte. Der MDax DE0008467416, der die mittelgroßen Börsenwerte enthält, verlor 0,44 Prozent auf 31.294 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx EU0009658145 ging es um 0,1 Prozent nach unten.
Die jüngst aufgekommenen Sorgen im KI-Sektor konnten weder die KI-Koryphäe Nvidia noch der Softwarekonzern Salesforce US79466L3024 zerstreuen. Aussagen von Nvidias Finanzchefin Collette Kress zu einem langfristig möglicherweise stärkeren Druck durch chinesische Konkurrenten ließen aufhorchen. Die Quartalszahlen von Nvidia waren erneut sehr stark, für die Aktien zeichneten sich am Donnerstag Gewinne ab. Die Resultate reichten aber nicht aus, um den KI-Hype zurückzubringen, schrieb Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners.
Am deutschen Aktienmarkt blieb ebenfalls die Berichtssaison mit einer Flut von Jahreszahlen im Fokus. Ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus halfen dem Internetportal-Betreiber Scout24 DE000A12DM80 ebenso wenig wie das avisierte weitere Wachstum: Die Aktien büßten am Dax-Ende 6,4 Prozent ein und notierten damit so niedrig wie seit April 2024 nicht mehr.
Für Munich Re DE0008430026 ging es nach einem zuletzt guten Lauf der Aktien um 2,4 Prozent bergab. Der Rückversicherer übertraf zwar 2025 trotz der verheerenden Waldbrände in Los Angeles sein Gewinnziel, blieb aber hinter den Analystenerwartungen zurück. Im laufenden Jahr soll der Gewinn ungeachtet der gesunkenen Preise wie bisher geplant weiter zulegen.
AllianzDE0008404005-Titel gaben um 0,9 Prozent nach. Ein Händler sah die Geschäftsentwicklung des Versicherers trotz eines Rekordgewinns bestenfalls im Rahmen der Erwartungen und den Ausblick darunter. Beim operativen Gewinn liege der Analystenkonsens bereits am oberen Ende der Unternehmens-Zielspanne.
Dagegen schaffte die Deutsche Telekom DE0005557508 ein Kursplus von 0,5 Prozent. Ein Börsianer sprach von etwas durchwachsenen Zahlen und Unternehmenszielen. Die gute heimische Geschäftsentwicklung sichere die Aktie aber nach unten ab.
Die Titel von MDax-Schlusslicht Freenet sackten um weitere 11,5 Prozent ab. Der Mobilfunk- und TV-Anbieter blieb mit seinen Jahreszahlen sowohl hinter der eigenen Planung als auch den Analystenerwartungen zurück. Der Ausblick auf 2026 enttäuschte ebenfalls.
Beim Gabelstaplerhersteller Kion DE000KGX8881 sorgte ein ebenfalls enttäuschender Ausblick für Kursverluste von 6,3 Prozent. Im Schlepptau von Kion gaben die Anteile des Konkurrenten Jungheinrich DE0006219934 um 3,6 Prozent nach.
Der Chipindustrie-Ausrüster Aixtron DE000A0WMPJ6 geht nach den Umsatz- und Gewinneinbußen 2025 vorsichtig ins neue Jahr, was am Markt ebenfalls nicht gut ankam: Die Aktien verloren nach deutlichen Anfangsverlusten zuletzt noch 1,3 Prozent.
Für Hensoldt DE000HAG0005 ging es um 3,6 Prozent nach unten, obwohl der weltweite Rüstungsboom dem Radar-Spezialisten einen Auftragsrekord und einen deutlichen Gewinnanstieg im Tagesgeschäft beschert hatte. Die Jahreszahlen seien recht durchwachsen, hieß es derweil aus dem Markt.
Dagegen konnten sich die Anleger bei MDax-Spitzenreiter Puma DE0006969603 über ein Kursplus von 6 Prozent freuen. Die Zahlen des Sportwarenherstellers für das vergangene Quartal seien weniger schlecht ausgefallen als befürchtet, kommentierte Analyst Thomas Maul von der DZ Bank. "Wie erwartet gibt es keine Dividende für 2025. Der Ausblick für 2026 liegt auf Höhe des Konsens", so der Experte.
Im Nebenwerte-Index SDax DE0009653386 büßten die Aktien von Gerresheimer DE000A0LD6E6 weitere gut 13 Prozent ein. Die Krise beim Verpackungsspezialisten spitzt sich weiter zu. Der Konzern muss sich weiteren Prüfungen durch die Finanzaufsicht Bafin stellen.
Dagegen verteuerten sich die zuletzt schwachen Titel von Spitzenreiter Adesso DE000A0Z23Q5 um mehr als 10 Prozent. 2025 verhalf nicht zuletzt ein starkes Schlussquartal dem IT-Dienstleister zu überraschend guten Ergebnissen. Für das laufende Jahr erwartet Adesso trotz der anhaltend schwachen Konjunktur ein weiteres Wachstum.
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