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Delivery Hero: Das ist der Uber-Deal

Veröffentlicht am: 16.07.2026 um 14:47 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Uber bietet 41,50 Euro je Delivery-Hero-Aktie. Großaktionär Prosus stimmt zu, der Deal soll 2027 abgeschlossen sein.

Delivery Hero: Uber-Übernahmeoffensive mit 41,50 Euro je Aktie
Abstrakte, atmosphärische Szene der Essenslieferbranche in einer dynamischen Stadtlandschaft bei Dämmerung mit Lichtspuren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Übernahmepoker ist beendet. Uber legt ein offizielles Angebot von 41,50 Euro je Aktie für Delivery Hero vor – und die Berliner Konzernführung steht geschlossen dahinter.

Der US-Fahrdienstvermittler bewertet den deutschen Lieferdienst damit mit knapp 13 Milliarden Euro. Bereits heute hielt Uber rund 25 Prozent der Anteile, hinzu kamen Finanzinstrumente über weitere 12 Prozent. Großaktionär Prosus steigt nun ebenfalls aus: Der niederländische Investor hat sich unwiderruflich verpflichtet, seinen Anteil von knapp 17 Prozent in den Deal einzubringen.

Der Spread hat einen Namen

Die Aktie reagierte verhalten. Nach einem kurzen Sprung auf ein 52-Wochen-Hoch von 40,35 Euro fiel sie zurück auf 37,90 Euro – ein Abschlag von rund neun Prozent auf den Angebotspreis.

Das ist kein Misstrauen gegenüber dem Deal, sondern klassische Merger-Arbitrage. Die Transaktion braucht eine Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent plus eine Aktie. Kartellrechtliche Prüfungen stehen an, der Abschluss wird erst in der zweiten Jahreshälfte 2027 erwartet. Je länger der Zeitraum, desto höher der Abschlag, den Investoren für das Risiko verlangen.

Parallel dazu schiebt Delivery Hero einen weiteren Schritt an: Das Geschäft in 14 Ländern – darunter Österreich, Spanien, Norwegen und die Türkei – geht für rund 1,4 Milliarden Euro an die Beteiligungsgesellschaft SSW Partners aus New York. Analysten werten dies als gezielte Maßnahme, um kartellrechtliche Bedenken zu entschärfen.

Das Ende einer Ära

Der Deal markiert einen tiefen Einschnitt. Delivery Hero schreibt seit Jahren fast durchweg rote Zahlen, ein Überschuss gelang zuletzt 2019 durch den Verkauf des Deutschlandgeschäfts. Hedgefonds wie Aspex Management hatten das Management zuletzt massiv unter Druck gesetzt.

Uber-Chef Dara Khosrowshahi setzt auf Skaleneffekte in einem gesättigten Markt. Nach der Übernahme von Deliveroo durch DoorDash im vergangenen Jahr schreitet die Konsolidierung der Branche nun weiter voran.

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