Delivery Hero Aktie: Trotz starker Zahlen!
28.02.2026 - 05:36:13 | boerse-global.deDelivery Hero legt solide Zahlen für 2025 vor – operatives Ergebnis über Plan, erstmals positiver Cashflow. Doch statt Jubel gibt es einen Kursrutsch von über sieben Prozent. Was steckt dahinter?
Der Essenslieferdienst steigerte sein bereinigtes EBITDA auf über 900 Millionen Euro, deutlich über den 692,5 Millionen Euro aus 2024. Der freie Cashflow übersprang die Marke von 200 Millionen Euro und wurde damit erstmals positiv. CEO Niklas Östberg zeigte sich zufrieden: Trotz Gegenwind durch Wettbewerb und Makroökonomie habe das Unternehmen seine Widerstandsfähigkeit bewiesen.
Der bestellte Bruttowarenwert kletterte währungsbereinigt um neun Prozent auf knapp 49,2 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz legte sogar um fast ein Viertel auf 14,8 Milliarden Euro zu. Auf dem Papier also eine Erfolgsstory – doch die Börse sieht das anders.
Warum verkaufen die Anleger?
Die Ernüchterung liegt im Detail. Laut RBC-Analyst Wassachon Udomsilpa verfehlte Delivery Hero beim Bruttowarenwert knapp die Erwartungen, schuld sind unerwartet starke negative Währungseffekte. Zudem schwächelte das Geschäft in der wichtigen Mena-Region (Naher Osten und Nordafrika) im Schlussquartal merklich ab.
Noch schwerer wiegt aber die anhaltende Unsicherheit. Bernstein-Analystin Annick Maas bemängelt: Es gibt weiterhin keine konkreten Aussagen, wie das Unternehmen einzelne Geschäftsaktivitäten monetarisieren will. Im Dezember hatte Delivery Hero die Prüfung möglicher Verkäufe von Unternehmensteilen angekündigt – Investoren sollen darauf gedrängt haben. Doch bis heute fehlen Details.
Barclays-Analyst Andrew Ross bezeichnet den Quartalsumsatz als "etwas mau" und verweist auf die Telefonkonferenz am Nachmittag. Dort erwarten Anleger erste Signale für 2026 – der offizielle Ausblick folgt erst Ende März mit dem Geschäftsbericht. Das Fehlen konkreter Prognosen sorgt für Nervosität.
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Lichtblick Asien – reicht das?
Einen positiven Akzent setzte das Asien-Geschäft. In Südkorea wuchs die Zahl der Bestellungen im vierten Quartal wieder, auch in Saudi-Arabien zog der Schwung im Dezember an. Jefferies-Analyst Giles Thorne sieht darin den "Eckpfeiler seiner Anlagestory" und belässt die Einstufung auf "Buy" mit Kursziel 35 Euro.
Doch das tröstet den Markt heute wenig. Die Aktie verlor bis Mittag über sechs Prozent und notierte bei 19,25 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf gut 15 Prozent, im Zwölfmonatsvergleich sind es fast 33 Prozent. Vom Rekordhoch Anfang 2021 – während des Pandemie-Booms – ist der Börsenwert um rund 87 Prozent eingebrochen.
Die Zahlen für 2025 sind solide, keine Frage. Aber solange unklar bleibt, wie Delivery Hero seine strategischen Optionen nutzen will und wie 2026 aussehen soll, bleibt die Aktie unter Druck. Die kommenden Stunden dürften entscheidend sein.
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