Delivery Hero Aktie: Talabat peilt 300-330 Millionen Gewinn an
17.05.2026 - 11:51:37 | boerse-global.deDelivery Hero startet mit ungewöhnlich viel Rückenwind in die neue Woche. Der Kurstreiber kommt nicht aus Deutschland, sondern aus der MENA-Region: Talabat liefert stärkere operative Daten und hebt die Gewinnprognose an. Genau das gibt der Aktie nach der jüngsten Rally ein fundamentales Gegengewicht.
Am Freitag schloss der Titel bei 28,99 Euro und legte am Tag um 3,98 Prozent zu. Auf Wochensicht steht ein Plus von 46,27 Prozent. Das ist kräftig — und macht die kommenden Management-Auftritte umso wichtiger.
Talabat liefert die Argumente
Die Dubai-notierte Tochter Talabat bleibt der wichtigste operative Stützpfeiler in Nahost und Nordafrika. Das Bruttowarenvolumen stieg im jüngsten Quartal um 19 Prozent auf 2,7 Milliarden US-Dollar. Für Delivery Hero ist das relevant, weil die Beteiligung einen sichtbaren Beitrag zur Bewertung des Konzerns liefert.
Auch auf der Umsatzseite zog das Geschäft an. Talabat meldete ein Plus von 23 Prozent und überschritt die Marke von einer Milliarde US-Dollar. Das zeigt: Das Wachstum kommt nicht nur über mehr Bestellungen, sondern schlägt auch stärker in den Erlösen durch.
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Noch wichtiger ist die neue Gewinnperspektive. Talabat peilt nun einen Jahresnettogewinn von 300 bis 330 Millionen US-Dollar an. Bernstein-Analystin Annick Maas verweist dabei auf spürbar bessere Geschäftstrends in der Region. Das stützt die Ertragsgeschichte von Delivery Hero, die lange von Restrukturierung, Schuldenabbau und Portfoliofragen geprägt war.
Management muss liefern
In der kommenden Woche rückt das Management gleich mehrfach vor Investoren auf die Bühne. Am 20. Mai stehen Auftritte bei der UBS Technology, Media and Internet Conference sowie bei der Berenberg European Conference an. Einen Tag später folgt die J.P. Morgan European Technology, Media and Telecoms Conference.
Der Markt wird dort vor allem auf Aussagen zur strategischen Überprüfung achten, die im Dezember 2025 angestoßen wurde. Im Zentrum stehen mögliche M&A-Schritte, darunter der von JPMorgan geprüfte Verkauf der südkoreanischen Tochter Woowa Brothers. Konkretere Hinweise zum Zeitplan oder zur Verwendung möglicher Erlöse könnten die Debatte über den Schuldenabbau neu sortieren.
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Technisch hat sich das Bild bereits deutlich verbessert. Die Aktie liegt 34,60 Prozent über der 200-Tage-Linie, der RSI von 46,3 signalisiert dabei keine extrem überhitzte kurzfristige Lage. Als nächster Widerstand gilt der Bereich um 30,80 Euro, während 27,20 Euro als relevante Unterstützung dient.
Die nächste formale Wegmarke bleibt die Hauptversammlung am 23. Juni 2026 in Berlin. Bis dahin dürfte der Markt vor allem prüfen, ob die starke Talabat-Entwicklung und mögliche Portfoliofortschritte ausreichen, um die Rally mit operativer Substanz zu unterlegen.
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