Delivery Hero Aktie: Taiwan-Verkauf zündet
24.03.2026 - 06:38:44 | boerse-global.deDelivery Hero hat heute einen lange erwarteten Deal über die Bühne gebracht: Die Foodpanda-Sparte in Taiwan wechselt für 600 Millionen US-Dollar zu Grab aus Singapur. An der Börse kam das gut an — der Kurs legte rund acht Prozent zu und gehörte damit zu den stärksten Werten im MDAX.
Der Erlös soll zur Schuldentilgung und für allgemeine Unternehmenszwecke eingesetzt werden. CEO Niklas Östberg bezeichnete den Abschluss als wichtigen ersten Schritt einer laufenden strategischen Überprüfung, bei der Kapital effizienter eingesetzt werden soll.
Langer Weg zu diesem Abschluss
Die Geschichte dieses Verkaufs ist eine Geschichte des Scheiterns und Neuanlaufens. Bereits Anfang Februar 2024 platzten erste Verhandlungen über den Verkauf des Südostasien-Geschäfts, weil keine Einigung über die Konditionen erzielt werden konnte. Im Mai 2024 schien ein Deal mit Uber zum Greifen nah — knapp eine Milliarde US-Dollar war im Gespräch. Die taiwanische Wettbewerbsbehörde TFTC legte jedoch ihr Veto ein.
Nun also Grab. Für den singapurischen Konzern bedeutet der Kauf den Einstieg in den taiwanischen Markt. Das zu verkaufende Geschäft erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Bruttowarenwert von 1,5 Milliarden Euro und war — bereinigt um Konzernkosten — operativ profitabel.
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Abbau von Altlasten, Aufbau von Spielraum
Der Taiwan-Deal passt in ein größeres Muster. Im Dezember 2024 hatte Delivery Hero die Nahost-Tochter Talabat in Dubai an die Börse gebracht und dabei rund zwei Milliarden Euro eingenommen. Investoren hatten das Management schon länger auf Portfoliobereinigungen gedrängt.
Der Barclays-Analyst Andrew Ross wertete den Abschluss als positives Signal und rechnet mit weiteren ähnlichen Schritten. Tatsächlich hatte Delivery Hero bereits im Dezember 2025 angekündigt, Verkäufe von Unternehmensteilen, strategische Partnerschaften und Kapitalmarkttransaktionen für Ländergesellschaften zu prüfen.
Operativ läuft es derweil rund: Das bereinigte operative Ergebnis kletterte im Geschäftsjahr 2025 auf über 900 Millionen Euro, nach 692,5 Millionen Euro im Vorjahr. Der Gesamtumsatz wuchs um fast ein Viertel auf 14,8 Milliarden Euro.
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Der Deal muss noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden. Ein Abschluss wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.
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