Delivery Hero Aktie: Investoren fordern mehr als 40 Euro
23.05.2026 - 21:01:53 | boerse-global.deUber hat sein Interesse an einer Komplettübernahme von Delivery Hero nun offiziell gemacht. Per Ad-hoc-Mitteilung bestätigte das Berliner Unternehmen am Samstag, dass Uber Technologies mit einem indikativen Angebot von 33 Euro je Aktie auf die Gesellschaft zugekommen ist — ein vorläufiges, unverbindliches Angebot für ein mögliches öffentliches Übernahmegebot an alle Aktionäre.
Das Problem: Mehrere Großinvestoren wollen deutlich mehr. Laut Berichten haben Aktionäre signalisiert, dass sie erst ab 40 Euro je Aktie verkaufsbereit wären. Der Abstand zwischen Ubers erstem Gebot und den Erwartungen der Investoren ist erheblich.
Zwei Bieter, unterschiedliche Interessen
Neben Uber hat auch DoorDash Gespräche mit Investoren geführt. Der US-Lieferdienst interessiert sich dabei weniger für das Gesamtunternehmen als für das Nahost-Geschäft — konkret die Plattformen Talabat und HungerStation. Das eröffnet die Möglichkeit, dass Delivery Hero nicht als Ganzes verkauft wird, sondern in Teilen. Das Management prüft entsprechend sowohl einen Komplettverkauf als auch die Abspaltung einzelner Segmente, darunter das Nahost- und das Südkorea-Geschäft.
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Uber hatte seinen Anteil an Delivery Hero zuletzt mehr als verdoppelt und hält nun rund 19,5 Prozent des Grundkapitals — und ist damit bereits größter Einzelaktionär. Die Beteiligung hat einen Wert von rund 1,7 Milliarden Euro.
Kurs mit Nachholbedarf gegenüber Investoren-Erwartungen
Die Delivery-Hero-Aktie hat in den vergangenen sechs Monaten rund 110 Prozent zugelegt und bringt das Unternehmen auf einen Börsenwert von etwa 10,2 Milliarden Euro. Ubers Offerte von 33 Euro liegt minimal unter dem letzten Schlusskurs vom Freitag — kein Aufschlag, der Aktionäre zum Einlenken bewegt. Im nachbörslichen Handel legte die Aktie daraufhin rund 7 Prozent zu, was die Erwartung eines höheren Gegengebots widerspiegelt.
CEO Niklas Oestberg hatte vergangene Woche seinen Rücktritt angekündigt, nachdem mehrere Großaktionäre eine strategische Überprüfung gefordert hatten. Das Management betont, diesen Prozess fokussiert fortzusetzen — und hält sich mit Details zu Ubers Angebot bedeckt.
Der nächste entscheidende Schritt liegt nun bei Uber: Ein verbessertes Angebot nahe der 40-Euro-Marke wäre nötig, um die Investorenbasis zu überzeugen. Ob und wann ein solches kommt, bleibt offen — Ubers eigene Aktie verlor am Freitag bereits rund 2,4 Prozent, als die Übernahmepläne publik wurden.
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