DeepSeek, Nvidia-Chips

DeepSeek: US ermittelt wegen mutmaßlicher Nutzung verbotener Nvidia-Chips

24.02.2026 - 05:57:09 | boerse-global.de

Die US-Regierung untersucht Vorwürfe, dass die chinesische KI-Firma DeepSeek ihr neues Modell mit verbotener Nvidia-Hardware trainierte. Dies wäre ein direkter Bruch der Exportkontrollen.

Die US-Regierung untersucht schwerwiegende Vorwürfe: Die chinesische KI-Firma DeepSeek soll ihr neuestes Modell mit verbotener Nvidia-Spitzenhardware trainiert haben. Dies wäre ein direkter Bruch der amerikanischen Exportkontrollen.

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Laut einem hochrangigen US-Beamten setzte DeepSeek für die Entwicklung seines noch unveröffentlichten KI-Modells auf Nvidias hochleistungsfähige Blackwell-Chips. Diese sind für chinesische Unternehmen streng verboten. Das Modell könnte bereits in der kommenden Woche erscheinen. Der Vorwurf wirft fundamentale Fragen auf: Wie durchlässig sind die Tech-Sanktionen wirklich? Und welche Wege finden chinesische Firmen, um an westliche Schlüsseltechnologien zu gelangen?

Ein direkter Angriff auf das Sanktionsregime

Der Kern des Skandals: DeepSeek soll die Blackwell-Chips trotz umfassenden Verbots beschafft und in einem Rechenzentrum in der Inneren Mongolei eingesetzt haben. Die US-Regierung vermutet sogar, das Unternehmen könnte technische Spuren verwischen, die den Einsatz der US-Hardware beweisen.

Eine Bestätigung wäre ein massiver Schlag gegen die Durchsetzungskraft des US-Handelsministeriums. Die Exportkontrollen sollen verhindern, dass fortschrittliche Halbleiter Chinas technologischen und militärischen Aufstieg beschleunigen. Der Fall zeigt ein mögliches Schlupfloch im Sanktionssystem auf. In Washington wird bereits über noch schärfere Kontrollen für KI-Technologie diskutiert.

Schweigen der Beteiligten und diplomatischer Protest

Auf die Vorwürfe reagierten die direkt betroffenen Unternehmen zunächst nicht. Sowohl DeepSeek als auch das US-Handelsministerium und Nvidia selbst äußerten sich nicht umgehend. Die chinesische Botschaft in Washington hingegen schon.

Sie warf den USA vor, wirtschaftliche und technologische Fragen zu politisieren. Die amerikanischen Exportkontrollen würden den National-Security-Begriff überdehnen und „ideologische Grenzen“ ziehen. Aus Pekings Sicht sind die Sanktionen also kein legitimes Sicherheitsinstrument, sondern ein Mittel zur Wettbewerbsverzerrung.

Das große Geschäft mit der Chip-Kontrolle

Der DeepSeek-Vorfall ist nur das jüngste Kapitel im Kampf um die KI-Vorherrschaft. Die US-Politik zielt darauf ab, Chinas Zugang zu leistungsstarken KI-Chips zu unterbinden. Diese harte Linie wird jedoch immer wieder auf die Probe gestellt.

So erlaubte die US-Regierung im Dezember zwar den Verkauf der schwächeren Nvidia-H200-Chips an China – doch selbst diese Lieferungen stocken aufgrund zusätzlicher Auflagen. Analysten deuten an: Wenn DeepSeek tatsächlich auf geschmuggelte Top-Chips setzt, offenbart das eine ernsthafte Schwäche der heimischen chinesischen Halbleiterproduktion.

Undichte Stellen im Technologie-Embargo?

Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, hätte das erhebliche Konsequenzen. Es würde zeigen, dass entschlossene chinesische Konzerne trotz aller Sanktionen Wege finden, an westliche Spitzentechnologie zu kommen – sei es durch Schmuggelnetzwerke oder andere verdeckte Beschaffungswege.

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In den USA befeuert der Fall eine grundsätzliche Debatte. Einige Experten warnen vor zu strikten Kontrollen: Sie könnten chinesische Unternehmen wie Huawei nur noch stärker in die eigene Halbleiterforschung treiben und so langfristig die US-Führungsposition gefährden. Andere sehen in jedem Zugang zu US-Technologie ein inakzeptables Sicherheitsrisiko.

Was kommt als Nächstes?

Die US-Behörden werden ihre Ermittlungen zu DeepSeeks Lieferketten nun intensivieren. Der Fokus liegt auf der Frage: Wie gelangten die Chips nach China? Der Vorfall könnte zu einer weiteren Verschärfung der Exportregeln und mehr Druck auf verbündete Staaten führen.

Gleichzeitig richtet sich der Blick auf die angekündigte Veröffentlichung des neuen DeepSeek-Modells. Seine Leistung wird genauestens analysiert werden – auf Spuren, die auf ein Training mit Blackwell-Architektur hindeuten. Aus einem Produktlaunch ist ein geopolitischer Testfall geworden. Die Reaktion der USA auf das Modell wird die nächste Phase des Technologiewettstreits prägen.

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