DEB-Team scheitert mit NHL-Stars im Olympia-Viertelfinale
20.02.2026 - 23:08:21 | boerse-global.deDeutschlands Eishockey-Hoffnungen bei den Olympischen Winterspielen 2026 sind geplatzt. Das Team des Deutschen Eishockey-Bunds (DEB) verlor das Viertelfinale in Mailand klar mit 2:6 gegen die Slowakei. Damit endet der Traum von einer weiteren Medaille nach dem Silber-Coup von 2018 j.
Trotz des nominell stärksten Kaders der Geschichte ? angeführt von NHL-Superstars wie Leon Draisaitl, Tim Stützle und Moritz Seider ? zeigte sich das Team nicht spielfähig. Besonders im zweiten Drittel brach die deutsche Defensive unter dem Druck der Slowaken zusammen. Vier Gegentore innerhalb von zwölf Minuten besiegelten das Schicksal.
Die Hoffnungen waren groß, als das DEB-Team das Eis betrat. Nach einer holprigen Vorrunde schien der Weg gegen die Slowakei machbar. Doch was folgte, wird als eines der bittersten Spiele der jüngeren Geschichte eingehen.
Die deutsche Mannschaft fand nie zu ihrer defensiven Stabilität. Torhüter Philipp Grubauer wurde von seiner Vordermannschaft zu oft im Stich gelassen. Die Slowaken nutzten individuelle Fehler eiskalt aus und zeigten jene Effizienz, die dem deutschen Spiel fehlte. Die Tore von Lukas Reichel und Frederik Tiffels waren am Ende nur noch Ergebniskosmetik.
NHL-Glanz, aber kein Team
Erstmals seit 2014 waren die NHL-Profis wieder bei Olympia dabei. Deutschland konnte auf eine nie dagewesene Fülle an Top-Talenten zurückgreifen. Doch das Turnier zeigte gnadenlos: Eine Ansammlung von Stars ist noch kein funktionierendes Kollektiv.
Während Top-Nationen wie Kanada oder die USA über eine Tiefe für vier starke Reihen verfügen, war das Gefälle im deutschen Kader spürbar. Wurde die Top-Reihe um Draisaitl neutralisiert, fehlte es an Torgefahr aus den hinteren Reihen. Die kurze Vorbereitungszeit traf das neu zusammengewürfelte Team besonders hart.
Die legendäre ?Arbeitermentalität? deutscher Teams schien phasenweise einem Versuch gewichen zu sein, Spiele rein spielerisch lösen zu wollen. Gegen taktisch disziplinierte Gegner wie die Slowakei oder Lettland, gegen die man in der Vorrunde ebenfalls verlor, ging dieser Plan nicht auf.
Die strukturelle Frage bleibt
Das frühe Aus wirft auch Fragen zur Entwicklung des deutschen Eishockeys auf. Der Hype um die NHL-Stars verstellte vielleicht den Blick auf die Probleme in der Breite. Während die Spitze so gut ist wie nie, kämpft der Unterbau weiter um Anschluss.
Ein zentraler Punkt ist die Qualität der heimischen PENNY DEL im internationalen Vergleich. Der Sprung von dort zum olympischen Niveau mit NHL-Beteiligung ist enorm. Die Slowakei zeigte, wie effektiv ein auf Schnelligkeit getrimmtes System sein kann. Das deutsche Spiel wirkte dagegen oft statisch und anfällig für Konter.
Was kommt nach der Enttäuschung?
Die Enttäuschung beim DEB ist greifbar. Das klare Medaillenziel wurde verfehlt. Doch der Kern der Mannschaft ist jung. Stützle, Seider, Lukas Reichel und John-Jason Peterka haben noch viele Jahre auf Top-Niveau vor sich.
Für Bundestrainer Harold Kreis rückt nun die Weltmeisterschaft in der Schweiz in den Fokus. Dort bietet sich eine Chance zur Rehabilitation. Langfristig steht der Verband vor der Aufgabe, die Lücke zwischen den Übersee-Stars und den europäischen Profis zu schließen.
Das Turnier in Mailand hat eine klare Botschaft hinterlassen: Um bei Olympia zu bestehen, reichen drei oder vier Weltklassespieler nicht aus. Man braucht ein Weltklasse-Team. Dieses hatte Deutschland 2026 nicht.
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