DAX: Zoll-Chaos bremst Rekordlauf
24.02.2026 - 17:51:05 | boerse-global.deDie 25.000-Punkte-Marke als Wackelzone – der DAX kämpft am Dienstag mit der psychologischen Hürde, nachdem er am Vortag darunter gerutscht war. Trotz juristischem Gegenwind aus dem Supreme Court setzt die Trump-Administration ihre Zollpolitik fort. Und während die USA bereits 10 Prozent Strafzölle weltweit durchgesetzt haben, arbeitet das Weiße Haus laut Bloomberg bereits an einer Erhöhung auf 15 Prozent.
Der deutsche Leitindex startete am Dienstagmorgen zunächst 0,16 Prozent leichter bei 24.952 Punkten, kämpfte sich dann aber wieder über die 25.000er-Schwelle. Doch die Erholung wirkt fragil. Zu viele Risiken belasten gleichzeitig: Zoll-Unsicherheit, geopolitische Spannungen im Nahen Osten und zunehmender Druck auf die Softwarebranche durch KI-Konkurrenz.
Rekordhoch in weiter Ferne
Noch am Freitag war der DAX bis auf 25.331 Punkte geklettert – der höchste Stand seit Mitte Januar. Damals, am 13. Januar, hatte der Index bei 25.507,79 Punkten sein bisheriges Allzeithoch markiert. Eine Rückkehr zu diesem Rekord schien nur noch eine Frage von Tagen. Doch dann kippte die Stimmung.
"Die Mutigen sind aktuell in der Minderheit", stellt Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners fest. Die Doppel-Unsicherheit aus Zöllen und dem Iran-Konflikt münde in einer erhöhten Risikoaversion bei den Anlegern.
Autobauer profitieren – vorerst
Zu den wenigen Gewinnern im DAX zählten am Dienstag die Automobilhersteller und ihre Zulieferer. Der Grund: Die neuen US-Strafzölle liegen unter den ursprünglich vereinbarten Sätzen. Doch die Erleichterung könnte trügerisch sein. JPMorgan betont, dass sich an den Zöllen für die EU vorerst nichts ändere. Vergeltungsmaßnahmen der Europäer seien daher unwahrscheinlich – was den Konflikt jedoch nicht auflöst, sondern nur vertagt.
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Auf der Verliererseite standen hingegen Fresenius Medical Care und MTU Aero nach Vorlage ihrer Quartalszahlen. Bei MTU drücken steigende Kosten auf die Gesamtmarge und beeinflussen die freien Barmittel negativ.
Selektive Investoren
Die Gemengelage bleibt komplex. Trotz des historischen Urteils des Supreme Court, das Trump am Freitag untersagte, unter Berufung auf ein Notstandsgesetz aus den 1970er Jahren Zölle gegen viele Länder zu verhängen, kündigte der Präsident an, andere Wege zu nutzen. Die zentrale Frage lautet nun: Wie kann ein Abkommen zwischen den USA und der EU vereinbart werden, wenn es überhaupt keine Klarheit mehr gibt?
Anleger bleiben zwar vorsichtig optimistisch, doch in ihrer Aktienauswahl sehr selektiv. Die Ausgangssituation für eine fortgesetzte Konjunkturerholung in Deutschland könnte sich durch neue Handels- und Zollstreitigkeiten wieder eintrüben. Der Aktienmarkt wird derzeit von zu vielen unterschiedlichen Seiten in die Zange genommen – und das spürt man an der 25.000-Punkte-Marke jeden Tag aufs Neue.
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