DAX, ZEW-Schock

DAX: ZEW-Schock verpufft

22.04.2026 - 06:00:36 | boerse-global.de

Der deutsche Leitindex zeigt sich robust trotz eines Einbruchs der Konjunkturerwartungen. Hoffnungen auf Fortschritte in den Iran-Friedensgesprächen stützen die Stimmung.

DAX: ZEW-Schock verpufft - Foto: über boerse-global.de
DAX: ZEW-Schock verpufft - Foto: über boerse-global.de

Der deutsche Leitindex zeigt sich heute in robuster Verfassung. Trotz eines erschreckend schwachen Konjunkturberichts hält der DAX seinen Aufwärtstrend und notiert gegen Mittag mit einem Plus von rund 0,6 Prozent bei knapp 24.585 Punkten — klar oberhalb seiner 200-Tage-Linie.

Das eigentlich beunruhigende Signal kam vom ZEW-Institut: Die Konjunkturerwartungen der Finanzexperten fielen im April auf minus 17,2 Punkte, den niedrigsten Stand seit 2022. Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang auf minus 5,8 Punkte erwartet. Der Iran-Krieg und die Sperrung der Straße von Hormus hinterlassen damit deutliche Spuren im Stimmungsbild — und das nach einem bereits heftigen Einbruch um 58,8 Punkte im März.

Geopolitik schlägt Konjunkturdaten

Dass der DAX diese Hiobsbotschaft ohne größere Blessuren wegsteckt, liegt an einem anderen Faktor: Hoffnungen auf eine Fortführung der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran in Pakistan verleihen den Märkten Rückenwind. US-Vizepräsident Vance soll eigens nach Islamabad gereist sein, um eine zweite Verhandlungsrunde vorzubereiten. Ob Teheran eine Delegation schickt, blieb zunächst offen.

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Die Erholung bleibt dennoch moderat. Marktbeobachter sehen im heutigen Anstieg eher den Abbau von Short-Positionen als eine klare Kaufwelle. Trumps öffentliche Aussage, eine Verlängerung der Waffenruhe ohne konkreten Deal sei sehr unwahrscheinlich, hält das Nervositätsniveau hoch. Die Frist läuft bereits morgen ab.

Klare Verlierer und Gewinner im Index

Auf Einzeltitelebene zeigt sich ein geteiltes Bild. Allianz gehört mit einem Plus von rund 1,9 Prozent zu den Favoriten des Tages, nachdem Goldman Sachs das Kursziel von 410 auf 450 Euro angehoben hat. RWE und Brenntag legen ebenfalls deutlich zu.

Beiersdorf steht dagegen am Ende der Kursliste. Ein schwaches erstes Quartal, in dem das Unternehmen die ohnehin gedämpften Erwartungen verfehlte, schickte die Aktie um rund 2,6 Prozent ins Minus. Auch MTU Aero Engines und Deutsche Telekom gaben nach.

Der MDAX hält mit einem Plus von 0,67 Prozent Schritt. Das Gesamtbild bleibt eines, das weniger von Überzeugung als von vorsichtigem Optimismus geprägt ist — solange die Lage am Persischen Golf nicht eskaliert.

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