DAX: Zäh vor dem Wochenende
20.02.2026 - 16:09:32 | boerse-global.deDer DAX hat am Freitag eine eher lustlose Vorstellung abgeliefert. Mit einem minimalen Plus von 0,05 Prozent auf 25.057 Punkte verteidigte das Börsenbarometer zwar knapp die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Zählern – mehr war aber nicht drin. Auf Wochensicht steht damit ein Plus von 0,6 Prozent zu Buche.
Die Zurückhaltung der Anleger hat einen Namen: Iran. US-Präsident Donald Trump hat dem Mullah-Regime eine Frist von maximal 10 bis 15 Tagen für einen Deal beim Atomprogramm gesetzt. Sollten die Verhandlungen scheitern, drohen militärische Konsequenzen. Die Unsicherheit über einen möglichen US-Angriff und dessen Folgen für die Weltwirtschaft hält die Investoren vor dem Wochenende in Deckung.
Ölpreis im Fokus
Die Nervosität spiegelt sich am Ölmarkt wider. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen 71,63 Dollar – nur minimal unter Vortagesniveau. Marktbeobachter warnen vor deutlich stärkeren Anstiegen, sollte es zu einer Eskalation kommen. Jochen Stanzl von der Consorsbank verweist auf die Straße von Hormus: Durch die Meerenge werden täglich rund 20 Millionen Barrel Öl transportiert – gut ein Fünftel des weltweiten Bedarfs. Eine Blockade hätte dramatische Folgen, besonders für Europa.
Erschwerend kommt hinzu: Die europäischen Gasspeicher sind bereits niedrig gefüllt. Die Straße von Hormus ist zudem der wichtigste Transportweg für LNG nach Europa. „Die europäischen Gaspreise könnten daher empfindlicher reagieren als der Ölpreis“, so Stanzl.
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Konjunkturdaten ohne Wirkung
Die am Freitag veröffentlichten Wirtschaftsdaten lieferten keine Impulse. Die deutschen Erzeugerpreise fielen überraschend stark, die europäischen Einkaufsmanagerindizes bewegten sich im erwarteten Rahmen. Anleger warteten auf die erste Schätzung des US-BIP-Wachstums für das vierte Quartal 2025, das am Nachmittag veröffentlicht werden sollte.
Das Rekordhoch vom 13. Januar bei 25.507 Punkten bleibt damit vorerst unerreichbar. Damals hatte der DAX erstmals die Schwelle von 25.500 Zählern übersprungen. Die Chartunterstützung bei 25.000 Punkten hatte am Donnerstag aber gehalten – technisch ist der Weg nach oben also frei. Ob die Anleger diesen Weg gehen, dürfte maßgeblich von der Entwicklung im Iran-Konflikt abhängen.
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