DAX, Vormittagsglanz

DAX: Vormittagsglanz verpufft

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 21:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der DAX gibt seine Tagesgewinne ab, belastet durch anhaltende Spannungen im Nahen Osten. Positive ZEW-Daten verpuffen.

DAX-Kurs: Starker Start verpufft durch Nahost-Konflikt
Digitale Börsenkurse auf einem verschwommenen Bildschirm vor einem Handelsplatz. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein starker Start, ein zäher Nachmittag: Der DAX zeigt am Dienstag, wie schnell gute Nachrichten von geopolitischer Unsicherheit überlagert werden können. Zum Handelsstart ging es noch spürbar nach oben – im Tagesverlauf bröckelte der Schwung dann merklich ab.

Los ging es mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 24.922,10 Punkte, getragen von überraschend guten ZEW-Konjunkturerwartungen. Das Stimmungsbarometer der Finanzmarktanalysten kletterte auf 26,3 Zähler, nach zuvor 10,5 Punkten und deutlich über den erwarteten 17,5 Zählern. Ökonomen führen den Sprung auch auf angekündigte Renten- und Steuerreformen der Bundesregierung zurück.

Nahost bleibt der Unsicherheitsfaktor

Am Nachmittag rückte dann wieder in den Vordergrund, was den Index schon in den vergangenen Wochen belastet hat: der ungelöste Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Die Militärschläge dauern mittlerweile zehn Nächte an, während Vermittler Berichten zufolge um eine neue Waffenruhe ringen. Der Index rutschte im Tagesverlauf zurück an die Nulllinie – ein Muster, das sich seit Wochen wiederholt und den DAX zuletzt in einer Spanne zwischen 24.700 und 25.100 Punkten gefangen hält.

Vom Rekordhoch bei 25.900,10 Punkten, aufgestellt Anfang Juli, ist der Index damit weiterhin ein Stück entfernt.

Chipwerte erholen sich, Munich Re gerät unter Druck

Unter den Einzelwerten sorgte die Erholung asiatischer Halbleitertitel für Rückenwind bei deutschen Technologieaktien. Infineon legte um rund vier Prozent zu, im MDAX zogen Aixtron und Süss Microtec ähnlich stark an, im SDAX sprang LPKF sogar um knapp acht Prozent nach oben.

Auf der Verliererseite standen die Vorzugsaktien von Sartorius, die nach enttäuschenden Zahlen des US-Wettbewerbers Danaher um 8,5 Prozent einbrachen. Munich Re verlor 2,6 Prozent, nachdem Finanzchef Andrew Buchanan Zurückhaltung bei der Prognose für die Rückversicherungssparte signalisiert hatte. Jungheinrich erholte sich dagegen von einem zwischenzeitlichen Rückgang um 5,5 Prozent, ausgelöst durch eine Bafin-Prüfung des Halbjahresabschlusses, die der Markt inzwischen als reine Verschiebung einer Wertminderung einordnet.

Zusätzliche Unsicherheit brachte ein neuer US-Zoll von 50 Prozent auf bestimmte kanadische Güter wie Wein und Zement, der kanadische Exporte im Wert von rund 20 Milliarden Dollar betrifft.

Am Donnerstag steht die nächste Zinsentscheidung der EZB an. Marktbeobachter erwarten angesichts der Gemengelage aus Ölpreisdruck und schwacher Konjunktur eine Zinspause – entscheidend dürfte sein, ob Notenbankchefin Christine Lagarde die Markterwartung weiterer Zinsschritte im September bestätigt oder sich bewusst Spielraum offenhält.

Anzeige

DAX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 21. Juli liefert die Antwort:

Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | DE0008469008 | DAX | boerse | 69826590 |