DAX: Vierte Kriegswoche, wachsender Druck
23.03.2026 - 14:55:17 | boerse-global.deDer Iran-Krieg tritt in eine neue, gefährlichere Phase — und die Märkte reagieren entsprechend. Zum Start in die vierte Kriegswoche notiert der DAX vorbörslich rund 1,3 bis 1,5 Prozent im Minus und droht, unter die Marke von 22.000 Punkten zu rutschen. Seit Kriegsbeginn Ende Februar hat der deutsche Leitindex bereits mehr als elf Prozent seines Wertes eingebüßt.
Ölpreis als Dauerbrenner
Auslöser für die jüngste Nervosität ist ein Ultimatum von US-Präsident Donald Trump: Er drohte dem Iran, Kraftwerke zu zerstören, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden wieder öffnen. Der Iran konterte mit der Ankündigung, die Meerenge vollständig zu sperren und Energieinfrastruktur in der gesamten Region anzugreifen. Am Wochenende wurde zudem Irans Atomanreicherungsanlage Natanz durch einen Luftangriff getroffen.
Für die Märkte ist weniger das einzelne Ereignis das Problem — es ist die schiere Dauer des Konflikts. Der Ölpreis notiert hartnäckig bei rund 113 Dollar je Barrel Brent und damit nahe seinem Mehrjahreshoch. Das lähmt die Konjunktur, heizt die Inflation an und zwingt Notenbanken in eine unangenehme Zwickmühle.
Beunruhigend dabei: Aktien, Anleihen und Gold fallen gleichzeitig. Kein klassisches Sicherheitskapital springt an. Das Geld wird schlicht abgezogen, nicht umgeschichtet.
Notenbanken im Dilemma, Ifo im Fokus
Die US-Notenbank Fed hat Zinssenkungen zwar noch nicht vom Tisch genommen, doch Fed-Chef Jerome Powell signalisierte zuletzt, dass Erhöhungen kein völlig unrealistisches Szenario mehr sind. Die EZB-Chefin Christine Lagarde vermied klare Zinserhöhungssignale, verwies aber explizit auf die Inflationsrisiken. Für Anleger bedeutet das: Der geldpolitische Rückenwind der vergangenen Quartale bläst derzeit bestenfalls als laues Lüftchen.
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Etwas Hoffnung kommt von vereinzelten Stimmen, die das aktuelle DAX-Niveau als mögliche Einstiegsgelegenheit werten — ein Hinweis darauf, dass nicht alle Investoren in Panik verfallen sind. Ob diese Käufer den Markt stabilisieren können, wird sich in den kommenden Tagen zeigen.
Auf der Datenseite rückt zur Wochenmitte der Ifo-Geschäftsklimaindex in den Mittelpunkt. Angesichts gestiegener Energiepreise und trüberer Konjunkturaussichten dürfte insbesondere die Erwartungskomponente nachgeben. Etwas stabilere Lagebeurteilungen der Unternehmen wären ein kleines, aber willkommenes Zeichen. Hinzu kommen am Dienstag erste Einkaufsmanager-Indizes für die Eurozone — weitere Gradmesser dafür, wie tief der Konflikt bereits in die Realwirtschaft durchschlägt.
Europas Börsen hatten schon am Freitag kräftig Federn gelassen: Der Stoxx 600 verlor 1,8 Prozent, der DAX büßte 2 Prozent ein. Der Montag verspricht keine Erholung.
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