DAX: Vier-Fronten-Tag
29.04.2026 - 21:38:30 | boerse-global.deDer DAX startet zögerlich in den Mittwoch. Rund 24.057 Punkte taxierte der Broker IG den deutschen Leitindex zwei Stunden vor Xetra-Eröffnung — ein zartes Plus von 0,16 Prozent. Die psychologisch bedeutsame 24.000-Punkte-Marke, die gestern kurzzeitig gerissen wurde, bleibt damit das Maß aller Dinge.
Warum die Zurückhaltung? Gleich vier Belastungsfaktoren überlagern sich heute.
Notenbanken, Öl und OpenAI
Für die meisten Impulse sorgt der Abend. Die US-Notenbank Fed dürfte ihre Leitzinsen zum dritten Mal in Folge unverändert lassen — der Iran-Krieg und die damit verbundene Schließung der Straße von Hormus halten die Ölpreise hoch und heizen die Inflation weiter an. Brent notiert aktuell über 111 Dollar je Barrel. Das engt den geldpolitischen Spielraum der Notenbanken spürbar ein.
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Am Donnerstag folgen dann EZB und Bank of England. Anleger suchen vor allem nach Signalen, ob die bislang abwartende Haltung aufrechterhalten wird — oder ob Zinserhöhungen auf der Agenda stehen.
Zusätzlich drückt ein kritischer Bericht über OpenAI auf die Stimmung. Das KI-Unternehmen soll eigene Umsatz- und Nutzerziele verfehlt haben, was Zweifel an der Tragfähigkeit milliardenschwerer Rechenzentrum-Investitionen aufwirft. Der Nasdaq 100 verlor gestern Abend rund ein Prozent — ein Echo, das heute auch hierzulande nachhallt.
Berichtssaison als Gegengewicht
Auf der anderen Seite liefert die laufende Quartalssaison durchaus Stoff für positive Überraschungen. Heute Abend nach US-Börsenschluss öffnen mit Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft gleich vier der schwergewichtigsten Technologiekonzerne ihre Bücher. Hierzulande stehen Quartalsberichte von Deutsche Bank, Mercedes-Benz, Adidas, Scout24 und Symrise auf dem Programm — allesamt DAX-Mitglieder, die den Index in die eine oder andere Richtung treiben können.
Vom Allzeithoch bei 25.507 Punkten, erreicht am 13. Januar, ist der DAX derzeit gut 1.500 Zähler entfernt. Ob die Berichtssaison den nötigen Rückenwind liefert, um die Lücke zu schließen, hängt auch davon ab, wie die Fed ihre Lageeinschätzung heute Abend formuliert — und ob der Iran-Konflikt irgendwelche neuen Wendungen bereithält.
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